„Ich werde dich früh morgens aus dem Bett schmeißen und eine Runde um den Wohnwagen jagen..“ sagte Connor trocken. “Dann merk ich schon, ob du simulierst oder nicht.“ Mit einem Lächeln drückte er sich näher an Armand heran.
Das war eine Drohung... allein der Gedanke an frühes Aufstehen sorgte bei Armand für Gänsehaut und nach dieser Marathonleistung erst recht. „Wag’s und du musst mit der Retourkutsche leben, cherie…“ gurrte er lediglich zur Antwort. Seufzend zog er sich sein Kissen zurecht. Der Schlaf stand nun wirklich dicht an der Tür und verlangte mit der Vehemenz des FBI Einlaß.
„Und wie sieht die aus?“ wollte Connor wissen und knabberte an Armands Nacken. „Ach sags mir später, du schläfst ja schon beinahe.“ Er lächelte und streichelte mit dem Daumen den Handrücken des Franzosen.
„Wenn ich dir…“ ein herzhaftes Gähnen unterbrach den Schwarzhaarigen, „das jetzt erzählen, mein Hübscher, dann kannst du vor Grauen nicht schlafen.. und das wäre doch etwas gemein… findest nicht?“ er machte sich nicht mehr die Mühe die Augen offen zu halten, es war warm und behaglich und er war zu erschöpft um jetzt noch irgendetwas sagen oder tun zu wollen und zu können, binnen Sekunden war Armand eingeschlafen.
Connor schmunzelte nur, er konnte sich kein größeres Grauen vorstellen, als von Armand verlassen zu werden und das würde der Franzose nicht tun, das wusste er. Also lauschte er noch eine Weile den ruhigen Atemzügen seines Geliebten, streichelte seinen Bauch und schlief dann ebenfalls irgendwann ein...tief und fest.
Als Armand erwachte war bereits heller Tag. Er streckte sich und bereute es gleich darauf. „Nur Sport nach korrektem aufwärmen, kein marathon ohne intensives Training…“ brummte er vor sich hin.. und wie er stank.. hilfe!
So frisch verschwitzt, Sex aus jeder Pore verströmend hatte etwas animalisch erotisches aber nach… er versuchte blinzelnd zu erkennen wie viel Uhr es war und verlor… jedenfalls wenn man lange darüber geschlafen hatte dann stank man wie ein Otter. Deshalb schwang er die Beine aus dem Bett und ging – recht ungelenk – zu ihrer improvisierten Dusch. Hatten Bebanthen dabei? Hoffentlich, denn er hatte ein wundes Popöchen und das machte dann doch alles etwas unbequem.
Das kalte Wasser ließ ihn erst aufschreien… aber gleich darauf war es eine Wohltat.
Connor bekam noch nichts mit. Er genoss es, wenn er lange schlafen konnte, musste er doch oft genug früh aufstehen. Allerdings fuhr er hoch, als er Armand schreien hörte und sah sich irritiert um. Ach ja, sie waren ja in Frankreich, in einem Wohnwagen, der ihnen gehörte. „Armand? Ist alles in Ordnung, Honey?“ rief er dann gegen das Rauschen des Wassers an und gähnte herzhaft.
Unglaublich kluge Frage… gerade zu ein Anwärter auf der Hirnprinz des Jahres. Armand drehte das Wasser ab und tappte zurück in ihr Domizil wo er den Rothaarigen verstrubbelt und verschlafen vorfand... ein ungewohntes Bild… normalerweise war es Connor der zuerst wach war – wenn auch nicht immer freiwillig. Und er konnte es sich nicht verkneifen sich über ihm zu schütteln wie ein nasser Hund und damit auch die gleiche Sauerei zu erzielen und dann anschließend, umgehend, Connor zu küssen, zuerst zärtlich und dann wild und gierig.
