Raphael saß neben Malus und weinte stumm.......es quälte ihn, das er nichts dagegen hatte tun können. Sanft streichelte er die Wange des Dämonen, fuhr über seine Haare. "Ach Malus......." seufzte er leise. "Vielleicht sollte ich dir besser fernbleiben....ich bringe nur Leid über dich."
"Nein, es ist gar nicht deine Nähe gewesen", Methos war urplötzlich in der Küche aufgetaucht. "Luzifer spürt, wenn wir über ihn reden und reden wir zuviel wird er mißtraisuch. Reden wir nicht mit einem anderen Dämonen oder uns selbst wird er wütend."
"Trotzdem......ich tue ihm nicht gut." sagte Raphael und sah Methos verzweifelt an. "Ich bin ein Engel....und ziehe ihn ungewollt hinein...."
"In was denn hinein?" er kniete sich neben ihn. "Dieser Dämon hat mit Vergnügen viele Engel getötet, aber dich hat er nicht getötet. Wenn du jetzt gehst verletzt du ihn tief und da wird ihm nicht gut tun. Sieh euch doch an, ihr versteckt euch nicht hinter Masken oder falschen Leben. Ihr habt euch einander offenbart. Und jeder von euch mag den Anderen sehr. Willst du seine Freundschaft wirklich so wegwerfen? Ich beobachte euch heute schon länger, da ich einfach in Sorge um dich war. Ich wollte gerade gehen, als diese Dummheit passiert ist." Er strich ihm über den Rücken.
"Vielleicht hat er mich nur nicht getötet, weil ich nicht dem Bild entspreche, das er von einem Engel hat..." sagte Raphael. "Methos, ich mag Malus......es interessiert mich nicht, was er ist......und wenn er meint mich töten zu müssen........dann soll es so sein."
"Du ensprichst nicht seinem Bild? Doch, das tust du allgemein betrachtet, aber du bist mehr. Du weißt nicht wie er sein Leben verbracht hat. Aber glaube mir, er wünscht sich deine Freundschaft und er könnte dich nicht töten. Anders als mich und das nur, weil ich hier in seiner Wohnung bin", vorsichtig schob er den Engel zu Malus. "Kümmer dich um ihn, von mir aus sündige mit ihm, aber lass ihn nicht allein!" Damit verschwand er wieder durch ein Fenster.
Raphael sah Methos etwas verständnislos nach. "Sündigen? Liebe kann niemals Sünde sein......" meinte er dann nur leise und bleib sitzen. Er hatte nicht vor, Malus allein zu lassen, wartete darauf, bis dieser wieder erwachte.
Vor dem Fenster hielt Methos inne und sah wieder hinein. "Ich meinte Sex. Aber Liebe? Liebst du ihn denn?"
"Ich weiß, das du Sex meintest......ich bin nicht dämlich, Methos..." sagte Raphael und hob die Augenbraue. "Aber Sex ohne Liebe gibt es bei mir nicht........"
"Hmm...ich hatte nur gedacht das du meintest...", murmelte er,schüttelte aber nur den Kopf und verschwand entgültig.
"Du hast keine Ahnung........nur Sex allein fühlt sich lange nicht so toll an, wie Sex, den man aus Liebe miteinander hat........" Raphael betrachtete Malus und lächelte. "Nein, ich liebe dich nicht.........noch nicht..."
Langsam begann der Schwarzhaarige sich wieder zu rühren. Seine Krallen hackten sich krampfhaft im Fussboden ein und er stöhnte leise auf.
"Malus?" Raphael sah den Schwarzhaarigen besorgt an. "Gehts wieder?
"Ja, geht wieder", meinte er leise und lächelte ihn an. "Alles wieder gut!"
"Das freut mich...ich hab mich ganz schön erschrocken...." Raphael lächelte erleichtert. "Soll ich dir was helfen? Beim Kochen, meine ich? Oder soll ich lieber gehen?"
"Du kannst mir beim Schneiden des Gemüses helfen", vorsichtig stand er auf. Mit seinem Schwanz schnappte er sich ein Messer und reichte es dem Engel.
"Gern...." sagte Rapahel und nahm das Messer, trat an die Arbeitsplatte, nahm sich ein Brettchen und begann, das Gemüse zu schneiden.
"Ich schneide das Fleisch", lächelnd griff er sich ein zweites Messer.
"Okay.....das ist mir auch lieber, ich mag das nicht so..." Rapahel schüttelte sich leicht.
Pfeifend schnitt Malus das noch etwas gefrorene Geflügelfleisch, während sein Schwanz leicht hin und her schwang. Es war ein Zeichen dafür das er sich gut fühlte.
Raphael konzentrierte sich auf das Gemüse, schnitt es sorgfältig klein und lächelte über Malus Pfeifen. "Hört sich gut an......was ist das für ne Melodie?"
"ich weiß nicht. Ich hab sie mal gehört, irgend was klassisches." Vorsichtig schnitt er weiter.
"Klingt schön......und kommt mir bekannt vor..." Raphael überlegte und summte dann leise mit. "Ich kenn es, komm aber nicht auf den Namen......aber es gefällt mir."
Als er das zweite Pfeifen hörte lächelte er. "Du machst das sehr viel besser als ich", stellte er neidisch fest.
"Ach was...deins klang auch schön. Vielleicht kommt dir das nur so vor, weil man den Engeln nachsagt, das sie gut singen können....aber glaub mir, das ist auch nicht die Wahrheit..." lachte Raphael leise.
"Oh doch, es hört sich schöner an. Das Lied passt viel besser zu dir!" Sanft strich er ihm mit dem Schwanz über den Rücken.
"Du schmeichelst mir...und das schlimme ist, das es mir gefällt. Dabei sollte ich demütig und bescheiden sein.."
"Sag dir einfach was ein Dämon sagt ist nicht viel wert", er grinste leicht. "Hab ich dir schon erzählt was es gibt?"
