Gawain war einsilbig und er schenkte dem leisen Geplauder der Menschen kaum ein Ohr. Doch er hörte etwas anderes. Die Glocke läutete zur Messe. Schwatzend und mit den Sessel rückend, erhob sich die Angelsachsen und eilten zu der kleinen Kapelle. Wie Gawain schon erwähnte hatte, passte grade mal die Normannen rein. Die Angelsachsen blieben davor stehen und lauschten den Worten des normannischen Priesters. Gut, sie verstanden eigentlich nichts. Aber sie konnten es sich denken. Schließlich wurde die Messe ja nicht in der Landessprache sondern in Latein abgehalten. So war es üblich und so würde es auch weiter sein.
Gawain hatte nicht übertrieben. Die Messe dauerte in der Tat über zwei Stunden und danach dröhnten dem Angelsachsen die Ohren - der Priester war echt ein ziemlich lauter Prediger.
Die Sachsen wollten sich eben wieder an ihre Arbeit machen, da kam Guys Verwalter zu ihnen und befahl ihnen sich im Hof zu sammeln. Gawain ließ sich von der Masse mitziehen und zu seiner Überraschung waren dort die anderen Angelsachsen versammelt ......

Guy war nur widerwillig zur Messe gegangen, aber bevor Pater Robert ihn nötigte, hatte er in den sauren Apfel gebissen. Er verfluchte sich selbst, als er sich dabei ertappte, wie er verstohlen nach Gawain Ausschau hielt, was natürlich Blödsinn war.....in der Kapelle waren nur Normannen, sonst hatte ja niemand Platz. Der Normanne dankte Gott auf Knien und diesmal besonders inbrünstig, das es so eng war, das man stehen musste...zwei Stunden hätte er sitzend nicht ausgehalten. Der Angelsachse hatte ganze Arbeit geleistet und Guy hatte jede Minute genossen, wie er mit einem kleinen verstohlenen Grinsen feststellen musste.
Nach der Messe ging der Normanne sofort zurück auf sein Zimmer, schenkte dem Essen, das dort auf dem Tisch stand keinen Blick, sondern trat ans Fenster und hörte zu, wie Hubèrt den Angelsachsen seine Entscheidung verkündete.
Gleich darauf ging die Tür auf und Pierre platzte ungefragt herein. "Bist du wahnsinnig?" kam es atemlos von dem Flachsblonden. "Nein, eigentlich nicht.....zumindest denke ich das nicht. " Guy drehte sich um und sah Pierre hochmütig an. "Was denkst du dir dabei? Wer wird die Arbeit machen?" "Es werden nicht alle gehen....es werden genug dableiben, die arbeiten werden, um essen zu können....du musst dir nicht die Hände schmutzig machen."
Pierre schüttelte nur den Kopf. "Dieser verdammte Angelsachse hat dir wohl das Hirn aus dem Kopf gevögelt..." zíschte er und lief hin und her, blieb stehen und betrachtete die Kerben im Bettpfosten. "Was ist denn das?" fragte er irritiert. "Kerben.." erwiderte Guy trocken. "Gawain und ich hatten die Befürchtung, das wir den Überblick verlieren würden und haben Kerben geschnitzt..." Pierre starrte Guy an und klappte den Mund wieder zu. "Du bist verrückt......eindeutig hat er dir das Gehirn rausgevögelt." "Verschwinde Pierre.....und stell nie wieder meine Entscheidungen in Frage. Ich kann sie guten Gewissens rechtfertigen.....vor mir, meinem Vater und vor Gott."
Guy wies auf die Tür und der Flachsblonde verließ das Zimmer. Dann wandte sich der Normanne wieder dem Fenster zu, aber die Masse schien sich schon zerstreut zu haben.

Ganz so zerstreut hatte sich die Masse nicht. Guy konnte die Menschen nur nicht sehen. Die Angelsachsen hatten sich in ihrer Unterkunft versammelt und besprachen sich. Immer wieder sahen sie verstohlen zu ihren ehemaligen Herrn. Galt die Amnestie auf für ihn? Der Verwalter hatte nichts anderes gesagt. Alle sollten sie frei sein und allen stand es frei zu gehen, oder hier zu arbeiten.

Sie wandten sich an Gawain. Was sollten sie tun? Der Rotblonde versprach ihnen, sich um sie zu kümmern. Er würde mit Hubért einen gerechten Lohn aushandeln, denn ohne den brauchten sie nicht hier zubleiben. Schließlich entschieden sich die Angelsachsen fast geschlossen zu bleiben. Nur ein paar junge Männer, wollten zurück zu ihren Familien. Zu lange waren sie schon von ihren Lieben getrennt gewesen.

Gawain begleitete sie bis zum Burgtor und sah dem Dutzend dann nach. Sein Herz zog sich zusammen und er schlich in seine Kammer. Hinter ihm fiel die Tür ins Schloss und er warf sich auf seine Bettstatt. Es stand ihm frei zu gehen. Wieso tat er es nicht? Er hatte den Geruch der Freiheit genau gerochen, als er im Torbogen stand. /Feigling. Weichei./ verfluchte er sich und zog sich die Decke über den Kopf.

Guy war die ganze Zeit unruhig in seinem Zimmer herumgelaufen, hatte hin und wieder aus dem Fenster gesehen und war mit einem Mal wie erstarrt stehen geblieben. Da war Gawain.....und er lief mit einigen anderen Männern auf das Burgtor zu. Dem Normannen zog sich der Magen zusammen und eine Eiseskälte befiel ihn. Bitter lachte er auf und wandte sich dann ab, warum hatte er auch gedacht, das dieser verfluchte Angelsachse das machen würde, was er gesagt hatte.....das er bleiben würde, wenn er ihm einen Grund gab? Nun, anscheinend hatte er ihm wohl nicht Grund genug gegeben......war er ihm wohl schon langweilig geworden? Guy war wütend.....er schmiss sich auf sein Bett und starrte die Kerben an, holte den Dolch unter dem Kopfkissen hervor und hieb wütend auf den Pfosten ein, bis die Klinge schließlich das Zeitliche segnete und abbrach. "Verdammter, verfluchter Angelsachse....." Guy hatte in seinem Zorn gar nicht bemerkt, das die Tür zum Nebenzimmer in Schloss gefallen war. Er fluchte und tobte weiter, trat mit Genuss einen Stuhl durchs Zimmer und ließ sich schließlich völlig erschöpft auf sein Bett fallen, vergrub den Kopf in den Armen.