Connor brummte unwillig und wollte etwas sagen, wurde allerdings durch den Kuss Armands daran gehindert. „Das war verdammt gemein...“ knurrte er, als sie den Kuss gelöst hatten. „Ich bin noch so verdammt verschlafen.“ Con rieb sich über die Augen und gähnte nochmal herzhaft. „Wie ist es draußen? Warm, kalt? Sonnig?“ Er war heute morgen wirklich noch nicht sonders intelligent.
„Gemein?“ verwundert und neckend hob Armand die Brauen, „Was… war denn so besonders gemein?“ hakte er nach, aber ließ seinem Lover keine Zeit zu antworten, beugte sich statt dessen über ihn und küsste ihn abermals verlangend. Was sollte das, er wurde hier angegähnt… tsktsktsk. Erst als er wirklich keine Luft mehr hatte ließ er von dem überrumpelten Connor ab. „Oder ist es vielleicht gemein daß ich ausnahmsweise früher wach bin als du?“ er grinste, stupste mit seiner Nase gegen Connors und küsste ihn wieder, seine Hände zerzausten das feine rote Haar gänzlich zu einem hoffnungslosen Chaos.
„Das auch. Und das du schon so gut gelaunt bist“ murrte Connor und ließ sich wieder nach hinten fallen. Er atmete heftig, Armand küsste sehr verlangend und Con war doch noch so gar nicht wach. „Und nass gemacht hast du mich auch...und das Wasser ist kalt.“ Er jammerte noch ein wenig und setzte sich dann auf, schwang die Beine aus dem Bett. „Ich glaub, ich geh auch mal duschen.“
„Cherie…“ Armand hielt ihn an der Hand zurück mit einem Augenaufschlag der seinesgleichen suchte, unverschämt, verführerisch und gefährlich zugleich – er genoß es den Iren nur für sich zu haben… und lief zu Höchstformen auf. „Cherie… der Marathon letzte Nacht hat Spuren hinterlassen…“ schnurrte er, seine Augen blitzten hell zwischen langen dunklen, halbgeschlossenen Wimpern hervor und sein Akzent war stärker als normal – hoffentlich trug er nicht zu dick auf – außerdem war er nach wie vor nackt.
Connor sah Armand an und hatte sofort wieder ein kribbeln im Bauch. „Armand, Honey...du machst mich einfach nur an. Und deswegen werde ich jetzt auch duschen gehen, ich stinke.“ Stellte er fest. „Auch bei mir hat es Spuren hinterlassen. Aber es war verdammt geil...du bist verdammt geil“ Con grinste breit und stuppste Armand auf die Nasenspitze, bevor er sich nach draußen trollte, um zu duschen.
Hmpfend ließ sich der Schwarzhaarige rücklings aufs Bett fallen – das übrigens auch schon frischer gerochen hatte – und zündete sich ein Zigarette an, so hielt er es etwa 3 Züge lang aus, dann erhob er sich, folgte dem Ruf seines Magens und grub den Wohnwagen nach etwas essbarem um. Die Kippe im Mund, eine Käsebrot in der einen und einen Apfel in der anderen Hand versuchte er herauszufinden was er jetzt tun sollte…
Als erstes die Kippe aus dann in den Apfel beißen und dann mit dem halben Apfel kauenderweise im Mund Connor beim Duschen zusehen.
Connor stand unter dem kalten Wasserstrahl und bibberte etwas, aber nur am Anfang, bis er sich gewöhnt hatte. Dann empfand er die Kälte als angenehm, es war schon recht warm draußen udn das würde im Laufe des Tagen sicher noch schlimmer werden. "Na, Schatz?" fragte er mit einem Grinsen, als er Armand erspähte. "gefällt dir, was du siehst?"
„Ja.“ Armand grinste wie ein Honigkuchenpferd, stopfte sich die andere Hälfte des Apfels in den Mund und warf das Kerngehäuse ins Gebüsch und machte keinerlei Anstalten sein offensichtlich profanes Interesse zu verhehlen.