"Mich interessiert deine Meinung aber.....man sollte jedem zuhören." Raphael hielt inne beim Schneiden und sah Malus von der Seite an. "Nein, du hat mir noch nicht gesagt, was du kochen willst..."
Unsicher sah er ihn an. "Nichts schlimmes! Also, Reis mit Gemüse und Geflügelfleisch und alles richtig schön scharf", er deutete auf Gewürze und scharfe Soßen.
"Ich hab auch nicht gedacht, das du was schlimmes kochst..." lachte Raphael leise. "Das hört sich richtig gut an.....und ich hab mächtig Hunger." Er wandte sich wieder ab, um das restliche Gemüse zu schneiden.
"Ja und wir machen auch ganz viel", er strich ihm wieder mit dem Schwanz über den Rücken. "Wenn uns Beide einer sieht", kicherte er.
"Na und? Dann sieht er zwei Freunde, die zusammen kochen und sich amüsieren dabei.......und der eine Freund wird sich gleich in den Finger schneiden, weil ihn das Streicheln im Rücken so sehr gefällt, das er sich nicht mehr auf seine Aufgabe konzentrieren kann."
"Oh,", hastig nahm er den Schwanz weg. "Hab ich gar nicht gemerkt. Aber ich meinte, weil wir Dämon und Engel sind."
"Hey, ich hab nicht gesagt, das es mir unangenehm ist...." sagte Raphael. "Und Dämon und Engel........im Moment sind wir auf der Erde......und da sollen wir doch wohl in erster Linie Menschen sein."
"Ja, aber wir sehen nicht so aus", stellte er mit einem Kichern fest. "Wir sehen aus wie wir eben aussehen."
"Das lässt sich gleich ändern..." grinste Raphael und konzentrierte sich, ließ seine Flügel wieder verschwinden.
Malus schmollte leicht. "Du bist aber ein oller Spielverderber", langsam verwandelte auch er sich zurück.
"Ich bin ein Engel....sind die nicht alle Spielverderber in den Augen von Dämonen?" fragte er mit einem kleinen Lächeln.
"Ähm, ja auch. Aber das hier war ja wohl was anderes", er schnitt weiter. "Aber dafür streichel ich dich auch nicht mehr mit dem Schwanz", er streckte ihm die Zunge heraus.
"Mit was dann? Mit deinen Händen?" fragte Raphael amüsiert. "Das würde mir nämlich auch gefallen, weisst du?"
"Garnicht", erklärte er grinsend und widmete sich wieder dem Flesich,s treichlte dieses sanft.
"Jetzt bist du ein oller Spielverderber....." Raphael sah Malus an und zog eine Schnute.
"Wusstest du nicht das wir Dämonen Andere gerne quälen?" er grisnte.
"Wenns dir Spaß macht, quäl mich, Malus.....Engel sind sehr duldsam und halten ne Menge aus......das weisst du doch." Raphael war fertig mit Gemüseschneiden und legte das Messer weg.
"Ich weiß das? Nein, eigentlich nicht", er schnitt sein Fleisch fertig. "Holst du bitte die Dose mit den Fleischtomaten?" Malus holte die Pfanne aus dem Schrank und begann dann langsam das Fleisch anzubraten.
Raphael nickte und kramte im Schrank nach den Fleischtomaten, suchte nach einem Dosenöffner und machte die Dose auf, brachte sie Malus. "Hier bitte....."
"Danke. Kannst du sie bitte da auf dem Tisch in die Schüssel machen und dann scheiden?" Als der Andere sich umgedreht hatte knallte er ihm mit dem Schwanz heftig auf den Hintern.
"Klar......" sagte Raphael und drehte sich um, ließ vor Schreck die Dose fallen, als Malus Schwanz ihn so unvermittelt traf. "Verflixt....." schimpfte er leise und besah sich die Sauerei.
Der Dämon schloss die Augen. "Tut mir leid", murmelte er kleinlaut. Er machte eine kurze Handbewegung und der Dreck war weg, stattdessen stand eine neue Dose auf dem Tsich. "Wirklich leid", schniefte er.
"Muss dir nicht leid tun...das hätte ich auch gekonnt..." sagte Raphael und öffnete die Dose ohne Dosenöffner. "Ich bin nur so gewöhnt, mich menschlich zu verhalten....."
"Hmm?" er sah ihn verwirrt an. "Ich meine das ich dich geschlagen hab und dir deswegen alles runtergefallen ist...."
"Ach das......das war doch nur ein Versehen......kein Grund, sich darüber Gedanken zu machen. Wenn ich meine Flügel nicht eingezogen hätte, hätte mir das auch passieren können."
Er biss sich auf die Lippen. "Aber das war Absicht. Ich wollte dich bloß ärgern", er zog die Nase hoch.
Raphael zuckte die Schultern. "Ich sagte doch, mach, was du für richtig hältst.......wenn du meinst du müsstet mich ärgern..."
"Okay", sanft strich der Schwanz Raphales Nacken entlang. "Wo magst du denn heute schlafen?"
"Egal....wo du mich schlafen lässt. Couch, Boden, Liege....ich bin genügsam.." lachte Raphael und schauderte leicht unter der Berührung.
"Mein Bett ist sehr groß und gemütlich. Bequem für uns Beide", er streichelte sanft weiter.
"Gut....aber du wirst mich wegschubsen müssen....ich hab die Angewohnheit, mich immer an zu kuscheln.." lächelte Raphael verlegen.
"Och, ich dachte sowieso du liegst unter mir...", das Streicheln wurder eindringlicher, der Schwanz glitt den Rücken entlang.
"Falsch gedacht, mein Lieber....." Raphael drehte sich um und trat einen Schritt zurück. "So weit sind wir noch lange nicht."
Malus kam näher. "Dafür muss man nicht weit sein. Wir amüsieren uns nur ein wenig", er grinste .
"Nein..." sagte Raphael kategorisch. "Ich tue so etwas nur aus einem Grund..wenn ich mich in die Person verliebt habe..."