Der Angelsachse hörte das Toben im Nebenzimmer sehr wohl, doch Gawain dachte nicht im Traum daran nachzusehen, was den Normannen schon wieder so in Wut gebracht hatte. Nachdem sich sein eigener Aufruhr gelegt hatte, verließ er seine Kammer wieder.
Sein Weg führte ihn zu Hubért, dem Verwalter, so wie er es seinen Leuten versprochen hatte. Und die Verhandlungen mit dem Normannen dauerten lange. Der Alte war gewitzt und feilschte um jeden Silberling und jede Mahlzeit .....

Guy bekam von alledem nichts mit, er war irgendwann eingeschlafen und wachte erst gegen Spätnachmittag wieder auf. Seine Laune hatte sich nicht gebessert, nur war er jetzt nicht mehr wütend sondern niedergeschlagen. Der Normanne musste zugeben, das er die Gespräche mit Gawain vermisste, das Geplänkel und die Zärtlichkeiten sowieso. Er saß auf einem Sessel in seinem Zimmer, starrte das Essen an, das man ihm frisch gebracht hatte und hatte nicht mal Lust, Pierre zu antworten, der im Zimmer stand und ihm alle möglichen Sachen an den Kopf warf, die Guy überhaupt nicht registrierte. So bekam er auch nicht mit, das der Angelsachse Verwandlungen mit Hubért führte, für ihn war der gegangen.
Nach einer Weile hatte der Normanne die Schnauze voll und schmiss einen Krug mit Wasser nach dem Flachsblonden, damit er das Zimmer verließ, was dieser mit hasserfüllter Miene tat. Guy seufzte und griff nach dem anderen Krug.....er enthielt Bier und genau das brauchte er jetzt.

Nachdem Gawain und Hubért sich geeinigt hatten, eilte der Rotblonde wieder zu den Angelsachsen in der Baracke. Sie warteten auf ihn und die meisten waren zufrieden.
Schließlich ließ er es auch im Haus und den Stallungen verbreiten. Er selbst ging zurück in das Haupthaus und half Hubért bei den Haushaltsbüchern. In Mathematik war er ja immer gut gewesen. Schließlich ging auch dieser Tag zu Ende und Gawain aß in der Küche noch sein Abendbrot. Heute war die Stimmung gelöst. Fröhlich. Kein Wunder ....
Das Angebot mit den Anderen noch zu feiern, schlug Gawain aus und ging hoch in seine Kammer. Leise schloss er die Tür, zog sich die Tunika aus und krabbelte dann in seine Bettstatt. Kalt wars. Er war es einfach nicht mehr gewohnt alleine zu schlafen. Aber er würde nicht betteln. Niemals. Erschöpft fiel er dann in einen unruhigen Schlaf.

Guy war bei seinem dritten Krug Bier angelangt und da er nicht gewöhnt war, alllzuviel zu trinken, war seine Zunge schwer, desgleichen die Beine und sein Blick leicht verschwommen. Aber was sollte es, hatte ja eh niemanden zu reden, so viel es auch nicht auf. Schwerfällig erhob er sich, lief leicht schwankend in seinem Zimmer auf und ab und entschloss sich plötzlich aus einer Laune heraus, in Gawains Kammer zu gehen.....vielleicht hatte er etwas zurückgelassen. Guy wusste selbst nicht, warum er das tat, er trat an den Wandteppich und öffnete die Tür, ließ sie offen, damit der Lichtschein wenigstens etwas das kleine Zimmer ausleuchtete. Es war schweinekalt im Raum und Guy, der aus dem warmen kam, klapperte mit den Zähnen....trotz des genossenen Alkohols kroch die Kälte in seine Glieder. "Verdammter Angelsachse.." murmelte er und kam näher, blieb dann wie angewurzelt stehen, als er vor dem Bett stand. "Aber...." stotterte der Dunkelblonde und ließ sich auf die Knie nieder, er dachte, er säße einem Trugbild auf. "Du bist doch gegangen....ich habs gesehen...." Vorsichtig streckte er eine Hand aus und berührte Gawain an der Schulterm wollte sich überzeugen, das er nicht träumte.

Gawain knurrte unwillig, zog sich die Decke über seine Schultern und drehte sich zur anderen Seite. Ihm war noch immer kalt und sein Schlaf war mehr als unruhig. Im Schlaf zog er seine Knie hoch und mümmelte sich weiter in seine Decken.

Guy plumpste auf seinen Hintern und starrte ungläubig auf seine Hand, die warmes Fleisch berührt hatte. Also wohl doch kein Traum. Aber der Sachse war doch gegangen? Der Dunkelblonde verstand die Welt nicht mehr und ein Lächeln breitete sich zögerlich auf seinem Gesicht aus. Vielleicht war Gawain doch nicht nur wegen der anderen Sachsen geblieben, sondern auch vielleicht wegen ihm? Der Normanne streckte die Hand aus und rüttelte Gawain an der Schulter. "Steh auf und komm rüber.......in der kalten Bude holst du dir den Tod und ich hab keine Lust, die Pflege zu übernehmen.....Marie Claire hat die Burg schon vor Wochen verlassen, wie du vielleicht weißt." Guy sprach erstaunlich klar, seine Trunkenheit schien plötzlich wie weggewischt zu sein.

"Was?" Gawain bewegte sich unkoordiniert und rutschte automatisch zu der Wärmequelle. "Was machst Du hier?" fragte er rau, aber nicht unfreundlich. Er wusste nur nicht, wie er jetzt auf Guy reagieren sollte. Trotzdem griff er linkisch nach dessen Wange und strich darüber.

"Ich sitze auf dem Arsch vor deinem Bett und überzeuge mich, das ich nicht träume.." meinte Guy trocken. "Und der Boden ist schweinekalt, desgleichen die Bude, meine Finger sterben schon langsam ab.....und mein Hintern tut auch weh, allerdings nicht von der Kälte." Der Normanne griff nach Gawains Hand, strich mit dem Daumen über den Handrücken und erhob sich dann mühselig, versuchte das Gleichgewicht wieder zu finden. "Komm...bei mir ist es wärmer...." murmelte er und stolperte voraus, auf die Tür zu.

Guy's Bemerkung über dessen Hintern entlockte Gawain ein spöttisches Grinsen. Kurz überlegte er, doch dann stolperte er dem Normannen nach. Er pfiff auf seinen Stolz. Ihm war nämlich kalt. Gawain trottete Guy nach und blieb dann in dessen Zimmer vor dem Kamin stehen. Schön warm. Und hell. So ganz anders als seine Kammer nebenan.

