Thomas schwieg, er wusste nicht, was er dazu sagen sollte. "Der Typ war ein Arschloch erster Güte...“, sagte er dann nach einer Weile. “Aber du darfst nicht auf andere schließen. Jemand, der dich liebt, würde dir so etwas nie antun."

„Ja das habe ich dann auch erkannt nachdem ich mir das ganze ein Jahr lang gefallen lassen hatte. Dann bin ich abgehauen, weil ich Angst hatte, dass ich bei einem Abschied wieder schwach werden würde. Denn trotz allem war ich immer noch in diesen Arsch verliebt gewesen....naja, dann stand ich alleine da, denn während ich mit Martin „zusammen“ war, hatte ich mich immer weiter von meiner Familie entfernt und war so gut wie nie zu Hause gewesen. Als der ganze Spuk vorbei war outete ich mich und bin rausgeflogen. Da war ich gerade achtzehn geworden. Zum Glück ließen sie mich nicht ganz zappeln und gaben mir etwas Taschengeld, für das ich mir eine kleine Wohnung leisten konnte. Ich beendete die Schule mit einigermaßen guten Noten und fand eine Lehrstelle. Ich trieb mich auch nicht mehr in Schwulenbars herum, weil ich das alles nicht noch mal erleben wollte. Doch dann begegnete ich in einem Restaurant Karsten und freundete mich mit ihm an. Durch die Sache mit Martin war ich eh misstrauisch und wollte nicht mehr. Doch irgendwann verliebte ich mich dann doch in ihn und zum ersten Mal wurde meine Liebe auch erwidert. Du hast recht in dem Punkt, dass Liebe schön sein kann! Das war es auch, bis Karsten dann begann fremd zu gehen, weil ich ihm wohl nicht mehr reichte.“

Thomas löste sich von Manuel, setzte sich auf und zog den Kopf des anderen auf seinen Schoß. Er begann, ihm die Haare zu kraulen und sah ihn an. "Er hatte von Treue vielleicht eine andere Auffassung als du...Karsten, meine ich. Viele sehen fremdgehen nicht als Untreue, weil es eben nur der Sex ist. Da muss man vorher klare Absprachen treffen. Ich würde sofort Schluss machen, wenn mein Freund fremdvögelt. Ich hab keine Lust, mir irgendwas einzufangen, nur weil er seinen Schwanz nicht bei sich behalten kann."

„Ach Thomas...du verstehst das nicht. Du hast bestimmt auch gute Erfahrungen gemacht mit der Liebe, aber ich nicht. Nach Karsten habe ich mich nie wieder auf eine Beziehung eingelassen, immer nur One Night Stands gehabt. Und schon gar nicht habe ich irgendeinen mit mir schlafen lassen. Ich war immer nur noch Top und habe auch keine Gefühle von den anderen zugelassen. So tut es nicht weh, so verliert man nicht alles, was man hat. Deswegen die Regeln, deswegen sollst du dich nicht in mich verlieben und ich will mich auch nicht in dich verlieben!“, meinte Manuel nun mit Nachdruck und richtete sich auf, wischte sich noch mal über die Augen.

"Aber man wird einsam. Und das wird nicht besser, eher schlimmer." Thomas sah Manuel ruhig an und zuckte mit den Schultern. "Ich hab dir schon mal gesagt, Gefühle kann man nicht verhindern, nicht verbieten. Man kann es versuchen, aber das geht selten gut. Wir sind doch auch schon so was wie Freunde geworden, obwohl wir uns am Anfang nicht riechen konnten."

„Ja Freunde. Und wir haben ja einen Weg gefunden wie wir nicht einsam werden. Die perfekte Beziehung!“ Manuel nickte fest, seine Aussage verdeutlichend. „Das reicht doch!“

"Wenn du das sagst." Thomas wollte das Thema nicht vertiefen, da kam nichts Gutes bei raus, nur Streit. Mittlerweile war er ja schon viel weiter als er wollte, aber er würde sich hüten, Manuel etwas zu sagen.