"Oh, dann sag doch gleich nie", stellte er beleidigt fest dund ließ den Schwanz wieder verschwinden, schnupperte. "Verdammt, das Fleisch!" er stürmte zur Bratpfanne.
"Ich kann in dieser Hinsicht keine Kompromisse machen.....und man sollte nie nie sagen..." meinte Raphael leise. "Ich bin nun mal nicht für eine Nacht geschaffen...."
Tja, aber ich nehme auch an das du die Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen haben möchtest", er drehte hastig das Fleisch.
Raphael schwieg und sah Malus zu, wie er das Fleisch wendete, auf die Frage bedurfte es keine Antwort. Natürlich wollte auch er geliebt werden, wenn er mit jemanden das Bett teilte.
Und das wird nie geschehen, Raphi", er sah das Fleisch an. "Etwas angekokelt au der einen Seite. "Mir gefällt es so, aber dir?"
Ist mir egal...." sagte Raphael. "Ich hab Hunger, ich ess alles..." auf seine Antwort ging er ebenfalls nicht ein.....ein Dämon und ein Engel als Liebespaar.....noch dazu als männliches Paar, das war einfach grotesk und nahe zu unmöglich.
"Okay", dann schneide mal die Tomaten, press aber vorher den Saft aus ihnen.
Raphael tat wie ihm geheissen, presste den Saft aus den Tomaten und begann, sie kleinzuschneiden. Davbei schwieg er , summte nur ein wenig vor sich hin.
Mit einm kleinen Seufzen ging der Schwarzhaarige hinter ihn. "Ich könnte es versuchen, aber eigentlich mach ich das halt immer so. Bin halt ein Dämon, mein Süßer!"
Raphael hielt inne, drehte sich und sah Malus an. "Was willst du versuchen?" fragte er leise.
"Naja, mich zu verlieben", flüsterte er leise. "Oder darauf zu warten oder zumindest sehen, ob ich es könnte."
"Willst du es mir zuliebe versuchen?" Raphael sah Malus freundlich an. "Aber ich bin ein Engel....."
Ähm", er wurde rot. "Nicht das du das jetzt falsch verstehst. Wir sind bloß Freunde! ... Aber, ja....", gab er dann kleinlaut zu.
"Ist schon in Ordnung......das du mich als deinen Freund bezeichnest, bedeutet mir schon sehr viel..." lächelte Raphael.
Nach dem Essen streckte sich Malus genüßlich auf dem Sofa aus. "Hat es dir geschmeckt?" Er gähnte leicht und kuschelte sich in der Decke ein.
Raphael saß auf dem Sofa, im Schneidersitz und hatte das Kissen im Arm, knuddelte damit. "Es war herrlich...und ich bin so satt, das ich mich kaum rühren kann....." seufzte der Engel zufrieden.
"Das freut mich!" Sein Kopf glitt in den Schoss des Blonden. "Ich bin sogar müde vom Essen..."
"Hm...Müssiggang.....Völlerei......schoin zwei der sieben Todsünden....." Raphael strich mit den Fingern durch Malus Haar. "Aber ich verstehe dich...ich bin auch müde."
"Mein Freund, ich bin doch schon verdammt. Ich darf sowas", er grinste breit und schloss die Augen. "Außerdem finde ich es in der Hölle sehr schön, zuhause eben."
"Zuhause ist da, wo das Herz ist..." sinnierte Rapahel und ließ die Strähnen von Malus Haar durch seine Finger gleiten. "Ich sollte dich warnen...wenn ich mich wohlfühle, werd ich immer philosophisch"
"Ach, das gefällt mir. Sag mal, wenn Gabriel und Michael dich nögen...sie würden nicht plötzlcih auftauchen oder?"
Raphael hielt inne und sah Malus an. "Warum fragst du das? Ich glaube nicht, das einer der beiden Erzengel sich wegen mir auf den Weg zur Erde machen würde...auch wenn sie mich mögen....."
"Sicher nicht? Stell dir vor sie wollen dich plötzlich besuchen?" er zitterte leicht und schloss die Augen.
Ich bin unbedeutend.....und hier um Buße zu tun....die beiden haben andere Sorgen...du musst dir keine Gedanken machen, du wirst sie nicht sehen müssen."
"Aber ich verstehe das nicht, wenn sie selbst vor IHM für dich eingetreten sind", er sah ihn unsicher an.
Raphael lächelte leicht. "Das war, bevor Michael wusste das ich.... naja, es ist nicht wichtig Malus.....sie werden nicht unverhofft erscheinen.......wenn sie kommen, dann höchsten zu mir nach Hause und wenn ich allein bin....um mir ne Predigt zu halten, weil ich mit einem Dämon befreundet bin. Aber wahrscheinlich denken sie eher, das ich das so verdient habe."
"Hmm, man verdient es im negativen Sinne mich als Freund zu haben? Und was war los, was hat er erfahren?" er sah ihn eindringlich an,. wollte er doch alles wissen.
"Nein, mein Hübscher....." sagte Raphael leise und strich durch Malus Haar . "So darfst du das nicht sehen.....sie denken so, weil sie Dämonen nur böse erlebt haben........nicht so wie ich dich völlig unvoreingenommen." Er schwieg eine Weile und fuhr dann fort. "Michael hat mich geliebt.....das wusste ich nicht, ich hab nichts bemerkt....und er war fürchterlich enttäuscht, als er erfahren hat, das ich mich für Gabriel interessiert habe. Doch der hat nie mehr in mir gesehen als einen kleinen Bruder, da hab ich in einer schwachen Stunde mit Michael geschlafen. Danach hab ich erfahren, das er mich liebt.......und dann hat ihm jemand erzählt, das ich nicht mehr für ihn empfinde als Freundschaft."
"Du hast also auch schwache Stunden gehabt?" er kuschelte sich an ihn. "Naja, dann wirst du sicher keine mehr haben und ich kann mir eine erlauben", er sah auf und lächelte. "aber Gabriel würde doch seinen kleinen Bruder nicht im Stich lassen!"