"Wenn du Hunger hast, bedien dich..." murmelte Guy, als er in der Kammer angekommen war, das Essen stand immer noch unberührt auf dem Tisch vor dem Kamin und keiner hatte es gewagt, abzuräumen. Der Normanne begann, sich auszuziehen, was ziemlich chaotisch aussah, da er wirklich Mühe hatte, das Gleichgewicht zu halten.

Gawain schüttelte den Kopf. "Danke." sagte er leise. "Ich hab unten schon was bekommen." Als Guy schwankte, griff er schnell nach dem Normannen und hielt ihn fest. Gawain wurde fast schlecht, als ihm die Alkoholfahne entgegenkam. Wieso war der Kerl besoffen? Seit Guy auf Marwell war, hatte Gawain ihn kein einziges Mal betrunken erlebt. "Ich bring Dich ins Bett." murmelte er heiser und bugsierte den Blonde in Richtung Bett.

Geht schon...." Guy versuchte, sich gegen Gawains Griff zu wehren, musste aber einsehen, das er es wohl wirklich nicht mehr so ganz allein schaffte. "Sollte lieber Wasser trinken..." murmelte er, als er endlich auf seinem Bett saß. "Und gegessen hab ich auch noch nix...hab aber auch keinen Hunger...." Der Normanne ließ sich nach hinten fallen und schloss die Augen, seufzte leise. Nach einem Moment öffnete er sie wieder und sah Gawain an. "Ich habe gedacht, du bist weg." stellte er tonlos fest.

Unschlüssig setzte Gawain sich auf die Bettkante und sah zu Guy hinunter. Eigentlich hatte er ja Mitleid mit dem Betrunkenen. Schließlich erhob er sich wieder, öffnete die Verschnürung von Guy's Hose und zog sie ihm hinunter. "Ich bin aber noch da. Enttäuscht?" meinte er leise und befreite Guy auch von seinen Schuhen.

"Nein.....nur verwundert. Nach gestern war ich davon überzeugt, du würdest gehen.." Guy hob sich etwas an, um es Gawain leichter zu machen, ihn auszuziehen. "Ich bin durcheinander....und betrunken bin ich auch..." murmelte er dann und griff nach dem Sachsen, strich ihm über den Arm.

"Du bist sturzbesoffen." meinte Gawain und zog Guy weiter aufs Bett, legte ihn um und deckte ihn zu. Er selbst ging zum Kamin und legte noch etwas Holz nach, ehe er zu Guy ins Bett krabbelte und sich neben ihn legte. "Wieso hast Du getrunken? Seit Du hier bist, hab ich Dich nicht betrunken gesehen."

"Normalerweise trinke ich auch nicht..." murmelte Guy und drehte sich mit dem Rücken zu Gawain, druckste etwas verlegen herum, bevor er nuschelte: "Mir war heute danach.....ich wollte nichts mehr sehen und hören.....und nicht mehr denken.."

Er gab sich damit zufrieden. Wenn Gawain ehrlich zu sich selbst war, dann wollte er es auch gar nicht so genau wissen. "Du bist ein Narr, Guy." murmelte er leise und nahm den Normannen sanft in den Arm. Hoffentlich kotzte der ihn nicht. Das fehlte noch.

"Das hast du gestern schon gesagt....und wenn ich wieder in Form bin, werde ich dich dafür zur Rechenschaft ziehen..." knurrte Guy und schmiegte sich an den warmen Körper hinter ihm. "Ich bin kein größerer Narr als du...."

"Natürlich Guy." stimmte Gawain grinsend und nicht wirklich ernstgemeint zu. Der Andere sah ihn ja nicht grinsen. Der Rotblonde zog die Decke noch ein Stück hoch und küsste Guy auf die Schulter. "Schlaf jetzt. Du wirst morgen einen furchtbaren Brummschädel haben."

"Du glaubst mir nicht...ich kanns hören..." grummelte Guy und gähnte verhalten. "Kann sein.....aber es wars wert....." murmelte er noch, griff nach Gawains Hand und hielt sie fest, ließ sie auch nicht los, als er kurz darauf tief und fest eingeschlafen war.

Gawain kuschelte sich an Guy's Rücken und seine Lippen strichen noch ein wenig kosend über dessen Nacken. Aber Guy war ja bereits eingeschlafen. Irgendwann übermannte auch ihn die Müdigkeit und Gawain glitt in einen zufriedenen, tiefen Schlaf.

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Als er am nächsten Morgen wieder erwachte, lagen sie noch immer so wie am Abend zuvor. Außer, dass sich sein Bein zwischen denen von Guy geschwindelt hatte. Schlaftaumelig zog er es ein wenig an und knurrte wohlig in Guy's Nacken.

Guy grummelte leicht und drängte sich näher an diese verführerische Wärme, öffnete dann vorsichtig ein Auge und schloss es gleich wieder.......sein Kopf sagte ihm, das es keine gute Idee gewesen war. Etwas drückte in seinem Schritt und der Normanne brauchte eine Weile, um zu registrieren, das es Gawains Bein war......seine Hand tastete suchend hinter sich und strich über dessen Gesäß, packte zu und drängte sich näher heran.

Es dauerte ein wenig, bis Gawain die Hand des Normannen richtig spürte. Immerhin war er selbst ja noch vollständig angekleidet, während er Guy am Abend ja bis auf die Unterwäsche ausgezogen hatte. Im Halbschlaf knurrte Gawain abermals und seine Hand, die über Guy's Bauch lag, begann unbewusst zu wandern und zu streicheln.

Guy murrte leise, es war nur halb so gut, Gawain zu spüren, wenn dieser angezogen war. Er begann, so gut es ging, an dem Hemd des Sachsen zu zupfen, während die Hand auf seinem Bauch ihm schon wieder Schauer über den Rücken jagte. Der Normanne knurrte unwillig, das ging nicht so, wie er es sich vorstellte. "Ist dir nicht warm?" murmelte er und begann, stärker an Gawains Hemd zu zerren.

"Naja ..." nuschelte Gawain fast unverständlich und löste sich dann von dem Normannen. Er zog sich das Hemd über den Kopf und kuschelte sich sofort wieder an den Rücken des Älteren. "So gehts auch." brummelte er in dessen Nacken und küsste diesen sacht. Dabei glitt seine Hand wieder über Guy's Bauch und kraulte sich am Nabel entlang.