„Thomas...ich kann.....ich möchte das einfach nicht noch mal durchmachen. Ich würde es sicher nicht noch einmal verkraften.“, flüsterte Manuel nun plötzlich sanft und legte die Hände auf Thomas’ Wangen. „Manchmal wünschte ich mir auch mehr, wünsche mir Liebe und Geborgenheit, aber...das gab es für mich bisher nicht und ich zweifle auch daran, dass es das zukünftig in meinem Leben geben wird.“

"Du hast es mir ja jetzt bereits mehr als einmal deutlich gemacht, Manuel. Ich habe es schon begriffen." Thomas lächelte etwas traurig, fing sich daraufhin aber gleich wieder. Es brachte ja so oder so nix, also warum darauf herumreiten.

„Du verstehst mich wirklich nicht! Ich dachte du würdest es einsehen nachdem ich es dir erzählt habe. Traurig, dass ich mich so irren konnte.“, flüsterte Manuel enttäuscht und schluckte. Dann löste er sich von Thomas und stand auf. „Ich mache Frühstück. Ich muss ja dann auch bald in die Firma.“

"Was soll ich einsehen? Das ich nie im Leben eine Chance habe, mehr für dich zu sein als ein Freund oder Fickpartner?" Thomas sah Manuel ruhig an. "Ich verstehe dich, aber deswegen muss ich doch nicht darüber jubeln, oder?"

Manuel blieb stehen, mit dem Rücken zu Thomas und ließ den Kopf hängen. „Ich juble da auch nicht drüber, aber ich habe mich damit abgefunden. Und das solltest du auch, oder dir einen anderen suchen. Ich hatte es dir bereits schon einmal angeboten!“, erinnerte Manuel mit kalte Stimme und verließ dann das Zimmer. Er musste sich und Thomas weiter auseinander bringen, konnte es nicht weiter so laufen lassen wie bisher. Er war doch schon auf dem besten Wege sich zu verlieben und Thomas...der war es schon. Das hatte Manuel jetzt eingesehen...

"Ich will mir aber keinen anderen suchen. Ich hab doch so oder so kein Glück, mit meinem Arbeitseifer und der wenigen Zeit." Thomas stieg aus dem Bett und zog sich an. "Ist okay...du musst kein Frühstück machen. Ich geh, bevor ich dir noch mehr auf die Nerven falle und enthebe dich damit von der Aufgabe, mich noch mehr vor den Kopf zu stoßen."

Manuel kniff die Augen zusammen und ballte die Hände, was Thomas ja im Schlafzimmer nicht sehen konnte. Das musste einfach sein. Er musste Thomas wehtun und sich auch. „Ja...verschwinde. und komm am besten eine Zeit lang nicht mehr. Ich glaube, es ist eh nur eine Ausrede von dir, dass du ja nie Zeit hast. Damals konntest du doch auch in eine Bar gehen und jemanden anbaggern. Machs einfach noch mal und such dir nicht immer irgendwas, was du vorschieben kannst.“, versuchte er so kühl wie möglich hervor zu bringen.

"Nun, ich wusste, dass du ein Arschloch bist. Ich hatte es scheinbar nur leider vergessen." Thomas hatte sich fertig angezogen und lief an Manuel vorbei, nahm den Schlüssel und legte ihn auf die Kommode im Flur. "Ruf mich an, wenn du Lust hast. Ansonsten wünsch ich dir ein schönes Leben." Er musste sich zusammenreißen, aber er würde hier nicht rumheulen. Zudem war er wütend.

Dafür war es jetzt Manuel dem die Tränen in den Augen standen. Seine Kehle war zugeschnürt und er konnte einfach nicht das vernichtende Kommentar hervor bringen, was alles endlich beenden würde. Er brachte einfach keinen Ton heraus. Mit zitternden Beinen ging er zum Küchentisch und stützte sich ab. Ja er war ein Arsch, er verletzte Leute, um nicht selbst verletzt zu werden. So war er nun mal, so hatte er sich entwickelt. Und Thomas sollte endlich gehen, denn es tat verdammt weh, dass der andere ihm so viel bedeutete und Manuel ihn trotzdem jetzt aus seinem Leben herausschneiden musste.