"Na dann ist es ja gut. Sonst müsste ich mir Sorgen machen." Connor stellte die Dusche ab und schüttelte sich das Wasser aus den haaren, bevor er nach einem Handtuch griff und sich abtrocknete...natürlich sehr lasziv, damit sein freund auch richtig was zu gucken hatte.
Und Armand guckte. Als gäbe es kein morgen. Für den Moment waren alle Sorgen und alle düsteren Gedanken verschwunden, wo immer sie waren, da sollten sie bleiben. Irgendwann stand er auf und nahm dem Iren das Handtuch einfach weg, streckte ihm die Zunge heraus und machte sich dann selbst daran Connor abzutrockten, mindestens genauso lasziv wie dieser aufgehört hatte.
"Hm..." Connor räkelte sich unter den kundigen Berührungen Armands und grinste. "Wenn du so weiter machst, muss ich ja gleich wieder duschen, weil ich ins Schwitzen komme.." neckte er mit einem breiten grinsne.
„Na gut.. dann hör ich auf.“ Mit diesen Worten bekam Connor das Handtuch in die Hände gedrückt und Armand tappte zurück in den Wagen wo sein Käsebrot auf ihn wartete. Allerdings konnte er kaum beißen vor lauter kichern. Er hatte den unglaublich klugen und reifen Plan gefasst Connor zu reizen… bis... nun man würde sehen was dann passierte. Mit dem Sandwich im Mund hampelte er herum bei dem Versuch sich eine Hose anzuziehen, was beim vierten Anlauf auch glückte.
Connor trocknete sich vollends ab und hing das nasse Handtuch über einen Ast. Dann folgte er Armand in den Wohnwagen und suchte sich Unetrwäsche heraus, eine Short, die er überstreifte. "Was ist denn so lustig? Und krieg ich auch was zu essen?" fragte er dann.
„Nix…“ scheinbar war es doch nicht so lustig wie er erwartet hatte. „Das Essen ist im Kühlschrank… ob du davon was kriegst hängt davon ab ob du es fangen kannst… ach nein... wir ham’s ja gestern erst rein.. ich nehme an es ist höchst wahrscheinlich dass du unter diesen Umständen etwas davon zu fassen bekommst.“
"Du bist ein Quatschkopf" sagte Connor in gälisch und grinste dann. "Ich will auch ein Käsebrot." Er zwängte sich an Armand vorbei, allerdinsg nicht, ohne den anderen am Hinetrn zu berühren und öffnete das Gerät. "Hm...Käse...und Tomaten...udn Brot. das klingt doch nicht schlecht. Und Kaffee bitte."
„Letzteres musst du mit der kaffeemaschine aushandeln.“ Armand machte keine Anstalten welchen zu kochen. „Aber wir sind hier in Frankreich, da wird viel gestreikt.. kann also sein das die Kaffeemaschine nicht mitmacht.. was bedauerlich wäre denn dann müssten wir ohne Kaffee leben und das wäre fatal. Soll ich schon vorsorglich den Katastrophenschutz rufen?“ Dann schnappte er unversehends nach der hand an seinem Hintern. „Böse!“ machte er in einem Ton in dem man kleine Kinder oder Hündchen tadelte, „Das hast du nix verloren… das streikt wegen Überbelastung.“
Connor nahm seine Hand zurück und bedachte Armand mit einem waidwunden Blick. "Dann werd ich mal versuchen, die Kaffeemaschine mit meinem unwiderstehlchen Charme zu bezirzen, wenn du darauf schon nicht anspringst, dann vielleicht sie."
„Kein Sex mit Küchengeräten, ja?“ so war das eigentlich nun ganz und gar nicht geplant gewesen. „Bevor deine Verzweiflung so groß wird finden wir vielleciht eine andere Lösung…“ jetzt schnappte er erstrecht noch einemal nach der Hand und küsste die Fingerspitzen reihum.
"Nein, dann schmeckt der Kaffee zu bitter." sagte Connor trocken und sah Armand an. "Hey, ich bin kein Sexmonster, Cherie, ich kann dich auch nur im Arm halten udn streicheln. So verzweifelt bin ich dann doch nicht."