Guy seufzte zufrieden und griff sofort wieder zu, als er Gawain hinter sich spürte, schnurrte wohlig über die Küsse im Nacken. "Du hast ja noch deine Hose an..." grummelte der Normanne enttäuscht, als er Stoff unter seinen Fingern spürte. "Da spür ich ja gar nix.."

Der Rotblonde nahm seine Hand von Guy und fasste an die Verschnürung seiner eigenen Hose. Geschickt zog er sie auf und strampelte sich dann die Hose runter. "So besser?" murmelte er fragend und presste seinen Schritt gegen Guy's Hintern.

"Hmm..." murmelte Guy bestätigend und ließ seine Hand über die Rundung von Gawains Hintern wandern. "Viel besser....." Der Normanne drängte sich dem Sachsen entgegen und löste sich dann urplötzlich von ihm. "Lauf mir nicht weg.....ich bin gleich wieder da.." Er stieg aus dem Bett und zog sich seine Hose über. "ich muss raus...sonst passiert ein Unglück. " Guy schmiss sich sein Hemd über und machte sich auf dem schnellsten Weg in Richtung Abort, wo er sich erst mal erleichterte und sich am Brunnen das Gesicht wusch und den Mund gründlich ausspülte. Zurück in seinem Zimmer, legte Guy einen Scheit in die noch glühende Asche, trat dann vor sein Bett und blieb stehen, sah Gawain einfach nur an.

Erstaunt und auch grinsend hatte Gawain dem Normannen nachgeschaut. Doch dann hatte er das große Bett ganz in Beschlag genommen und sich darauf ungeniert ausgebreitet. Gawain lag auf dem Rücken als Guy zurückkam, hatte ein Bein angewinkelt und sah den Normannen fragend an. "Was ist?"

"Du bist ja immer noch in der Unterhose...." maulte Guy leise und sah den anderen von oben bis unten an. "Und du wirst langsam fett...." neckte er "soviel Platz wie du beanspruchst..." Der Normanne zog seine Unterhose aus und drängte sich rücksichtslos zurück ins Bett.

"Muss man ausnutzen, wenn man einmal so ein Bett für sich alleine hat." gab Gawain zurück und musterte Guy ungeniert, während sich dieser nun völlig nackig machte. Der Rotblonde hob seine Hüften sinnlich. "Du kannst ja was dagegen tun." raunte er heiser.

Guy hob die Augenbraue und sah Gawain fragend an. "Hm...soll das etwa heißen, das ich dir deine Unterhose ausziehen soll? Oder soll ich was gegen deine Fettpölsterchen tun?" neckte er und richtete sich auf, griff nach Gawains Unterhose und zog sie mit einem Ruck hinunter. "Man könnte beides verbinden......zum Beispiel." setzte der Normanne hinzu und ließ die Hose über den Bettrand segeln, bevor er sich auf den Sachsen stürzte und dessen Mund mit seiner Zunge eroberte.

Der Rotblonde wurde um eine schlagfertige Antwort gebracht, denn der Normanne eroberte rücksichtslos einen Mund. Gawain knurrte wohlig und er schob seine Hüften immer wieder gegen Guy. Es tat so gut, das Gewicht des anderen auf sich spüren zu können.

Guy plünderte rücksichtslos Gawains Mundhöhle, es war so gut, den Geschmack des anderen wieder zu haben.....er hatte wirklich gedacht, nie wieder in diesen Genuss zu kommen. Keuchend löste der Normanne den Kuss, als er Luft holen musste und sah dem Sachsen in die Augen, seine waren dunkler als sonst und tausend verschiedene Emotionen spiegelten sich darin, von Wut bist Lust war alles darin zu erkennen. "Du bist so ein verdammter sturer Hund..." murmelte Guy, bevor er sich ausgiebig dessen Hals widmete, daran herumknabberte.

"Ich weiß." keuchte der Rotblonde auf. Seine Hände hatten sich in Guy's Hintern gekrallt und er presste seinen Schritt hart gegen den des Normannen. Seine schon leicht erwachte Männlichkeit rieb gegen den Schritt von Guy. "Aber Du willst es nicht anders. Gibs zu." knurrte er noch, bevor sich ihre Zungen wieder zu einem wilden Spiel fanden.

„Ich geb gar nichts zu..." knurrte Guy, als er den Kuss wieder löste und sich dafür in Gawains Halsbeuge verbiss. "Ich werd mich hüten..." nuschelte er und leckte dann mit der Zungenspitze über die rote Stelle. Sein Unterleib schob sich ungeduldig gegen den des Sachsen und das Pochen seiner erwachenden Erregung ließ seinen Brummschädel vergessen.

Seine Hände schoben sich zwischen sich und Guy. Ohne die Männlichkeit des Anderen zu berühren, begann der Rotblonde das feine, blonde Schamhaar des Normannen zu kraulen. "Wer wird denn gar so ungeduldig sein." murmelte er heiser und warf den Kopf zurück.

"Ich hab was nachzuholen...." murmelte Guy und stöhnte leise, als er Gawains Hand spürte. Seine eigene neckte die Brustwarzen des Sachsen, strich dessen Arme entlang und seine Lippen knabberte an dem Kinn des Rotblonden. "Außerdem bin ich ein ungeduldiger Mensch....das weißt du doch.."

"Das .... ist ... aber ... keine .... Tu---gend." stöhnte Gawain lustvoll. Sich unter Guy windend, umfasste er die pochende Männlichkeit des Normannen und rieb die Spitze gegen die Spitze seines eigenen Gliedes. Mit der anderen Hand streichelte Gawain neckisch über die Wirbelsäule und Pobacken Guy's.

"Mir egal....." knurrte Guy rau und wanderte mit seinen Lippen Gawains Körper entlang nach unten, entzog sich diesem so. Seine Hände stützten sich auf die Hüften des Sachsen, sein Mund senkte sich über dessen Erregung und umschmeichelte sie mit Zähnen und Zunge.

Der Größere schnappte nach Luft, als er Guy's heißen Atem über seiner Erregung fühlte. "Guyyy." quietschte er auf. Doch dann überließ er sich dem erregenden Gefühl. Kurz hatte er sogar die Kraft sich auf seine Unterarme aufzustützen und Guy dabei zuzusehen, wie dieser an seiner Männlichkeit saugte, sie umschmeichelte und reizte. Lange würde er das nicht durchhalten. Schon jetzt hatte sich seine Erregung völlig verhärtet und war fast am Platzen.
Seine Hüften oben und senkten sich, ohne dass er es wollte und er stieß dem Dunkelblonden seine Erregung immer wieder in den Mund. "Ich ... halt ... das ... nicht ... lange .... aus ... Guuuuy." kam es stockend über seine trockenen Lippen.