Thomas schimpfte leise vor sich hin, während er sich die Schuhe anzog. Kurz bevor er die Wohnungstür öffnete, drehte er sich noch mal entschlossen um und ging zurück in die Küche. "Du bist so ein Depp.", sagte er leise und trat hinter Manuel. "Du tust dir doch selbst am meisten weh, merkst du das nicht?"

„I-ich weiß das...“, brach es nun mit einem Schluchzen aus Manuel heraus, dennoch konnte er Thomas nicht ansehen, seinen Blick nicht ertragen. „Be-besser ich mir....als ein anderer...“

"Aber so funktioniert das nicht. Du tust mir damit nämlich auch weh." Thomas lehnte sich an Manuel an und strich ihm über die Seiten. "Und somit sind es schon zwei, die verletzt werden."

Nun war es vorbei. Manuel konnte sich einfach nicht mehr beherrschen. Heiße Tränen liefen seine Wange hinab und fielen in dicken Tropfen auf die Tischplatte, um dort zu zerschlagen und als kleine traurige Pfützen liegen zu bleiben. „Warum kannst du nicht einfach verschwinden?“ schluchzte er und sank in die Knie, weil seine Beine einfach zu sehr zitterten.

Thomas war etwas erschrocken, als Manuel so zusammen sackte. Er ließ sich neben ihm auf dem Boden nieder und nahm ihn in den Arm. "Weil ich dich nicht allein lassen will, auch wenn du ein Arschloch bist.", murmelte er.

„W-wenn ich a-aber k-keiner bin...da-dann ge..hest du ja...auch ni-hicht.“, brachte Manuel immer wieder von Schluchzern unterbrochen hervor und klammerte sich an Thomas. Gott, wie lange war das her, dass er das letzte Mal so sehr geweint hatte? Und jetzt brach alles aus ihm heraus, ließ den sonst so starken und selbstbewussten Mann wie ein Häufchen Elend in Thomas’ Armen zittern und weinen....und Manuel hasste sich für diese Schwäche...

Thomas streichelte Manuel beruhigend und ließ ihn sich ausheulen. Jeder durfte mal schwach sein und es war ganz gut, dass der andere mal alles raus ließ. "Ich hab eben keine Lust zu gehen. Ich will frühstücken...ich hab mich umentschlossen. Und außerdem...wir sind Freunde."

Manuel beruhigte sich langsam und wischte seine tränenden Augen einfach an Thomas’ Schulter ab, lehnte sich gegen ihn und wollte einen kleinen Moment einfach mal schwach sein, Halt finden. Doch dann riss er sich wieder zusammen und rappelte sich auf die Beine, rief sich fest über die Augen. „Ich hasse es zu heulen...“, hauchte er mit rauer Stimme und begann dann Frühstück zu machen. Er musste sich jetzt ablenken, Gefühle ordnen. Und vor allem musste er sich langsam entscheiden was er nun wollte...wenn das ganze doch bloß nicht so schwer wäre.

"Es muss aber mal sein. Jeder hat einen schwachen Moment und sollte den auch ausleben." Thomas erhob sich und begann, den Tisch zu decken. Am besten nicht weiter auf dem Thema rumreiten.

Langsam kehrte dann auch Schweigen zwischen ihnen ein. Jeder trug seinen Teil dazu das Frühstück fertig zu bekommen und schließlich saßen sie gemeinsam am Küchentisch und Manuel goss Kaffee in ihre beiden Tassen.

"Danke." Thomas schenkte Manuel ein strahlendes Lächeln und nahm sich etwas Milch dazu. Dann trank er den ersten Schluck und seufzte zufrieden. "Ohne Kaffee am Morgen bin ich nur ein halber Mensch."

„Ja...das weiß ich mittlerweile...“, bemerkte Manuel leise und lächelte ebenfalls, bloß etwas zögerlicher. Was wollte er nun? Nur Freundschaft mit gelegentlichem Sex? Eine große Beziehung in der Liebe im Spiel war, aber in der man auch genauso schlimm verletzt werden konnte oder wollte er, dass Thomas gar ganz aus seinem Leben verschwand?? Manuel wusste es einfach nicht.