„Gut, dann keine ausgefallenen Eskapaden…“ Armand setzte sich mit einer Tasse auf die Ablage neben die Kaffeemaschine, wie ein Raubtier auf der Lauer, bereit sein ahnungsloses Opfer blitzschnell zu überfallen… oder so ähnlich…
Wollen wir schwimmen gehen später? Oder in die Stadt?“
"Wir könnten beides machen. Erst in die Stadt, was einkaufen, denn ich glaube nicht, das ich auf Dauer von Käsebroten leben kann. Und dann hinterher schwimmen gehen und nachher mit einem Glas wein vor dem Wohnwagen kuscheln. Was meinst du?" CVonnor befüllte die Kaffeemaschine, die nciht streikte und seufzte zufriden, als sie zu röcheln begann.
„Ja... klingt gut... aber wir haben Urlaub… nur nicht zuviel tun an einem Tag…“ Armand war ein Fachmann wenn es um Faulheit ging und gelegentlich teilte er sein Wissen. „Mal davon abgesehen, dass wir noch Äpfel haben… willst du was Besonderes? Wo doch du der jenige bist der denkt bevor er einkaufen geht…“ der Schwarzhaarige dachte gerade darüber nach ob man hier irgendwo Skateboard fahren konnte was absolut nicht produktiv war.
"Fleisch. Ich will grillen. Und salat. Und Fisch....und was weiß ich nich noch alles." Connor war verfressen und das machte sich nun wieder deutlich bemerktbar. "Ein bisschen was Süßes...ach, ich weiß nicht, ich mag nicht planen, ich will spontan sein."
Das war dann doch eine Überraschung, Armand hob die Brauen, schenkte sich Kaffee ein, was er trotz der überraschung gut konnte. „das sind ja ganz neue Töne… wie kommt’s?“ Der Kaffee war lecker, schwarz und heiß und stieg direkt ins Hirn wo er den Drang nach Aktivität anstachelte. „Ich will Paprika.“ Verkündete der Schwarzhaarige dann als hätte er eine Eingebung gehabt. „Und Radischen.. und.. Quark… ich werde die Salatsoße of Doom machen…“
Dann rutschte er von der Ablage herunter kuschelte sich rücklings an seinen Freund an und seufzte zufrieden.
"Ich weiß nicht, Seeluft macht mich hungrig....oder so." Connor grinste etwas schief und griff nach Armands Händen, die auf seinem Bauch lagen und streichelten sie. "Und ich hab Urlaub, da kann ich doch mal planlos sein."
„Dann iss.“ Machte Armand seufzend und ging hinaus. Er hatte wahnsinnig schlechte Laune und wusste nicht warum… nein das stimmt nicht, er wusste es schon: sein Arsch tat ihm weh und er wollte bedauert werden dafür, oder gestreichelt oder sonst irgendetwas, jedenfalls wollte er nicht nach Essen gefragt werden als sein er für’s Kochen zuständig, nun das war er eigentlich schon aber er wollte das nicht selbstverständlich sein – er war keine Frau und wäre er eine gewesen hätte er äh… sie jeden Kerl kastriert der es gewagt hätte ihn bzw sie in die Küche zu schicken.