"Deswegen werde ich auch nie mehr mit jemand schlafen, den ich nicht liebe.....weil ich niemals jemanden wieder das damit antun will, was ich Michael angetan habe. Und Gabriel? Gabriel liebt Michael.......er wird sich eher um ihm sorgen als um mich..."
"Das wollte ich ja damit sagen. Aber ein Bruder sollte einem immer wichtiger als die Liebe sein", stellte der Dämon fest und stutzte leicht. Was sprach er hier von solchen Dingen, das sollte er nicht.
"Ach Malus, man merkt, das du von Liebe keine Ahnung hast..." lächelte Raphael. "Wenn du richtig liebst, ist dir das Glück und Wohlergehen desjenigen wichtiger als alles andere, wichtiger als du selbst. Mit dem Lächelns des Geliebten geht deine Sonne auf und mit seinen Tränen unter."
Der Schwarzhaarige sah ihn getroffen an. "ich werde dein Bett machen", stellte er mit matter Stimme fest. "Wieviele Kissen willst du haben?"
Raphael spürte die Stimmungsänderung. "Tut mir leid....ich sollte dir ncith Dinge unterstellen, von denen ich nichts weiss..." sagte er leise. "Ich weiß nicht, ob du nicht vielleicht auch einmal verliebt warst und dieses Gefühl kennst. Verzeih........mir langt ein Kissen."
"Was wenn ich es immer noch bin, aber niemals hoffen darf?" Traurig sah er ihn an. "Man sagt ein Dämon wird weich, wenn er seine Heimat so lange nicht betreten darf. Ich bin es oder?"
"Ich finde dich in Ordnung so........aber ich bin ja auch ein Engel..." Raphael lächelte ein sarkastisches kleines Lächeln. "Warum darfst du nicht hoffen? Will deine Liebe nichts von dir wissen?"
Er lachte auf. "Nein, das will er sicher nicht. Er sieht mich, doch er würde mich zertrampeln...ich wollte ihn beeindrucken und bin bloß gescheitert...", deprimiert ließ er sich zu Boden sinken.
"Ja......ich versteh dich, ich versteh dich nur zu gut. Ich habe es aufgegeben.......mich zieht nichts mehr zurück. Auch wenn man sagt, das es im Himmel schöner ist........eine unerfüllte Liebe und der heimliche Spott der anderen sind dort genauso wie hier. Ich habe mich damit abgefunden, mich nicht mehr zu verlieben....."
"Wenn du ihn je gesehen hättest, Raphael. Wenn du seine Schönheit erkannt hättest....ich würde jeden Weg für ihn gehen und denselben, um ihn zu vergessen", zum ersten Mal in seinem ganzen langen Leben klang der Dämon wirklich verzweifelt, sprach er all das Grauen das er fühlte auch aus.
"Nicht umsonst war er der erste Engel Gottes und sein schönster...." sagte Raphael leise. "Gabriel hat mir von ihm erzählt........Luzifer......." Er strich wieder liebevoll durch Malus Haar. "Gib die Hoffnung nicht auf...."
"Ich bin so dumm, sogar ein Engel kann in mir lesen...", er schlug auf den Boden und gab ein heulendes Geräusch von sich. "Es gibt keine Hoffnung!"
"Es ist nicht schwer.......Methos hat mir erzählt, das du Luzifer beeindrucken wolltest.......da konnte ich eins und eins zusammenzählen. " Raphael griff nach Malus und zog ihn zu sich. "Du hast doch Hoffnung.....du kannst zurück. Du musst einen Engel töten......dann verzeiht dir Luzifer."
Malus starrte ihn an, stieß ihn zurück. "Wie kommst du auf so eine dumme Idee?!"
"Methos hat mir das gesagt....." Raphael sah Malus verletzt an........das er so zurückgestoßen wurde, tat ihm weh...körperlich und seelisch.
"Wie kannst du ´mir sowas sagen. Ich...ich kenne doch nur einen Engel", er weinte . "Es ist gleichbedeutend damit mir zu sagen ich solle dich töten...", Malus kauerte sich in einer Ecke des Zimmers zusammen. "Wie kannst du nur..."
"Mir bedeutet nicht mehr viel etwas.......durch meinen Tod könnte ich wenigstens dich glücklich machen, verstehst du?" Rapahel weinte nun auch. "Ich bin hier allein, einsam,....ich kann und will nicht in den Himmel zurück, ich habe geliebt und werde niemals mehr wieder lieben können.......also kann ich genauso gut tot sein.."
Der Dämon kauerte immer noch da und begann dann leise zu singen, eine traurige Melodie und war abwesend: "Devil was my angel, now I'm just not sure To travel as my angel there's always my whore Maybe you're an angel, tried to remember you're an angel Remember you're an angel, if you're not sure"
Raphael zog sich auf die Couch zurück, griff sich das Kissen und kauerte sich zusammen....machte sich ganz klein, während unablässig Tränen über seine Wangen liefen. Sein ganzes Elend brach über ihn herein......er fühlte sich einsam, klein....nutz- und schutzlos.
"Raphi", kam es dann ganz leise aus der Ecke. "Komm her, bitte...."
Raphael zögerte, stand dann aber auf und ging hinüber zu Malus, das Kissen wie ein Schutzschild vor sich haltend. Er ließ sich neben ihm auf den Boden nieder und sah ihn an.
"Verzeihst du einem kleinen Monster wie mir?" er streckte seine Arme aus. "
"Ich hab dir nichts zu verzeihen...ich bin es, der sich unmöglich benommen hat......" sagte Raphael leise. "Mir ist erst jetzt so richtig bewusst geworden, wie allein ich mich fühle."
"Aber du bist nicht allein", meinte er leise und drückte sich an ihn. "Wir haben doch jetzt uns."
"Nicht mehr....ich hab einen Freund." lächelte Rapahel traurig. "Und ich hoffe, das bleibt auch so..."