Guy ließ von Gawains Erregung ab, hob den Kopf und sah ihn an. "Mir auch egal..." grinste er und legte die Hände fester auf Gawains Hüften, während er fortfuhr, dessen hartes Fleisch mit dem Mund zu verwöhnen. Eine Hand löste er nach einer Weile, kraulte über die Hoden des Sachsen und strich über dessen Damm, massierte dessen Rosette und ließ vorsichtig einen Finger eindringen.

"Mir auch." stöhnte Gawain und seine Stimme hatte etwas Leidendes an sich. Ohne Rücksicht auf Verluste stieß er weiter in das heiße Reich vor. Als er dann noch Guy's Finger spürte, spannte sich sein Körper an und er vergoss sich mit einem lauten Schrei in der so lustvollen Hitze. Zitternd fiel Gawain in die Kissen zurück und krallte sich in die Laken. Sein ganzer Körper bebte und sein Anus verengte sich immer wieder um den Finger des Normannen ....

Guy spürte, wie sich Gawain anspannte und sich ergoss, er schluckte und verwöhnte das Glied des anderen weiter, entließ es erst aus seinem Mund, als es merklich erschlaffte. Der Normanne küsste sich den Bauch entlang, zog seinen Finger zurück und wischte ihn am Laken ab, bevor er sich über Gawain beugte und ihn küsste, ihn seinen Geschmack kosten ließ.

Sobald er Guy „herannahen spürte, zog Gawain ihn in seine Arme und erwiderte den Kuss leidenschaftlich. Er war zwar gekommen, aber seine Leidenschaft war deswegen noch immer nicht gestillt. Die Hitze loderte weiter in seinem Inneren und drohte ihn zu verbrennen. Der Geschmack seines eigenen Samens machte ihn dabei noch mehr an und er klammerte sich zittrig an Guy.
Gawain schlug die Augen auf und sah Guy an. Er hielt den Normannen fest umschlungen und streichelte dessen Hintern. „Mach irgendwas Guy. Mir egal, was ... Es verbrennt mich ....

Guy erwiderte den Blick, seine Augen funkelten und er küsste Gawain erneut, wild und leidenschaftlich. Sanft drängte er sich zwischen die Beine des Sachsen, winkelte diese an und massierte mit den Fingern dessen Rosette. "Dreh dich um..." murmelte der Normanne nach einer Weile leis eund wartete, bis Gawain seiner Aufforderung nachkam. Er zog den anderen auf die Knie und knabberte an dessen Nacken, küsste sich die Wirbelsäule entlang nach unten und glitt mit der Zunge durch die Pofalte Gawains.

Wie im Rausch folgte der Angelsachse Guy's Aufforderung. Reckte ihm seinen Po entgegen und vergrub sein Gesicht in den Kissen. Als er die schmeichelnde Zunge spürte, schrie er seine Lust in die Kissen und krallte sich in den Laken fest. Sein Herz raste und alles schrie in ihm. Er wollte genommen werden und die Härte des anderen fühlen. Sich fallen lassen und sich ganz der Lust hingeben die ihn mit Guy verband. Verlangend ließ er sein Becken kreisen und getraute sich nicht den Kopf zu heben um nach hinten zu sehen. Er wusste, dass ihn der Anblick nur noch mehr anmachen würde.

Guy widmete sich voll und ganz Gawains Hintern, ließ sich nicht stören und ignorierte seine eigene Erregung, die wie wild pochte. Langsam leckte er mit der Zungenspitze über die Rosette, zog die Falte mit den Händen noch weiter auseinander, um Platz zu haben. Der Normanne befeuchtete den Eingang ausgiebig, ließ die Zungenspitze eintauchen und zog sich dann zurück, kniete sich hinter Gawain und drängte die Spitze seines Glied gegen den Anus des Angelsachsen.
"Soll ich?" fragte er mit rauher Stimme und strich mit den Fingerspitzen über Gaws Schritt.

War Guy's Zunge schon so unglaublich erregend gewesen, so war die zuckende Spitze der nackte Wahnsinn. Gawain spürte, wie sich seine eigene Erregung wieder aufrichtete und mit Blut füllte. Fahrig griff er nach Guy's Hand und legte sie um sein pochendes Fleisch. "Komm ..." hauchte er verheißungsvoll und ließ seinen Po über Guy's Härte reiben. Eine unmissverständliche Aufforderung, dass der Normanne es endlich machen sollte. Gawain griff nach hinten und zog Guy zu sich, bis dessen Spitze leicht in ihn drang. Aber so wollte er es nicht. Und deswegen stieß er seinen Hintern heftig zurück und stöhnte dabei laut auf.

Guy stöhnte laut auf und folgte Gawains unmissverständlicher Aufforderung liebend gerne, seine eigene Härte brachte ihn beinahe um und er stieß heftig in den Sachsen, als dieser ihm entgegenkam. Keuchend hielt er inne, nur um gleich darauf die Hände auf Gaws Hüften zu legen und einen harten Rhythmus anzuschlagen. gleichwohl wissend, das er diesen nicht lange würde durchhalten können.

Er stemmte sich Guy entgegen. Mehr noch - Gawain beantwortete jeden Stoß mit einem Gegenstoß. Die Anstrengung ließ ihm den Schweiß ausbrechen; Gawain griff nach seiner eigenen Härte und stieß in seine eigene Faust. Keuchend, stöhnend und jammernd konnte er nicht anders, als diesen heftigen Akt zu genießen. Als Guy immer wieder seine Prostata reizte und mit seinen heftigen Stößen stimulierte, verbiss sich Gawain in einen Polster. Brüllte seine Lust heraus und verströmte sich ein weiteres Mal. Sein Glied pochte wie wild in seiner eigenen Hand und seine Rosette zog sich fest zusammen.