"Dann vergiss es nicht. Genauso wie du viele andere Dinge von mir nicht vergessen sollst." Thomas lächelte und reichte Manuel den Korb mit Brötchen. "Unseren geilen Sex zum Beispiel. Und unsere Unterhaltungen."

„Vergessen kann man nur, wenn der andere nicht mehr da ist, aber du bist vorhin ja nicht gegangen...“, erinnerte Manuel leise und nahm sich ein Brötchen, schnitt es auf und belegte es mit irgendeiner Wurst. Er würde eh nicht viel schmecken, dafür war seine Nase noch viel zu verstopft vom heulen und seine Gedanken schon wieder am abschweifen.

"Soll ich lieber gehen?", fragte Thomas ruhig und ohne anklagen. "Allerdings würde ich meinen Kaffee gern noch austrinken."

„Nein...so meinte ich das nicht. Aber vielleicht solltest du dann doch gehen...oder...bleib... Ach ich weiß es im Moment nicht Thomas...“ Manuel blickte traurig und mit den Nerven am Ende zu dem anderen Mann hinüber und schüttelte den Kopf. „Ich weiß einfach nicht was ich am liebsten mit dir machen würde...“

"So lange du mich nicht totschlagen willst, geht es ja noch." Thomas versuchte das ganze ein wenig aufzulockern. "Ich werd nach dem Frühstück gehen, du musst arbeiten und ich auch. Und du entscheidest, wann du mich wieder sehen willst."

„Ich kann das nicht entscheiden Thomas...im...Moment kann und will ich einfach gar nichts entscheiden was uns betrifft. Ich brauche einfach eine Auszeit. Vielleicht...gibst du mir ein paar Tage? Aber warte nicht auf einen Anruf, sondern komm einfach dann vorbei.“

"Ist in Ordnung." Thomas nickte, es war vielleicht ganz gut, auch für ihn selber, um mit seinen Gefühlen klar zu kommen und sich zu fragen, was er eigentlich wollte und wie er reagieren würde, wenn Manuel nicht mehr wollte.

„Sagen wir...zehn Tage? Danach treffen wir uns wieder und schauen wie es weiter geht?!“, schlug Manuel vor. „Das ist eine feste Frist und keiner von uns kann sie verändern.“

"Gut. 10 Tage." Thomas nickte, obwohl er fand, dass zehn Tage eine Ewigkeit waren. Aber es war sicher besser so. Für Manuel und auch für ihn. Er war ja selber durcheinander und wusste nicht so recht, was er eigentlich wollte.

Manuel nickte noch mal zur Bestätigung und trank dann seinen Kaffee leer. Dann musterte er Thomas noch mal von oben bis unten, würde er ihn ja jetzt erstmal eine Weile nicht mehr sehen.

"Also dann ist es abgemacht." Thomas trank seinen Kaffee aus und sah auf die Uhr. "Ich werde dann mal langsam gehen. Du musst arbeiten und ich ja auch. Ich kriege einen neuen Kollegen auf meinen Stock, mein Vater will, dass ich mich ein wenig um ihn kümmere."

„Oh, ich wusste gar nicht, dass ihr gleich wieder einstellt.“, meinte Manuel verwundert und erhob sich dann vom Stuhl.

"Ja, irgendeiner für die Personalabteilung. Mein Alter, meinte Papa. Ich schau ihn mir mal an, sehr viel zu tun hab ich ja nicht mit ihm.", Thomas lächelte leicht.

„Oh noch gleich alt, da werdet ihr sicher einige Gesprächsthemen finden. Vielleicht...langweilst du dich ja dann auch nicht, während der zehn Tage.“, flüsterte Manuel leise, denn irgendwie bemerkte er schon jetzt, dass er mit den zehn Tagen zu hoch gegriffen hatte.

"Erst mal sehen, wie der so ist. Vorerst mag ich mir da noch kein Urteil erlauben. Ich werde dich schon vermissen, Manuel, so ist das nicht." Thomas sah den anderen an.

