Da diese Geschichte, die eigentlich als Kurzgeschichte angedacht war, sich jetzt doch als etwas länger herausgestellt hat, habe ich mir gedacht, ich mache die Charabeschreibungen seperat und setze Bildchen dazu...so das ihr euch vorstellen könnt, welche Typen uns beim Charabasteln so vor dem geistigen Auge schwebten.
Die auf den Fotos abgebildeten Personen stehen natürlich im Reallife in keinem Zusammenhang mit der Geschichte.
Zudem haben wir die Story eigentlich in der Gegenwart geschrieben...das was ihr jetzt lest, spielt drei Jahre zuvor.
Daniel Krammer
Alter:
wird 29 (28.7.1977)
Eltern:
Heinrich Krammer (67) – Kunsthändler
Ilse Krammer, geb. Taubert (50) - Hausfrau
Aussehen:
1.75 groß, schlank und feingliedrig; braune Augen, aschblonde, lockige Haare. Trägt meistens helle blonde oder rote Strähnchen. Feingeschnittenes, schmales Gesicht.
Großflächiges Tattoo am Rücken in Form eines Drachens, dessen Schwanz sich über die Schulter nach vor schlängelt und an der Brust endet.
Trägt mit Vorliebe Lederhosen und enge Shirts. Nur wenn er in den Verlag geht oder sich mit Autoren trifft, quält er sich in gesellschaftsfähige Kleidung.
Charakter:
quirlig, unternehmungslustig, sportlich.
Beruf:
Lektor (geht auch nur einmal in der Woche in den Verlag)
Ausbildung:
1995 – Abitur
1995 – 2001 (Studium: Germanistik und Geschichte)
seit 2001 bei einem Verlag in Köln
Hintergrund:
Daniel lebt schon seit seiner Kindheit in Köln. Die Eltern übersiedelten in diese Stadt, als er fünf Jahre alt war. Seine Kindheit war glücklich und zu seinem feinsinnigen, manchmal etwas weltfremden Vater hat er eine tiefere Bindung als zu der eher praktisch veranlagten Mutter.
Schon früh hat ihn sein Vater für Bücher und Literatur begeistern können und so war es auch keine große Überraschung, dass Daniel sich nach seinem Studium um einen Posten in einem Verlag beworben hat.
Schon während seiner Schulzeit, noch im Gymnasium, hat er erkannt, dass er lieber Jungs als Mädchen nachsieht. Bei seinen Eltern stieß seine Neigung auf Skepsis. Schliesslich war er erst fünfzehn, als er sich dem Vater anvertraute. Doch als sich an seinen Vorlieben im Laufe der Jahre nichts änderte, akzeptierten sie es einfach. Vor allem für die Mutter war das eher ein schwieriger und auch oft tränenreicher Weg.
Den Dienst an der Waffe verweigerte der sportliche Daniel und begründete es mit seiner Homosexualität, die er zu diesem Zeitpunkt auch schon offen auslebte. Da ihm das Leben bei den Eltern zu eng wurde, gründete er mit drei Mitstudenten eine WG. Diese Wohnung bewohnt er noch immer – auch wenn die anderen schon lange ausgezogen sind. Die Wohnung ist zwar groß und er nützt nicht alle Räume, aber er liebt das Leben hier in der pulsierenden Stadt. Zudem braucht er kein Auto um seine Wege zu erledigen.
Freunde hat Daniel wenige. Dazu ist er zu verschlossen und gelegentlich auch zu verschroben. Mit seiner direkten, oft auch etwas abfälligen Art kommt man nur schwer zurecht.
An eine Bindung denkt Daniel nicht, wenn er nachts durch die Kölner Szene streift. Er braucht seinen Freiraum und auch die Ruhe sein Leben zu leben wie es ihm gefällt.
Zu Beginn der Geschichte wird das Jahr 2003 geschrieben. Genau genommen, März 2003. Dh. Daniel ist gerade erst 25 Jahre alt.
Marius Winkler
Alter: 32 Jahre alt (8.8. 1974)
Aussehen: haselnussbraune Haare, kurz und gepflegt geschnitten, blaugraue Augen und Dreitagebart, 1,80 groß und sportlich, geht regelmäßig ins Fitness und spielt Squash
Charakter: in der richtigen Gesellschaft fröhlich und lacht gern, ansonsten eher ruhiger und ein Verstandesmensch. Da er im Geschäft Anzug tragen muss, bevorzugt er privat Jeans und Shirt, ab und an auch Leder.
Beruf: arbeitet in einer Bank als stellvertretender Filialleiter.
Eltern: Lore Winkler, geborene Fischer, 55 Jahre alt und Georg Winkler, im Alter von 46 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.
Geschichte:
Marius war 20, als sein Vater starb und steckte mitten in der Ausbildung. Er weigerte sich, darüber zu sprechen, hatte sich eine ganze Weile zurückgezogen und sehr intensiv gelernt, machte als einer der Besten seinen Abschluss, auch um es seinem Vater zu beweisen, der ihm seit seinem Outing mit 18 gegenüber reservierter war als früher. Warum, hat Marius nie erfahren, vielleicht hatte es damit zu tun, das er das einzige Kind war und sein Vater irgendwie das Gefühl hatte, bei seiner Erziehung etwas falsch gemacht zu haben.
Marius Mutter hatte dieses Problem nicht, der Junge war das einzige, was ihr geblieben war und sie tolerierte es, auch um ihn nicht zu verlieren.
Marius wurde nach seinem Abschluss übernommen und nach zwei Jahren machte man ihn bereits zum stellvertretenden Filialleiter, was bei seinem Alter außergewöhnlich war. Aber Marius ist ehrgeizig, macht alles, was er macht, hundertprozentig. Und er ist eine starke Persönlichkeit und ein unglaublicher Dickkopf.
Freunde hat er einige wenige, er ist ein ruhiger Kerl, der nicht sehr schnell Freundschaften schließt.
Seine Homosexualität lebt er in diversen Clubs und Darkrooms aus, wobei ihm das Slash schon immer das liebste war. Beziehungen hatte er bisher keine, nur lockere Verbindungen, wo man sich mehr als einmal zum Sex traf und vielleicht auch mal zusammen ausging, nur um dann in getrennten Betten zu landen. Sex ist für den Bänker verdammt wichtig, genauso wie sein Körper, auf den er, seit die große 3 ansteht, noch mehr achtet.