Guy schrie auf, als Gawain sich um ihn herum verengte, er stieß noch einmal heftig zu und ergoß sich Sekunden später so heftig, das er dachte, er müsse auf der Stelle sterben. Sein Herz raste und seine Beine zitterten, er sackte etwas zusammen und strich Gawain über den Rücken. Schließlich löste der Normanne sich von dem Rotblonden, ließ sich neben ihn fallen und griff nach der Hand, mit der sich Gaw selbst Lust verschafft hatte. Er leckte darüber und keuchte abgehackt: "Du schmeckst verdammt gut, Gaw...."

Gawain hingegen war sprachlos. Er war nicht in der Lage auch nur irgendwas zu sagen. Völlig ausgepumpt und erschöpft kroch er zu Guy und kuschelte sich an den ebenso erhitzten und überdrehten Körper. Seine Körpersprache war aber eindeutig. Gawain war jetzt nach kuscheln und er wollte die Nachwehen ihrer Erfüllung ganz nah an dem Normannen erleben. Mit ihm erleben. Das schweißnasse Haar klebte in seinem Gesicht und er sog den Geruch ein, der sich nun im Zimmer befand. Er war zufrieden, befriedigt ... und glücklich.

Guy schlang seine Arme und ein Bein um Gawain und zog ihn so dicht an sich heran, wie es nur ging. Er war glücklich, das der andere bei ihm war und erschöpft. Leicht streichelte er ihm übers Haar und seufzte zufrieden, vergrub die Nase in der Halsbeuge des Angelsachsen. "Ich bin froh, das du da bist..." murmelte der Normanne leise und ohne groß darüber nachzudenken, er sprach einfach aus dem Bauch heraus.

"Ich auch." wisperte Gawain und schloss die Augen. Er hatte im Moment nur mehr das Bedürfnis ein wenig zu schlafen. Dicht an Guy gekuschelt in der Gewissheit, dass der Normanne da war und ihn halten würde. Aber ging das ? Er musst eigentlich aufstehen und zu Hubért gehen. Der alte Mann wartete sicher schon auf ihn.

Guy kraulte Gawains Nacken und zog die Decke über sie beide. "Schlafen wir noch ein bisschen....immerhin bist du jetzt ein freier Mann und musst nicht schon früh morgens parat stehen..." murmelte der Normanne und küsste den Rotblonden aufs Ohr. "Hubért soll warten.....ich entschuldige dich...."

Gawain knurrte wohlig. Er klammerte sich weiter an Guy. Er wollte die Wärmequelle keinesfalls verlieren. "Dann macht der Herr von Marwell heute auch ein wenig blau?" neckte er den Normannen.

"Wie du sagst.. ich bin der Herr. Ich kann machen was ich will. Und wenn ich beschließe, das Bett mir dir heute nicht mehr zu verlassen, dann werde ich das auch durchziehen.." murmelte Guy und seufzte wohlig, schloss die Augen. "ich hab gestern sowieso nicht richtig schlafen können...." nuschelte der Normanne leise.

"Kalt wars. Ich hoff nur, dass ich mir keinen Schnupfen geholt hab." maulte Gawain und schnupfte mal mitleidserregend. Mit seinen noch immer ziemlich grünen Augen guckte er zu Guy, um zu sehen ob sich dieser davon beeindrucken ließ.

"Bei mir war es auch kalt..." sagte Guy leise und in Gedanken versunken, musste dann aber lächeln, als er Gawain schniefen hörte. "Ich sagte dir bereits, Marie Claire ist nicht mehr da......und wenn ich dir Kräuter zusammen mische ist es nicht gesagt das die helfen...also überleg dir das mit dem Schnupfen lieber."

"Und was mach ich nun?" fragte Gawain weiterschniefend und auf ein wenig Mitleid hoffend.

"Du bist doch selbst schuld...du sturer Bock..." neckte Guy liebevoll. "Du hast unbedingt in deiner Kammer schlafen müssen...." Bevor Gawain antworten konnte, hatte der Normanne seinen Mund mit einem Kuss versiegelt. "Was kann ich machen, damit du dich besser fühlst?" fragte er dann leise und strich dem Sachsen zärtlich über die Brust.

Er genoss diesen Kuss, auch wenn er keine Gelegenheit für eine Antwort hatte. Und dann fiel ihm seine Bemerkung nicht mehr ein. "Halt mich einfach, Guy. Mehr brauch ich nicht."

"Gut..." sagte Guy schlicht und zog den Rotblonden zu sich heran, bettete dessen Kopf auf seiner Brust und kraulte seinen Nacken. der Normanne schwieg, lauschte dem Atem von Gawain und war zufrieden.....mehr wollte auch er nicht.. einfach nur nicht allein sein, einen Menschen bei sich haben, dem man nicht egal war. Jedes Wort wäre überflüssig gewesen, er wusste auch so, das der Angelsachse das gleiche wollte.

Die Müdigkeit und die leichte Erkältung schlugen jetzt bei Gawain voll zu. So wie er lag, lag er gut. Mehr als gut. Es drängte ihn zu Guy und er ließ sich in dessen Armen ganz fallen. Er merkte es nicht einmal, wie ihm die Augen zufielen und er in einen wohligen Schlaf hinüberglitt.

Guy lauschte den gleichmäßigen Atemzügen von Gawain und kraulte weiterhin dessen Nacken. Schlafen konnte er nicht, also döste er vor sich hin und hing seinen Gedanken nach. Der Normanne hoffte, das der Sachse nicht wirklich ernstlich krank werden würde.....Marie Claire wäre in dieser Hinsicht eine Hilfe gewesen, aber sie hatte solches Heimweh nach der Normandie gehabt, das er sie gehen lassen musste. Er seufzte leise......noch so ein Problem, was er nicht bedacht hatte. Seine Hand strich den Rücken Gawains entlang nach unten, fuhr die Rundung des Gesäßes nach und dann wieder nach oben.

Der Angelsachse ließ sich durch die Berührungen nicht aufwecken, aber er stöhnte immer wieder leise im Schlaf und wohlige Laute entkamen ihm dabei. Und trotz der aufreizenden Zärtlichkeiten, auf die sein Körper natürlich reagierte, war der Schlaf erholsam und als Gawain aufwachte, stand die Sonne bereits hoch oben am Himmel. Wie spät es wohl sein mochte? Sicher nach Mittag. Blinzelnd versuchte er sich im Raum zu orientieren.

Guy öffnete die Augen, als Gawain sich regte. "Na, Schlafmütze.....wieder unter den Lebenden?" neckte er leise und strich dem Rotblonden über die Schulter. Er hatte in der Zwischenzeit Frederic weggeschickt, der geklopft hatte und ihn ausrichten lassen, das Gawain heute wohl nicht so bald bei Hubért erscheinen würde. Und dann nur noch dagelegen und gewartet, das der Angelsachse wieder wach wurde. "Wie gehts dir?"