"Ja, das bleibt so. Aber eine Frage musst du deinem Freund schon noch beantworten. Willst du wirklcih nie wieder Heim?"
"Ich weiss nicht...ich hab nichts, was mich da hinzieht...." sagte Raphael mit einem kleinen Schulterzucken, wischte sich über die Augen.
"Wenn du aber könntest würdest du gehen?" Er wischte ihm die Tränen weg.
"Komm drauf an, was ich hier habe. Wenn ich hier jemanden habe, der mir mehr bedeutet, würde ich nicht zurück gehen..."
"Und wenn nicht...", zitternd drückte er sich an ihn. Er wusste das er jetzt nicht mehr nach Hause konnte, aber es gab immer noch andere Wege für ihn.
"Warum machst du dir darüber Gedanken, Malus? Ich versprech dir hier und jetzt, ich lass dich nicht allein.....solange du hier bist, bin ich auch hier."
"Ja, aber wenn ich gehe kannst du es auch...", sein Blick glitt zum Himmel. "Was heißt für sie Reue und Buße?"
"Gutes tun auf Erden, dich bescheiden und demütig verhalten......dich eben wie ein Engel verhalten..." sagte Raphael.
"Und das tust du sicher....", er strich ihm über die Wange. "magst du in meinen Laken schlafen oder soll ich neu beziehen? Ich will nämlich nochmal spazieren gehen."
"Nein...da täuscht du dich..." Raphael lächelte etwas schief. "Ich bin nicht so gut, wie ich sein sollte." Er sah auf und Malus an. "Du gehst nochmal? Schade........und du musst nicht neu beziehen.....ich schlafe auch so in deinem Bett."
"Ich...ich möchte doch auch mal was gutes tun", meinte er plötzlich und stand auf. "Ich muss mal kurz was erledigen..."
"Okay......aber lass mich nicht so lange warten....." sagte Raphael und streckte sich leicht. "Ich werde noch etwas fernsehen und auf dich warten....und wenn ich müde werde, leg ich mich in dein Bett..."
"Du willst was tun?!" Methos starrte ihn an. "Dabei werde ich dir sicher nicht helfen!" "Aber du kannst es! Und nur du weißt es...nur du weißt wie ich es tun kann..." "Nein. Nein! NEIN! Du kannst nicht einfach einen Erzengel anrufen..."
Michael runzelte leicht die Stirn. Er war sich sicher etwas vernommen zu haben, einen Ruf der an ihn oder einen anderen Erzengel gerichtet war. Aber nur noch wenige kannten heute diese Weise.
Gabriel sah von seinem Buch auf und betrachtete Michael: "Was ist los, Michael? Du siehst irritiert aus.." Er betrachtete den anderen Erzengel liebevoll.
"Irgendjemand hat nach einem Erzengel gerufen...", er schüttelte leicht den Kopf. "Das ist nicht möglich..", er lächelte.
"Vielleicht Raphael?" sagte Gabriel und klappte das Buch zu. "Obwohl, ich glaube nicht, das er sich an dich wenden würde.......hör doch noch einmal genau hin..."
"Es war nur kurz. Eine Straße, aber ich weiß ncicht wer...", unsicher sah er Gabriel an. "Sollen wir nachschauen?"
Gabriel nickte und lächelte: "Klar, mein Liebling...sonst findest du ja doch keine Ruhe..." Der Erzengel seufzte leise, seit Rapahel auf die Erde verbannt wurde, bemühte er sich um Michael....aber dieser war ihm gegenüber immer noch sehr verunsichert.
"Dann komm", das Liebling ignorierend machte er sich zur Erde auf.
Malus hatte sich vorerst in eienr Nische versteckt. In seiner wirklichen Gestalt zitterte er leicht bei dem Gedanken was er getan hatte.
Gabriel folgte Michael, auf der Erde angekommen, gaben sie sich menschliche Gesatlt und betraten die Buchhandlung, aus der der Ruf gekommen zu sein schien.
Methos schüttelte den Kopf und rappelte sich auf. Das kleine Biest hatte doch tatsächlich das Buch geklaut, ihn vorher auch noch niedergeschlagen. "Wir haben geschlossen...", murmelte er leise und zog sich an der Theke hoch. "Und wurden auch noch beklaut..."
"Deswegen sind wir nicht hier......." sagte Gabriel. "Wir haben einen Ruf vernommen.....weisst du etwas darüber?"
Methos sah auf und wurde blass. "Er hat doch nicht tatsächlich?! Erzengel...der dumme Junge ruft Erzengel an!" er schluckte hart. "MALUS!!!" donnerte er dann laut.
Michael sah sich um. Hatte er da nicht etwas gehört?
"Aha...also kam der Ruf doch von hier....woher weisst du...oder er, wie man Erzengel anruft? Und vor allem...was wollt ihr?" Gabriel war etwas verwirrt, sah Michael an, der zu lauschen schien. "Hast du was gehört?" fragte er ihn.
"Ja, dort hinten", er deutete auf eine Ecke. "Es stand in diesem Buch und...er ist nur ein dummer Junge, tut ihm nichts!"
"Warum sollten wir ihm was tun? Wir sind Erzengel...keine Mörder...." sagte Gabriel etwas verschnupft. "Er muss ja einen Grund gehabt haben, uns zu rufen.....komm raus und sag uns, warum du uns gerufen hast......wir tun dir nichts,"
Langsam kam Malus aus dem Schatten heraus. Methos schloß die Augen, als er die dämonsiche Gestalt des Schwarzhaarigen erkannte.
Gabriel zog seine Augen zu Schlitzen zusammen, als er die Gestalt betrachtete: "Ich kenne dich......du lebst noch? Ich dachte, ich hätte dich entgültig vom Erdboden getilgt.."
"Das kannst du auch - unter einer Bedingung." "Malus!" donnerte Methos. "Sei vernünftig!"
Der Erzengel sah ziemlich verdattert aus: "Welche Bedingung?"