Connor seufzte und sah Armand nach, folgte ihm dann. „Was hab ich schon wieder verbrochen?“ fragte er leise und blieb auf der Treppe sitzen, die vom Eingang des Wohnwagens nach draußen führte. „Ich hab doch gesagt, wir grillen. Das bedeutet doch, das wir zusammen kochen. Und ich kann nichts essen, wenn wir erst noch einkaufen müssen.“
Gerade hatte sich Armand dazu entschlossen sein Skateboard zu suchen, da hörte er Connor und seufzte. „Nichts…“ er schüttelte resigniert den Kopf, ärgerte sich über sich selbst und fragte sich gleichzeitig ob das mit dem Wohn wagen eine gute Idee gewesen war, die Möglichkeiten sich aus dem Weg zu gehen, waren sehr begrenzt. „Es tut mir leid.. mir ist wohl gerade die Decke auf den Kopf gefallen.“
„Wenn ich dich nerve, musst du es mir sagen. Dann geh ich ans Meer runter und lass dich in Ruhe.“ Connor erhob sich, mittlerweile kannte er seine Pappenheimer und Armands gelegentliche Zickereien. Wie konnte so ein intelligenter, wunderbarer Mann nur so unsicher sein...manchmal war das wirklich anstrengend. Allerdings liebte er den Franzosen zu sehr und sah über einiges hinweg. Er war ja auch nicht perfekt.
„Du weißt ja, wo ich bin“ meinte der Ire und machte sich auf den Weg an den Strand hinunter.
„Ja…“ Armand nickt und blieb einfach wo er war… er steckte sich eine Zigarette an und rauchte, warf sie auf den Boden, trat sie aus – barfuss wie er war und warf dann mit einem wütenden Schrei das Skateboard an den nächsten Baum, es fiel klappernd zu Boden und er ging in den Wohnwagen, zog sich eine Hose, T-Shirt und seine ausgelatschten Schuhe an. Dann steckte er sich die Ohrstöpsel in den Kopf, drehte den MP3-Player laut auf, ging wieder heraus um sein Skateboard aufzusammeln und in die Stadt zu fahren.. irgendwo hin.. vielleicht zu seiner Mutter.
Connor war runter an den Strand gegangen, hatte sich in den Sand gesetzt und die Beine angezogen. Sein Kinn lag auf seinen Knien und er sah aufs Meer hinaus. Armand würde ihn schon holen, wenn ihm nach Nähe war, er würde sich erst einmal austoben müssen. Nach einer Stunde oder so erhob sich der Ire und lief zurück zum Wohnwagen. Von dem Franzosen war nichts zu sehen, also verzog sich Con ins Innere, holte sein Buch und knallte sich auf den nächstbesten Liegestuhl in den Schatten.
Es gab Dinge die konnte nur Metallica sagen und gerade sagten sie mit St. Anger alles was in Armand vorging.
Saint Anger 'round my neck
Saint Anger 'round my neck
He never gets respect
Saint Anger 'round my neck
You flush it out, You flush it out
Saint Anger 'round my neck
You flush it out, You flush it out
He never gets respect
Fuck it all and no regrets
I hit the lights on these dark sets
I need a voice to let myself
To let myself go free
Fuck it all and fuckin' no regrets
I hit the lights on these dark sets
Medallion noose, I hang myself
Saint Anger 'round my neck
I feel my world shake
Like an earth quake
Hard to see clear
Is it me? Is it fear?
I'm madly in anger with you
And I want my anger to be healthy
And I want my anger just for me
And I need my anger not to control me
And I want my anger to be me
And I need to set my anger free
Set it free!
Laut und nicht immer ganz im richtigen Ton sang er mit während er ziemlich halsbrecherisch durch das verschlafene Küstennest raste.
Connor las eine halbe Stunde, dann wurde es ihm zu blöd. Warum war er eigentlich hierher gekommen, nach Frankreich, wenn sie sich so oder so in den Haaren lagen. Na ja, nicht richtig, aber Armand konnte ihn soweit bringen, das er austickte. Also beschloss er, einkaufen zu gehen...in den nächsten Ort mit dem Auto würde er es ja schaffen und sein Französisch müsste auch ausreichen. Also schnappte der Ire seine Geldbörse, den Autoschlüssel und fuhr in den nächsten Ort.