"Ausgeschlafen, zufrieden ... gewärmt. Aber hungrig." Gawain guckte in Guy's blaue Augen und er reckte seinen Kopf um Guy flüchtig küssen zu können. Er fuhr sich mit der Spitze seiner Zunge über seine Unterlippe. "Auch lecker."

Guy sah Gawain verblüfft an und begann dann, leise zu lachen. "lecker vielleicht...aber satt wirst du davon nicht werden. Ich lass uns was zu essen bringen......dann können wir gemeinsam essen. Und du kannst dir Zeit lassen....ich glaube nicht, das Hubért heute noch mit dir rechnet." Er fing die Lippen des Sachsen erneut zu einem innigen Kuss ein.

Er reckte abermals seinen Kopf und zog auch Guy's zu sich. Das Gefühl war unglaublich, das den Kuss begleitete. Er wollte mehr davon und es immer haben. Aber im Moment war der Wunsch nach Essen dann doch größer. Bedauernd, aber mit knurrendem Magen entließ er den Normannen. "Muss ich aus dem Bett derweilen oder darf ich mich weiter unter die Decke kuscheln?" fragte er verschmitzt grinsend und strich mit den Fingerspitzen über Guy's harten Bauch.

"Bleib liegen....." sagte Guy mit einem Lächeln und ignorierte die Gänsehaut, die Gawains Finger verursachten und die seinen gesamten Körper überzog. "Erst mal füttere ich dich.....und dann kriechen wir wieder ins Bett..." Er erhob sich und streifte sich seine Hose über, ging dann zur Tür und beauftragte einen herumlaufenden Normannen. ihm Essen zu bringen. Dann trat Guy wieder ans Bett und setzte sich auf die Kante. "Gleich kriegen wir was.."

Sich in Guy's Bett räkelnd sah Gawain zu seinem Liebhaber auf. "Gut ... Ich hoffe es wird reichen, denn mein Hunger ist riesengroß." Ungeniert starrte er Guy an und musterte ihn von oben bis unten. Ganz so als wäre der Normanne ein leckeres Dessert. "Ich hoffe, Hubért ist nicht verärgert." murmelte er leise und strich mit seinem Fuss an Guy's Oberschenkel entlang.

"Gefällt dir, was du siehst?" schmunzelte Guy, der die Blicke wohl bemerkt hatte und insgeheim auch genoss. "Ach, Hubért..." winkte der Normanne ab. "Der weiß Bescheid......also ist er auch nicht verärgert. Der Mann weiß, was ich für ein einnehmendes Wesen habe." Der Dunkelblonde griff nach Gawains Fuß und strich ihm über den Spann.

"Es hat mir immer gefallen." gab Gawain zu und knurrte dann leise, als Guy ihn berührte. "Du siehst jetzt besser aus, als damals." Plötzlich klopfte es an der Tür und Gawain schrak zusammen. "Hoffentlich nur das Essen und niemand der was will." grummelte er unwillig.

Guy wollte gerade etwas fragen, als es klopfte. "Nur das Essen.....alles andere wird abgelehnt.." sagte er und erhob sich, öffnete die Tür und nahm dem anderen das Tablett ab, murmelte etwas von nicht stören und schmiss die Tür zu. Der Normanne stellte das Tablett auf dem Tisch ab und ging zurück zu Gawain. "Besser? " fragte er verwundert. "Wieso besser als früher?"

Sehnsüchtig schnupperte Gawain, doch als Guy wieder vor ihn hintrat, rappelte er sich auf und rutschte zu dem Normannen. Sanft strich er ihm über die Brust und dem Bauch. "Männlicher. Härter .... Ich kanns nicht erklären." murmelte er leise und koste weiter über die Hüften ....

Guy lachte leise: "Nicht mehr so weibisch, hm?" fragte er und legte beide Hände in Gawains Nacken, beugte sich zu ihm hinunter und küsste ihn sanft. "Mir gefällt auch was ich sehe.....und es hat mir schon immer gefallen.." murmelte der Normanne an dessen Ohr, bevor er sich wieder aufrichtete.

Gawain bekam eine Gänsehaut auf den Armen. Lags an den Worten oder Guy's warmen Atem, seinen verführerischen Lippen? Egal. Es fühlte sich gut an. "Nein, da ist nichts mehr weibische." bestätigte er lächelnd und fuhr mit den flachen Hand hinunter in Guy's Schritt. Allerdings berührte die Männlichkeit nicht und strich nur sanft durch die blonden Schamhaare. "Ich hab Hunger." murmelte er ein wenig quengelig und grinste dabei.

Guy zog zischend die Luft ein, musste dann aber lachen, als Gawain zu quengeln begann. Er legte die Hände auf dessen Schulter und schubste ihn zurück. "Du hast Hunger? Warte...." schnurrte er und holte das Tablett, stellte es auf das Bett und setzte sich neben den Angelsachsen. "Bedien dich....."

Faul lag der Rotblonde nun auf den Rücken und grinste. "Hab ich da vorhin nicht was von "füttern" gehört?" meinte er unschuldig und öffnete seinen Mund. Dabei leckte er aufreizend über die Lippen und sah Guy ein wenig provozierend an.

Guy hob die Augenbraue und grinste. "Hm.. anscheinend ist dir die Freiheit zu Kopf gestiegen" neckte er und griff sich ein Stück Fleisch, biss davon ab und schob den Rest Gawain in den Mund, küsste ihn gleich darauf. "Was hab ich mir da nur für einen Liebhaber angelacht...." raunte der Normanne und griff nach einem Stück Brot, hielt es Gawain fragend vor die Nase.

Kauend und küssend war es Gawain erstmal unmöglich etwas zu antworten. Doch dann grinste er anzüglich zu Guy hoch und meinte trocken: "Einen, den Du Dir verdient hast und einem, dem Du gewachsen bist." Frech grabschte er nach dem Brot und biss genüsslich hinein - Guy nicht aus den Augen lassend.

Guy sah Gawain erst mal völlig perplex an und begann dann zu lachen, er schüttelte sich regelrecht. "Gaw....." gluckste er und wischte sich die Lachtränen aus den Augen "Da hast du sogar recht.......wir schenken uns beide nichts....und verdient? Hm, ob DU mich verdient hast, muss ich mir noch überlegen." Der Normanne griff nach der Hand des Angelsachsen, die das Brot hielt und führte sie zu seinem Mund, biss ein Stück ab. Guy sah dem anderen in die Augen und lächelte. "Ich glaube, du bist der einzige, der mich verdient."

