Alec seufzte leise und sah sich an der Tür noch mal nach ihm um: "Was ist los, Kai? Habe ich irgendetwas getan oder gesagt, was dich verletzt hat?" Er drehte um und kam zurück, sah ihn ernst an. "Du bist nicht wie sonst....du wirkst so kalt wie Eis. Was habe ich falsch gemacht?" Fragend sah er ihn an, nicht gewillt zu gehen, bevor er eine Antwort bekommen hatte.
Kai wandte den Blick vom Feuer ab und sah Alec an. "Nichts, du hast nichts falsch gemacht." meinte er ruhig und betrachtete die Porzellanfigur auf seinem Schoß.
"Wenn du das sagst..." meinte Alec leise. Ohne ein weiteres Wort wandte er sich ab, ging nach oben ins Schlafzimmer und legte sich wieder hin. Er starrte an die Decke, unfähig einzuschlafen. Seine Gedanken kreisten um Kai...er hatte wirklich nicht gedacht, das er sich umbringen wollte, aber er kannte die Aussetzer, die Kai manchmal hatte zu Genüge. Seine Gedanken schweiften ab, dachten an den Vorfall vor Beginn seiner Studienzeit, als er mit seinem Großvater und seinem kleinen Cousin hier gewesen war. Alecs Körper überzog sich mit einer Gänsehaut, mühsam schüttelte er den Gedanken ab. Er lag in der Dunkelheit, sah an die Decke und wartete darauf, das Kai sich entschließen würde, ins Bett zu kommen.
Kye musste leise lachen: "Entschuldige, aber das klingt als hättest du vor mich zu verlassen,...und du weißt, das ich das nicht zulassen kann." er küsste ihn auf die Stirn und fuhr ihm durchs Haar, richtete sich auf, genoss Yoshs Berührung auf seinem Bein und streichelte seinen Nacken.
Yosh schlug die Augen auf und sah Kye an, sie funkelten tiefblau und besaßen einen eigentümlichen Schimmer. "Klang das so?..." murmelte er und strich mit dem Zeigefinger Kyes Oberschenkel entlang, fuhr an der Innenseite hinauf, bis beinahe zu seinem Schritt. "Sag mir eins...wie würdest du mich hindern, dich zu verlassen? Hast du vor, mich anzuketten?" Yoshs Augen verdunkelten sich um einen weitere Nuance, er leckte sich über die Lippen. "Mal davon abgesehen, das ich dich nie verlassen werde...." seine Stimme war heiser, er flüsterte nur noch und sah Kye weiterhin durchdringend an.
Kai hatte sich nicht weiter um Alec gekümmert, zu sehr hatte ihn seine eigene Welt wieder gefangen. Nach fast einer Stunde kehrte er ruckartig wieder in die Realität zurück. "Schon wieder...es geht schon wieder los..." flüsterte er fassungslos, seine Hände zitterten, er stellte die Figur auf den Tisch und kramte in seiner Jackentasche, nach den Tabletten die er sich in der Apotheke besorgt hatte. Er nahm eine und schluckte sie mit etwas zu trinken hinunter. Langsam stieg er die Treppe ins Schlafzimmer hinauf, schlüpfte durch einen Spalt und zog sich das Shirt über den Kopf und den Pyjama über. Er legte sich ins Bett, auf die Seite und versuchte einzuschlafen.
Alec döste vor sich hin, richtig eingeschlafen war er nicht. Als er bemerkte, das Kai ins Bett geschlüpft kam, langte er hinüber und zog ihn zu sich heran. "Wo hast du denn so lange gesteckt, Tenshi...ich kann ohne dich einfach nicht schlafen..." murmelte er leise und vergrub die Nase in seinem Haar. "Alles in Ordnung?" fragte Alec leise und küsste seinen Nacken, blies seinen warmen Atem in Kais Haare.
"Anketten? keine schlechte Idee..." meinte Kye mit einem amüsierten Funkeln in den Augen. Er beugte sich hinab zu ihm, nahm sein Gesicht in beide Hände und küsste ihn sanft auf die Lippen, fuhr mit der Zungenspitze darüber und schob sie langsam und forschend in Yoshs Mund.