Irgendwann bekam Armand Durst, in dem Kaff gab es bestimmt irgendwo einen Supermarkt, schließlich fand er auch tatsächlich einen, randalierte sich erst noch durch den Fisch und Wochenmarkt davor weil er es auf Teufel komm raus nicht einsah von seinem Skateboard zu steigen. Im Supermarkt war es angenehm kühl und der Schwarzhaarige bemerkte erst jetzt wie er schwitzte… egal… Er kaufte sich eine Dose Mezzo trank sie in einem Zug leer und nutzte dann den Parkplatz um ein paar Kunststückchen zu machen da sah er… einen von den 5 Klonen! Das konnte doch nicht wahr sein, oder?!
Doch der Kerl machte eine anzügliche Geste deren verbales Äquivalent Schwanzlutscher war und Armand platzte der Kragen, er sprang von seinem Board und gab ihm noch etwas Schwung mit so dass es dem anderen in die Hacken sauste.
Natürlich ließ der sich das nicht gefallen und eine wilde Schlägerei entbrannte. Mit einem dieser Sorte kam der Franzose klar... zumindest dachte er dass denn sein Gegner wurde weder müde noch schien er Schmerzen zu haben, ob wohl er blutete. /Ist der auf Speed?/ fragte sich Armand verzweifelt.
Irgendjemand hatte wohl die Bullen gerufen denn er hörte die Sirenen. So schnell er konnte schnappte er sein Skateboard und machte sich ans abhauen, er sprang über den Lattenzaun, landete sehr zu seiner Ablehnung in einem Brombeerstrauch, riß sich los und rannte geduckt durchs Gestrüpp. Wieder über einen Zaun… jetzt stand er mitten in einer Altherrengrillparty, er entschuldigte sich artig und lief weiter durch Gärten, Hinterhöfe und verschachtelte Gässchen, so schnell er konnte, bis er irgendwann an einem felsigen Strandstück war, dort fand er einen verlassenen windschiefen Schuppen in dem er sich versteckte.
Connor war in den Nachbarort gefahren, allerdings in eine andere Richtung als Armand. Er parkte sein Auto und bummelte über den Wochenmarkt, kaufte Fleisch und Fisch, Gemüse und Salat. Er wollte grillen und Armand mit einem leckeren Essen überraschen. Nach einer Weile kehrte er schwerbepackt zum Auto zurück und fuhr zum Wohnwagen zurück. Armand war noch nicht da, also begann er schon einmal mit den Vorbereitungen. Nach zwei Stunden allerdings wurde er unruhig, von Armand fehlte jede Spur. Con nahm sein Handy und versuchte, den Franzosen zu erreichen.
Das Handy klingelte im Wohnwagen, Armand hatte es nicht mitgenommen.
Aber der Schwarzhaarige hatte sich in dem Schuppen umgesehen und ein altes Radio gefunden, damit versuchte er den Polizeifunk herein zu bekommen, ein alter Trick und illegal, aber das Gerät war so alt dass es klappte. Sie suchten gar nicht ihn... sie suchten einen Autodieb. Wenn er das mal früher gewusst hätte. Grummelnd und ächzend trat er wieder aus seinem Versteck heraus, er war verdreckt, zerkratzt, hatte aufgeschlagene Knie, Ellenbogen und Fingerknöchel und an seinem rechten Fuß bildete sich langsam eine dicke hässliche Brandblase. Superspitze.
So machte er sich auf den Rückweg… Conner würde sich sicherlich zu Tode freuen.
Es dauerte etwa 40 Minuten dann hatte er den Wohnwagen erreicht, versuchte sich ungesehen hineinzuschleichen weil er nicht wusste was er sagen sollte.
Ungesehen hineinschleichen war nicht, weil Con vor dem Wohnwagen stand und am Grill rumhantierte. Er hatte natürlich gemerkt, das Armand kein Handy dabei hatte und sich Sorgen gemacht. Die das er bestätigt, als sein Blick auf den schwarzhaarigen fiel, der versuchte, ungesehen in den Wohnwagen zu humpeln. „Gott...“ was ist dir denn passiert?“ fragte der Ire und ließ alles stehen und liegen, lief zu seinem Freund. und betrachtete ihn besorgt.