„Ich denke, dass es mir ebenso gehen wird. Doch eine Auszeit ist nicht immer das Schlechteste. Und wir sehen uns dann ja bald wieder.“, versuchte Manuel ein Lächeln und strich Thomas sanft eine Strähne zurück. Er hasste Abschiede, zumal dies hier eigentlich sein wirklich erster war.

"Na das will ich meinen. Ich stehe nach 10 Tagen vor deiner Tür, nein, in deiner Wohnung. Denn den Schlüssel werde ich mitnehmen." Thomas grinste und erhob sich, hauchte Manuel einen Kuss auf die Lippen. "Ich geh jetzt. Sonst wird es zu spät. Denk mal ab und an mal an mich." Er lächelte und verließ die Küche, zog seine Schuhe an und nahm den Schlüssel wieder von der Kommode. "Wir sehen uns in 10 Tagen.", rief Thomas und verließ die Wohnung.

Manuel blickte ihm nach und fuhr sich mit der Zunge noch mal über die Lippen. Ein schneller Abschied...das war wohl das Beste für sie beide. Auch wenn Manuel einen schmerzhaften Stich in seinem Brustkorb fühlte. Zehn Tage...zum nachdenken und entscheiden...



Teil 9

Thomas fuhr in die Firma, er hatte viel Zeit zum nachdenken und er fragte sich, ob er Manuel jemals davon überzeugen konnte, wieder eine Beziehung einzugehen. Nach der Kaffeepause kam er allerdings nicht mehr dazu, viel zu denken, denn sein Vater stellte ihm Sven vor, den neuen Mitarbeiter der Personalabteilung. Groß, gutaussehend und mit einem sehr erfrischenden Sinn für Humor. In der Mittagspause, die sie gemeinsam verbrachten, erfuhr Thomas so nebenbei, das Sven schwul war...er erzählte ohne Scheu, dass er sich von seinem Freund getrennt hatte. Sie unterhielten sich lange, gingen nach Feierabend auf ein Bier und Thomas genoss es. Auch wenn er ein schlechtes Gewissen gegenüber Manuel hatte, aber Sven war so unbekümmert und unbeschwert, wie der andere eben nicht. Und Thomas musste zugeben, dass ihm das gefiel.

Seufzend schloss Manuel seine Wohnungstür auf. Er hatte wieder länger gearbeitet, aber diesmal war kein Thomas da, der ihn wie gestern empfing. Etwas traurig darüber war Manuel schon, doch er verbot sich sofort jeden weiteren Gedanken daran und ließ sich erschöpft aufs Sofa fallen. Was sollte er nur machen? Er vermisste Thomas schon und die vertraute Wärme und der Halt, den Thomas ihm irgendwie immer gegeben hatte, fehlten.

Thomas dachte die nächsten Tage öfter an Manuel und um sich abzulenken, unternahm er mit Sven etwas. Sie gingen zusammen Radfahren, schwimmen und in den Biergarten. Er sagte sich, dass es einfach eine Freundschaft war, aber Thomas war sich doch unsicher. Es wurde Zeit, dass er Manuel wieder sah, wieder mit ihm redete.

Manuel ging es mittlerweile gar nicht gut. Fünf Tage waren bisher vergangen und Manuel hatte in den Nächten kaum geschlafen, fast nichts gegessen und sich erst recht nicht auf Arbeit konzentrieren können. Sein Chef sorgte sich mittlerweile ziemlich und hatte ihm frei gegeben, bis es Manuel besser ging. Doch das war nicht der Fall. Manuel vermisste Thomas, konnte ohne ihn nicht einschlafen und Hunger hatte er auch nicht. Er hatte sich wohl doch mehr in den anderen Mann verguckt, als er gewollt hatte und nun Liebeskummer. Und diesen kannte er schon. Doch hoffentlich würden die letzten fünf Tage schneller rumgehen als die ersten und dann würde auch der Liebeskummer verschwinden wenn Thomas wieder da war. Manuel hatte sich entschieden, dann auch mit Thomas zu versuchen eine Beziehung aufzubauen. Er hoffte, dass sie anders enden würde als seine vorherigen...