Yosh seufzte leise und erwiderte den Kuss. Langsam umkreiste seine Zungenspitze die von Kye, er genoss seinen Geschmack. Als er sich von ihm löste, drehte er sich auf den Rücken, strich mit den Händen über Kyes Rücken und murmelte leise: "Das würde dir gefallen...das kann ich mir vorstellen..." Yosh schob seine Hand unter den Kimono und streichelte Kyes Brust. "Und wenn ich mich nicht anketten lasse? Wenn ich komme und sage, ich gehe heute mit Hitomi aus? Was tust du dann?" Yosh ließ seine Hand weiter nach unten wandern, streichelte seinen Bauch und rutschte etwas auf dem Laken hin und her, damit die Decke, die er sich vorhin übergeworfen hatte, etwas tiefer rutschte.
Kai schauderte unter Alecs Berührungen: "Alles in Ordnung..." meinte er leise "Schlaf jetzt, du bist doch sicherlich müde." flüsterte er und krallte seine Hand in sein Kopfkissen.
"Hmm....du musst aber auch schlafen..." murmelte Alec schlaftrunken und legte die Hand auf Kais Bauch. "Ich liebe dich Kai...rede mit mir, wenn dich etwas bedrückt....bitte!" Er streichelte mit den Fingerspitzen über Kais Bauch und schloss die Augen. "Gute Nacht, Tenshi...morgen sind wir wieder zu Hause."
Kye ergriff Yoshs Hand und küsste dessen Handfläche. "Dann würde ich dich erst recht anketten, wer sagt das ich dazu deine Einwilligung brauche." meinte er leise und strich ihm über Brust, während sein Blick verlangend und gierig über dessen Körper glitt.
Yosh hob sich Kyes Hand entgegen und ließ die Decke dabei noch weiter nach unten rutschen, so das sie gerade noch das Nötigste verdeckte. "Hm......sag bloß...." flüsterte Yosh und sah ihn an. Seine Augen waren mittlerweile noch dunkler geworden, Begehren spiegelte sich darin. "Ich bin aber doch nicht dein Besitz....und wenn ich mit Hitomi ausgehen möchte....wie willst du mich daran hindern?" Yoshs Stimme war rauh, provozierend....er leckte sich über die Lippen und sah Kye unverwandt an
Kai schluckte schwer, die unterdrückten Tränen bildeten einen dicken Kloß in seinem Hals. Alecs Nähe, seine Zärtlichkeiten schienen ihm beinahe unerträglich. Er verkrampfte sich und begann leicht zu zittern. "Ich habe Angst." flüsterte er erstickt.
Alec war schlagartig hellwach, als er Kais Zittern bemerkte und dessen Worte hörte. Er zog sich etwas zurück, hielt Kai locker umschlungen. "Was ist.....wovor hast du Angst? Sag es mir...ich höre dir zu." Alec atmete gleichmäßig ein und aus, bemühte sich, ruhig zu bleiben und somit Kai zu beruhigen. "Rede mit mir" flüsterte er leise.
"Und ob du das bist,...ich lasse dich niemals freiwillig ziehen. Du gehörst mir." er fuhr mit den Fingerspitzen über seinen Bauch, hinauf über seine Brust "Wie ich dich daran hindern wollte?...Dich anketten. Ich würde dich ans Bett fesseln und mich an dir ergötzen, mich an dir vergnügen, dich mir zu willen machen." seine Stimme war ebenfalls rauh und tief, ein Schleier hatte sich über seine Augen gelegt.
Yoshs Hand hatte sich wieder auf Kyes Oberschenkel gelegt, er streichelte mit seinen Fingerspitzen über die zarte Haut an der Innenseite. "So...würdest du.." flüsterte er leise und leckte sich über die Lippen. "Mich dir zu Willen machen...das würde dir so gefallen.....mich als Lustknaben zu gebrauchen....." Unvermittelt rutschte Yoshs Hand höher, in Kyes Schritt, umspannte sein Glied und begann, sich langsam auf und ab zu bewegen, um genauso plötzlich wieder loszulassen und sich zurückzuziehen. "Du willst mich.....aber so leicht bin ich nicht zu haben." Yosh zog die Decke wieder etwas höher, und sah Kye tief in die Augen. "Sag es mir.....sag mir, was du willst."