"Ist es möglich mein Leben als Reue anzusehen? Wenn ich mich dir freiwillig zu Füssen lege oder deinem Herrn...ist es dann Reue?" traurige Augen sahen dem Erzengel entgegen.
"Du bist ein Dämon.....einer der Luzifer treu ergeben ist.......mehr als treu. Warum willst du so etwas tun? Bereust du deine Taten? Wenn ja, warum sollte ich dir dein Leben nehmen?"
"Ich will das einem anderen für mein Leben Reue erteilt wird, denn er hat niemals etwas Unrechtes getan...", er kniete sich vor Gabriel, dem Engel den er am meisten hasste, nieder.
Gabriel sah Michael an und meinte dann leise: "Und für wen willst du dein Leben geben? Wer soll mit diesem Opfer reingewaschen werden?"
Langsam kam Michael näher und betrachtete den Dämon missbilligend. "Ein Engel names Raphael." erwiderte dieser so fest er konnte. Methos starrte ihn an und hauchte dann ein: "Nein."
"Raphael? Was hast du mit Raphael zu tun?" Gabriel war nun verblüfft. "Ich kann dein Opfer nicht annehmen....Raphael muss Buße tun....und er würde auch nicht wollen, das du so etwas anbietest."
"Aber...aber ich werfe mich vor Gott in den Staub und biete an alle meine Sünden zu büßen...für ihn!" er wischte sich trotzig die Tränen aus den Augen. "Wieso nicht?!"
"Weil Rapahel freiwillig auf die Erde gegangen ist....es liegt nicht an uns, ihn zurückzuholen.......er meint, er müsse büssen, dafür, das er Gott nicht bedingungslos gehorcht und vertraut hat.....aus diesem und aus einem anderen Grund..(hierbei sah er Michael an, der einen traurigen Ausdruck zur Schau trug). Er könnte zurück...aber er ist noch nicht bereit dazu. Und Rapahel würde vor Verzweiflung und Scham wahnsinnig, wenn du dich für ihn opfern würdest......denn du hast ihn gern, nicht wahr? Und er dich sicher auch.....sonst wüsstest du nicht soviel."
Methos packte die beiden Erzengel und zog sie ruckartig hinter die Theke, denn schon einen Moment später zertrümmerte der Dämon alles in seiner Nähe. "Verzeiht ihm seinen Ruf."
"Warum ?" fragte Gabriel und sah Methos an. "Warum?"
"Warum was?" wollte der gefallene Engel wissen.
"Warum bietet er sich an? Warum tobt er jetzt? Weil wir ihm nicht helfen können?"
"Ich glaube, weil ihm nicht dasselbe gesagt wurde was ihr jetzt sagt. Und er tobt, weil...weil er nicht nach Hause kann oder warum auch immer. Ich habe ihn noch nie so erlebt."
Gabriel erhob sich und trat auf den Dämon zu. "Beruhige dich......ich bitte dich. Rapahel ist wie ein kleiner Bruder für mich.....er hat dir wahrscheinlich erzählt, das er verbannt wurde...in gewisser Weise stimmt das auch....ER wollte es so, weil er an IHM gezweifelt hat. Aber seine Buße ist getan....er will nur nicht zurück, aus einem ganz bestimmten Grund......und deshalb redet er sich ein, das er nicht zurückdarf......und ich glaube, er will auch nicht mehr zurück. ER hat dich nicht bewusst angelogen......aber geh zu ihm...und frage ihn direkt....ich bin sicher, er wird dir antworten."
Mit voller Wucht knallte Malus ich gegen eine Wand und brach dann bewusstlos zusammen. Er konnte nicht mehr, er hatte sich bloßgestellt. Schlimmer noch, er wusste ds Luzifer sich seinem Ruf bewusst war.
Gabriel drehte sich und sah Methos an: "Wisst du, wo Rapahel jetzt ist? Wir sollten ihn holen.......vielleicht dringt er zu ihm durch.."
"Ich hab ihn bei Malus gesehen. Das war vor enigen Stunden, aber ich denke er ist noch da." Methos zog Malus in seine Arme. "Wir kennen uns", stellte Michael plötzlich fest.
"Wen kennst du, Michael? Den Dämonen? Ja, das ist der, der mich beim großen Krieg herausgefordert hat.....oder meinst du den anderen?"
"Ja, Methos..", er sah ihn eindringlich an. "Du warst ein Engel, aber bist dem Morgenstern gefolgt!"
"Ein gefallener Engel....und ein Dämon......und was hat Raphael damit zu tun?" wandte sich Gabriel an Methos.
"Er und Malus habe sich bei der Arbeit kennengelernt", er wiegete Malus leicht hin und her. "Malus brachte ihn mit hier her. Malus hat mich heute sehr überrascht. Würde er einen Engel töten könnte er nach Hause kommen und du, Gabriel bist dafür verantwortlich das er hierher verbannt wurde, aber er hat dich in Ruhe gelassen."
"Ich bin dafür verantwortlich? Er hat mich gefordert......denkst du, ich lasse mich töten, nur weil er es Luzifer versprochen hat? Ich habe mich gewehrt, das ist wohl normal....und er war mir eben nicht gewachsen." Gabriel sah Methos ungerührt an. "Der große Krieg hat auf beiden Seiten seine Opfer gefordert......ich frage mich nur, was Rapahel sich dabei gedacht hat. Er weiß doch, wie ich und auch Michael darüber denken."
"Ich habe das nicht als Vorwurf gemeint, ich wollte nur seine Sicht der Dinge erklären. Ich selbst habe schon längst bereut mich vom Herrn abgewandt zu haben", er seufzte leise. "Und was hat Raphael sich wobei gedacht?"
"Er weiß, wie ich über Dämonen denke.....wie wir.." dabei sah er Michael an " über Dämonen denken. Warum ist er bei einem in der Wohnung.....warum will sich dieser Dämon opfern, damit Raphael wieder zurückkann.....er sollte lieber wieder zu uns kommen....."