"Ich bin der Einzige, der Dich erträgt und der mit Dir mithalten kann." prahlte der Angelsachse grinsend und sein Zeigefinger strich sacht über Guy's Lippen. Er hielt den Augenkontakt aufrecht und fragte dann frech. "War das jetzt etwa alles? Nichts mehr zu essen?"

Guy erwiderte Gawains Blick und seine Augen funkelten unergründlich. "Da hast du recht. Mir ist noch keiner begegnet, der mich nicht unterschätzt oder vor mir Angst gehabt hätte......nur du. Ich habe das vor drei Jahren schon gespürt....du hast dich nicht von mir an der Nase rumführen lassen....auch wenn du dich ein wenig tölpelhaft angestellt hast, anfangs..." grinste der Normanne und leckte sich über die Lippen, berührte dabei leicht Gawains Finger. "Hm...du hast noch Hunger? Dann sollte ich dich vielleicht wirklich füttern, sonst fällst du mir nachher um..." neckte Guy und hielt dem Sachsen ein Stück Fleisch vor die Nase.

Gawain reckte den Kopf und schnappte nach dem Fleisch. Er ließ sich wieder zurück ins Bett fallen und kaute genüsslich. Nachdem er runtergeschluckt hatte, grinste er breit. "Ich fall schon nicht um. Ich lieg doch bereits." Er konnte sich diese Feststellung nicht bemerken. Guy war heute gutgelaunt, also würde der das auch aushalten.

Guy grinste anzüglich: "Das schon...aber du weißt ja nicht, was ich noch alles mit dir vorhabe..." Der Normanne griff sich noch ein Stück Fleisch, biss selbst hinein und leckte sich das Fett von den Lippen. "Vielleicht hab ich Lust, heute mit dir auszureiten?"

"Ausreiten?" Gawain war heute echt übermütig und er stieß ein paar Mal sein Becken nach oben. "Oder doch anders?" fragte er leise lachend.

"Du bist ein freches Stück.....ich hätte dich nie freilassen sollen.." bemerkte Guy trocken und leckte sich die Finger ab, bevor er sich kurzerhand auf Gawain legte und ihn küsste. "Du sollest solche Bewegungen unterlassen, wenn ich neben dir liege....sonst komme ich auf dumme Ideen.." grinste der Normanne anzüglich, als er sich wieder löste.

Frech wiederholte er seine Bewegungen und grinste dabei übers ganze Gesicht. "Und nun? Legst Du mich in Ketten?" spöttelte der Rotblonde und räkelte sich ein wenig in den Laken.

"Sollte ich das?" Guy kniete sich über Gawain und setzte sich auf dessen Oberschenkel. "Eins kannst du sicher sein, Gaw.....wenn du mir weglaufen wollen würdest, würde ich dich anketten" Der Normanne griff mit beiden Händen nach den Armen des Sachsen und nagelte ihn unter sich fest. "Das lasse ich nicht kampflos zu..." raunte er und küsste den anderen erneut wild, knabberte an dessen Hals hinunter und biss Gawain leicht in die Halsbeuge.

"Wieso hab ich mir so was schon gedacht?" Der Angelsachse räkelte sich geschmeidig unter Guy und streckte sich ein wenig durch. "Wo willst Du eigentlich hinreiten?" murmelte Gawain und keuchte auf, als Guy ihn biss. Dafür krallte der Rotblonde sich eben in den Rücken des anderen. Ausgleichende Gerechtigkeit.

"Du kennst mich schon ziemlich gut.." raunte Guy und küsste sich zu Gawains Brustwarze hinunter, die er zwischen die Zähne nahm und leicht hineinbiss, dann wieder darüber leckte. "Du wolltest mir doch die Gegend zeigen.....oder nicht?" Fragend hob er den Kopf und sah den Sachsen an.

Hey ... Das hatte jetzt wehgetan. Gawain war zusammengezuckt und hatte sich kurz angespannt. Dann nickt er. "Ja, wenn Du möchtest. Ist nur die Frage, wo nach Dir ist? Einsamkeit und Natur? Oder Menschen ...?"

"Weichling..." neckte Guy liebevoll, dem das Zucken natürlich nicht entgangen war. Er leckte über die Warze und blies leicht darüber.
"Und wenn es danach geht, was ich möchte...beinhaltet das Ganze weder Menschen noch Natur noch Einsamkeit.....sondern lediglich ein Bett und zwei Leute darin........zumindest im Moment."

"Du bist ein Lüstling." murmelte Gawain und stöhnte danach auf. Seine malträtierte Brustwarze hatte sich aufgerichtet und bettelte nach mehr ... Zärtlichkeiten. "Aber wenn ich es mir recht überlege, dann hab ich heute keine Lust irgendwo durch die Gegend zu reiten .... Morgen vielleicht." Gawain blinzelte und strich mit seinen Händen über Guy's Hüften.

"Und wer ist jetzt der Lüstling?" grinste Guy und widmete sich wieder Gawains Brustwarze, saugte leicht daran. "ich glaube auch nicht, das du nach dem hier Lust hast, längere Strecken auf einem Pferderücken zurückzulegen..." schnurrte der Normanne und glitt an dem Körper des Angelsachse nach unten, küsste dessen Bauch und rieb aufreizend über den Schritt.

"Ich richte mich nur nach den Wünschen meines Dienstgebers." murmelte Gawain und lächelte flüchtig. Zu mehr kam er nicht, dann er musste sich auf anderes konzentrieren. Auf viel wichtigeres und auch erregenderes. "Werde ich noch an einem Stück sein, wenn Du mit mir fertig bist?" fragte Gawain leicht erregt nach und seine Augen schlossen sich ein wenig. Verengten sich zu schmalen Schlitzen und immer wieder drückte er seinen Rücken durch.

"Ich habe keine Ahnung......aber da ich dich noch brauche, werde ich mir besonders viel Mühe geben, dich nicht zu zerbrechen..." Guy grinste anzüglich und setzte sich wieder auf, strich mit den Fingern über Gawains Brust, ließ sich dann plötzlich auf die Seite fallen und sah den Sachsen an. "Wir können es natürlich auch lassen, wenn du Angst hast, kaputt zu gehen."