Lennart Jacobs
Geburtstag:
28. 6. 1982
Eltern:
Sigrun Jacobs (verstorben) – Bankangstellte
Magnus Pedersen (1960) – Schreiner in Dänemark
Schwester:
Merle (1979) – Grundschullehrerin
Großeltern:
Georg Jacobs (1940) – pensionierter Schreiner
Dagmar Jacobs, geborene Oynhausen (1942) – Hausfrau
Aussehen:
1.85 groß, kinnlange dunkelblonde Haare, haselnußbraune Augen.
Ausbildung:
Grundschule: 1988-1992 - Schleswig
Realschule: 1992-1998 - Schleswig
Lehre zum Metallbauer: 1998-2002 - Rohlstorf
Zivildienst: 2002-2003 - Hamburg
Ausbildung zum Hufschmied: 2003-2005 - St. Peter/Ording
Hufbeschlagsschule und Prüfung: 2006 Tierärztliche Hochschule Hannover
Lennart ist ein echtes Kind des Nordens. Geboren und aufgewachsen in Schleswig-Holstein, kam er nur selten aus seiner Heimat heraus. Er ist der Sohn einer Deutschen – Sigrun – und eines Dänens – Magnus. Gemeinsam mit seiner älteren Schwester Merle wächst Lennart in Schleswig auf. Als Lennart 8 Jahre ist, trennen sich die Eltern. Allerdings bleibt der Kontakt zum Vater aufrecht und Lennart und Merle verbringen einen Großteil der Ferien in Dänemark – wohin der Vater nach der Trennung wieder zieht.
Lennart ist in seinem letzten Jahr an der Realschule, als seine Mutter an Brustkrebs erkrankt. Zu spät diagnostiziert und behandelt, stirbt die Mutter einige Monate später und Lennart und seine Schwester ziehen von Schleswig hinaus aufs Land zu den Großeltern. Ein Umzug nach Dänemark kommt für beide Geschwister nicht in Frage, da Lennart bereits eine Lehrstelle als Metallbauer sicher hat und Merle in Deutschland Lehramt studieren möchte.
Im Kreise der Großfamilie am Land kommen die Kinder zur Ruhe und es gelingt ihnen auch sehr gut diesen Schicksalsschlag zu verkraften.
Ausserdem beginnt Lennart nun seine Lehre. Mit ein wenig Ehrgeiz hätte er zwar auch ein Gymnasium besuchen können, doch Lennart will lieber mit seinen Händen arbeiten und ergattert eine Lehrstelle bei einem Kunstschmied in Rohlstorf. Schon während seiner Zeit in der Lehre wird dem Blondschopf bewusst, dass er sich für Mädchen nicht interessiert. Bis er sich allerdings vor seiner Familie als homosexuell outet und seine ersten Erfahrungen mit Männern macht, dauert es noch etwas und fällt in seine Zivildienstzeit in Hamburg.
Zwar hätte ihn sein ehemaliger Lehrherr nach dem Zivildienst gerne zurückgenommen, doch Lennart entscheidet sich anders und beginnt eine Ausbildung zum Hufschmied. Schon seit seiner Kindheit sind ihm Pferde vertraut und Lennart macht sie schliesslich nach der Prüfung zum Hufschmied selbstständig. Dieses Unternehmen gelang natürlich nur mit der Unterstützung seiner Familie.
Diese findet im Augenblick allerdings, dass Lennart es etwas übertreibt. Vor kurzem hat Lennart sich eine alte Holländerwindmühle an der Schlei gekauft. Ausserhalb des Dorfes, in dem Lennarts Familie wohnt und eine große Schreinerei betreibt. Für die Familie ist und bleibt es ein Spleen, doch Lennart scheut keine Mühen und Kosten die Windmühle zu renovieren und bewohnbar zu machen.
Werkt Lennart nicht an seiner Mühle, dann betreibt er Sport, geht ins Kino und trifft sich mit Freunden im Ort. Auch die wissen inzwischen, dass er schwul ist. Doch zum Glück hat er durch sein Outing nicht zu viele Freunde verloren. Auch die Familie steht – trotz anfänglicher Überraschung und Skepsis – nun zu ihm.
Friedrich Lüders
geboren am 03.02.1983 in Hamburg
Eltern: Magdalene Lüders, geborene von Schmalstedt und Günther Lüders.
Geschwister: Heinrich, 35 Jahre, Johannes, 30 Jahre und Annamaria, 20.
Aussehen: 1,80 m groß, schlank, braune Haare und blaugraue Augen. Jungenhafter Typ, am liebsten in Jeans unterwegs.
Friedrichs Mutter kommt aus einem sehr angesehenen Hamburger Familie, die in dritter Generation einen gut gehenden Gewürzhandel betreibt. Sein Vater hat lange darum kämpfen müssen von Magdalenas Vater anerkannt zu werden und vor allem, dessen Tochter heiraten zu dürfen. Nun mischt er selbst im Geschäft mit, führt es mit seiner Frau und seinen beiden ältesten Söhnen allein, nachdem sich Magdas Vater nach dem Tod seiner Frau gänzlich daraus zurück gezogen hat.
Magdalena war das einzige Kind.
Friedrich hatte eine Kindheit, in der ihm an nichts mangelte - außer der Zeit seiner Eltern. Die Kinder hatten ein Kindermädchen. Es sind Angestellte in der großen alten Villa die sie bewohnen, aber eigentlich waren die Kinder allein auf sich gestellt. Er begann schon früh dagegen zu rebellieren, war unangepasst und aufsässig, vor allem als Teenager. Öfters mal wurde er von der Polizei nach Hause gebracht.
Seit seiner Jugend schreibt er und er will zur Zeitung. Egal wie und mit welchen Mitteln. Nach seinem Abitur und dem Zivildienst (aus Protest gegen seine Mutter, in der Familienstammbaum sich auch einige Generäle befinden), schreibt Friedrich sich an der Uni Berlin ein, studiert Publizistik und Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Journalismus.
Friedrich ist ein Großstadtkind und Berlin war für ihn das beste, was ihm passieren konnte. Dort konnte er auch unbemerkt und hemmungslos seine homosexuellen Neigungen ausleben und stellte fest, dass er mit Frauen sexuell nichts anfangen kann.
Wieder etwas, was er seinen Eltern genüsslich unter die Nase reiben konnte. Die waren hell entsetzt und hoffen immer noch, dass es nur eine vorübergehende Neigung ist. Witzigerweise war sein Großvater, zu dem er immer schon ein besonderes Verhältnis hatte, am wenigsten überrascht. Er hat ihn auch finanziell unterstützt, auch wenn Friedrich nebenbei bei MC Donalds gejobbt hatte, um sein Taschengeld aufzustocken. Durch die großzügige Unterstützung seines Opas war er auch in den Genuss zu kommen, eine kleine Wohnung ganz für sich allein zu haben.
Studium ist nun beendet und Friedrich hat sich bei verschiedenen Zeitungen beworben. Leider hat er nur eine Zusage bekommen - an der Nordsee auf dem platten Land, sprich Schleswig. Da er aber nicht wieder nach Hause will und nur so genug Erfahrungen sammeln kann, hat er die Stelle angenommen.
Friedrich hat vom Landleben keine Ahnung und hofft, dass das alles schon nicht so schlimm werden wird, wie es aussieht.