Methos sah ihn ganz wütend an. "Jeder Dämon ist gleich, ich weiß!" Vorsichtig zog er Malus auf seinen Schoß.
"Ich habe bisher noch nicht viel Unterschied gesehen....." meinet Gabriel nur. "Und ich würde Raphael mit offenen Armen willkommen heissen......ich mag den Kleinen. " Er erhob sich. "Wenn du mir sagst, wo ich ihn finde.....geh ich ihn holen." wandte sich der Erzengel an Methos. "Oder willst du gehen, Michael?"
"Ich gehe schon", meinte Michael und stand auf, ließ sich von Methos sagen wo er ihn fand. "Pass auf dich auf, Gabriel."
"Sicher......mir passiert nichts.....danke für deine Sorge..." lächelte Gabriel und sah Michael zärtlich an. Raphael saß in Malus Wohnung auf der Couch, das Kissen vor sich geknuddelt und sah fern, gähnte ab und zu verstohlen......aber er wollte wach bleiben, bis Malus zurück war.
"Raphael?" Michael war inzwischen angekommen und sah den anderen Engel musternd an.
Raphael fuhr zusammen, als er die fremde und doch so vertraute Stimme hörte. "M--M---Michael? Was machst du hier? Und woher weißt, das ich hier bin?" fragte er mit einem leichten Stottern in der Stimme.
"Weil ein Dämon nach Erzengeln gerufen hat. Und anschließend hat er ganz schön rumgewütet und wir dachten du solltest mal nach ihm sehen. Ein Dämon...", er schüttelte den Kopf. "Wieso?"
Raphael warf das Kissen von sich: "Malus? Aber wieso......wie gehts ihm........und vor allem, was habt ihr ihm erzählt?"
"Was sollen wir schon gesagt haben? und wie es diesem Ding geht weiß ich wirklich nicht. ist mir auch egal", er sah ihn lange an. "Und dir sollte es das auch!"
"Er ist mir aber nicht egal......." Rapahel warf den Kopf nach hinten und sah Michael wütend an. "Du klingst schon genauso wie Gabriel........hat er ja bekommen, was er wollte..." meinte er nur leise.
"Wie Gabriel? Worauf willst du jetzt hinaus?!" Wütend hielt er ihm die Hand hin. "Und jetzt komm!"
"Du redest genauso wie er.......von Dingen, die du nur vom Hörensagen kennst. Es sind nicht alle Dämonen gleich, so wie auch nicht alle Engel gleich sind......" Raphael übersah geflissentlich die ausgestreckte Hand und breitete seine Flügel aus. "Wo ist Malus?" fragte er dann nur.
"Bei diesem gefallenen Engel und wir werden da jetzt Beide zusammen hingehen", er sah ihn an, ein Blick der kein Nein akzeptiren wollte.
"Bitte...du kannst mir folgen......ich werde deine Hand nicht nehmen Michael.......ich mach dir keine falschen Hoffnungen mehr.." Raphael öffnete das Fenster und stellte sich auf das Fensterbrett.
"Das hat nichts mit Hoffnungen zu tun! Aber welche Hoffnungen hast du diesem Ding gemacht?! Das es sich sogar für dich opfern will", er folgte ihm. "Willst du sein Fenster offen lassen?"
Raphael blieb in der Luft stehen und sah Michael an. "Er hast was? Dieser Dummkopf........er war wahrscheinlich so schockiert, weil ich geweint habe......und weil ich nicht weiß, ob ich nach Hause will..." Er sah Michael wütend an. "Und er ist kein Ding......"
"Wenn du meinst...", er flog vor. "Mach aber das Fenster zu."
"Ja, ich meine es...und ich wäre dir sehr verbunden, wenn du das in meiner Gegenwart unterlassen würdest.......ihr könnet auch wieder nach Hause gehen.....ich denke, wir kommen auch allein klar." Er schloss das Fenster und flog zu Methos Buchladen, ohne Michael eines Blickes zu würdigen.
Malus lag dort immer noch in Methos Armen und war noch nicht wieder bei Bewusstsein.
Raphael lief durch das Zimmer zu Malus, setzte sich neben ihn und sah Methos an. "Was ist passiert? Was hate er gemacht......warum tut er sowas?" den letzten Teil flüsterte er leise und strich über Malus Wange, Tränen liefen ihm die Backe hinunter. Gabriel würdigte er keines Blickes.
"Er hat sich gegen eine Wand geworfen. Ich weiß nicht warum er sich so aufregt." "War etwas los während ich weg war, Gabriel?"
"Nein, Michael, keine Sorge. Wie du siehst, schläft der Dämon noch.." sagte Gabriel. "Er heisst Malus..." fauchte Raphael. "Und er ist ohnmächtig.......und ihr beide könnt gehen......er braucht sich nicht opfern um meinetwillen.......und ich komme nicht mit zurück."
"Er aht sich gegen eine Wand geworfen. Ich weiß nciht warum er sich so aufregt." "War etwas los während ich weg war, Gabriel?"
"Nein, Michael, keine Sorge. Wie du siehst, schläft der Dämon noch.." sagte Gabriel. "Er heisst Malus..." fauchte Raphael. "Und er ist ohnmächtig.......und ihr beide könnt gehen......er braucht sich nicht opfern um meinetwillen.......und ich komme nicht mit zurück."
Langsam schlug Malus die Augen auf. "Aber du musst gehen...", er griff nach ihm und zog ihn fest an sich.
"Nein....ich gehe nicht....ich will nicht und ich werde nicht..." sagte Raphael und legte die Arme um Malus."Ich möchte mit dir zurück....mich zu dir ins Bett legen und dir all das sagen, was ich dir bisher nicht gesagt habe..." wisperte er leise.
Der Dämon schloss die Augen. "Gut, dann tun wir das." Vorsichtig stand er auf. "Ich...ich hätte euch nicht rufen dürfen", meinte er leise und strich durch Raphaels blondes Haar. "Ich wollte nur einem Freund einen Gefallen tun."
"Ja.....und deswegen möchte ich euch auch bitten, wieder zu gehen. Wir kommen klar....." sagte Rapahel zu Michael. Gabriel hatte er während der ganzen Zeit nicht angesehen......er konnte es einfach nicht, er hatte Angst, es würden zuviel Gefühle auf ihn einstürmen.....Gefühle, die er geistig schon längst abgelegt, aber aus dem Herzen noch nicht so ganz verbannt hatte.
"Komm", Michael drehte sich um, "ich wusste doch das etwas komisch daran war das jemand uns so gerufen hat."
Gabriel erhob sich mit einem Seufzen und strich dabei Raphael über den Rücken. "Wenn du uns brauchst Kleiner...dann ruf uns........Michael und ich sind für dich da.......wir sind doch wie Brüder. Und komm bald nach Hause." Dann wandte er sich ab und folgte Michael nach draußen. Raphael bekam eine leichte Gänsehaut ob der Berührung und drückte sich fester an Malus. Noch immer rannen Tränen über seine Wangen, aber jetzt waren es eher Tränen der Erleichterung....das sich die Erzengel zurückgezogen hatten.....und auch, das ihm Gabriels Berührung lange nicht mehr so viel bedeutet hatte wie früher. "Ich will gehen, Malus......" schniefte er leise.
"Ja, aber gib mir einen Moment", er schwankte leicht beim stehen. "Du schuldest mir eine Erklärung!"
"Ich erzähl dir, was du wissen willst.......aber nicht hier.......das kann ich nicht..." sagte Raphael leise, wischte sich mit dem Ärmel über die Augen.
"Ja, gehen wir zu mir."
Raphael nickte, ging dann zu Methos und drückte sich an ihn. "Lass bitte nie wieder zu, das er solche Dummheiten macht......." Er lächelte leicht und ging zu Malus. "Fliegen wir? ich nehme dich an die Hand......"
Malus nickte nur und rieb sich sein Kinn, an dem er geschlagen worden war. "Naja, ich kann nur gleiten, aber wenn du mir hilfst."
"Sicher...deswegen frage ich ja, ob du meine Hand nehmen willst.." sagte Raphael mit einem Lächeln, ddas absolut echt und freundlich war.
Malus jedoch lächelte nicht, immer noch sah er eine große Lüge. Und er sprach kein Wort mehr, ging in seiner Wohnung bloß schweigend ins Schlafzimmer.
Raphael folgte ihm kleinlaut und setzte sich au die Bettkante. "Es tut mir leid, das ich dir nicht die Wahrheit gesagt habe.........aber für mich ist es einfacher, mir einzureden, ich dürfe noch nicht nach Hause. Ich schiebe so meine entgültige Entscheidung hinaus..." sagte er leise. "Und das ist mir das liebste im Moment....."
"Du wolltest dich neben mich legen und es mir erzählen", stellte er kühl fest. Malus war verletzt und das verstand er selbst nicht.
"Entschuldige.....ich wusste nicht, ob du das noch willst..." Raphael streckte sich zögernd auf dem Bett aus, drehte sich auf die Seite und sah Malus an. "Warum tust du sowas für mich? Bietest dich an für mich.......wie kannst du dein Leben für mich opfern wollen? Und dann ausgerechnet Gabriel..."
"Weil ich nicht mehr nach Hause kann und der Tod ein akzeptabler Tausch wäre", meinte er leise und versuchte zu lächeln. "Ich hab mich nicht für dich opfern wollen, sondern ganz allein für mich." Es war eine Lüge, aber das war ihm egal.
"Du schwindelst, Malus....." sagte Rapahel leise. "Um dich töten zu lassen, musst du nicht Gabriel anrufen..." Der Engel strich sich durch die Haare und seufzte leise. "Gabriel...." sagte er fast andächtig. "Ich hab dir nicht die Wahrheit gesagt, das tut mir leid.......Freunde sollte sich nicht anschwindeln. Ich könnte schon längst nach Hause..........aber ich will nicht......ich hab da oben nichts mehr. Gabriel, den ich geliebt habe, liebt Michael......für mich ist da kein Platz."
"Erzählst du mir von dort?" er schloss die Augen und schmiegte sich leicht an den Engel neben sich.
Raphael schloß die Augen und wie von selbst glitt seine Hand durch Malus Haar. "Es ist hell........das Licht ist hell, aber nicht grell, sondern angenehm warm. Die Erzengel leben in Nähe zu Gott.....die anderen haben sich verteilt, etwas wie kleine Dörfer geschaffen. "
"Hell? Ist es auch warm da?" er streckte seine Hand in den Himmel. "Sehr schön?"
"Das Licht wärmt uns......es ist wie eine Hülle...." Raphael lächelte in Gedanken. "Kannst du dir vorstellen, das mich nichts nach Hause zieht? Ich bin hier unten zufrieden......ich kann sagen und tun, was ich will......kann meine Meinung äussern..."
Der Dämon streckte seine Hand immer weiter zum Himmel, als zögen ihn diese Gedanken einfach nur an.
Rapahel schwieg und strich abwesend durch Malus Haar. "Du kannst mich nicht verstehen...du willst nichts sehnlicher als nach Hause und kannst nicht....und ich kann und will nicht..."
Malus sah ihn an und sein Blick war voller Grauen. "Nein, ich will...ich will sehen wie es dort", er deutete zum Himmel. "...ist..."
Raphael öffnete die Augen und wandte den Kopf, um Malus ansehen zu können. "Ich würde dich ja mit nach oben nehmen.....aber wenn ich zurückgehe, wüssten das Gabriel und Michael sofort.......und denen solltest du nicht begegnen........sie haben keine Ahnung..." murmelte er leise.
"Und wenn ich es nur einmal gesehen habe...ich weiß nicht", er schloss die Augen. "Ich verstehe mich selbst nicht mehr."