Kai holte ruckartig Luft und flüsterte mit belegter Stimme: "Vor mir, vor dem was mit mir geschieht, was schon mit mir geschehen ist...Alec, ich...ich..." er brach ab, krümmte sich zusammen und hob sich schützend die Arme vors Gesicht. "Ich will doch nur normal sein..." schluchzte er.
Alec zog ihn wieder näher heran und strich ihm übers Haar. "Kai, du hast schreckliches durchgemacht...und das du davon ein Trauma hast, ist doch klar....das hätte jeder. Du bist sehr mutig und stark, sonst hättest du es nicht bis hierhin geschafft. Und deine Aussetzer, die du manchmal hast, kriegst du auch in den Griff.....wenn wir zu Hause sind, werden wir den Arzt aufsuchen...ich begleite dich. Ich werde dich unterstützen, mit allem, was ich habe. Bitte, wein nicht mehr....vertrau mir. Ich möchte dich glücklich und lachend sehen, wenn wir im Sommer wieder hier herkommen." Alec küsste Kais auf Ohr und streichelte ihm beruhigend den Nacken.
"Wer sagt das ich dich haben will. Ich nehme dich mir, ganz einfach." er fuhr mit seiner Hand über Yoshs Oberkörper und beugte sich vor um seine Lippen zu küssen. Das kribbeln in seinem Unterleib hatte begonnen sich zu verstärken, so ließ er seine über Yoshs Seite fahren, zu seinem Rückrat und blieb dann auf dessen Hüfte liegen. Kye begann an Yoshs Hals zu knabbern und die empfindliche Haut mit Küssen zu bedecken. "Ich will dich,...ich will das du dich vor Lust windest,...ich will das du mich anbettelst dich zu befriedigen,...ich will diesen Körper berühren und ihn beschmutzen." er fuhr mit der Zungenspitze Yoshs Schlüsselbein nach, erhob sich dann und zog der Kimono aus, ließ ihn auf den Boden fallen.
Yosh hatte eine Gänsehaut am ganzen Körper. Kyes Berührungen und seine Worte ließen ihn schaudern. "Hmm...das willst du also..." murmelte er und betrachtete Kye, als dieser dem Kimono fallen ließ. Der Anblick versetzte Yosh ein Kribbeln im Magen, das sich rasant auf seinen Unterleib ausbreitete und das Blut in seinem Glied zu pochen begann. Yosh fuhr sich fahrig durch die Haare, über die Brust, ließ die Hand unter die Decke gleiten und rieb an seinem Schritt. Er sah Kye an und ein kleines Lächeln umspielte seine Mundwinkel.
Kai drückte sich weg von Alec: "Hör auf, hör auf ständig solche Dinge zu sagen." er erhob sich und stand neben den Bett, sein Gesicht tränenüberströmt. "Hör auf zu behaupten, ich wäre stark und mutig. Das bin ich nicht, ich bin feige...oder woher stammen sonst diese Narben." er streckte Alec beide Unterarme hin "jemand der stark ist, hätte nicht zwei Selbstmordversuche hinter sich, jemand der stark ist hätte nicht einen Nervenzusammenbruch erlitten und sein Gedächtnis verloren, jemand der stark ist würde jetzt nicht hier stehen und heulen...Alec, ich...ich bin psychisch gestört, krank im Kopf und ich schäme mich dafür." er umarmt sich selbst und wandte sich seitlich. "Wie soll ich dich glücklich machen können? Wäre ich nicht, hättest du niemals diesen Unfall gebaut und wärst beinah gestorben. Hättest mich beinah allein zurückgelassen." er vergrub das Gesicht in den Händen und versuchte seinen Atem zu beruhigen. "Sieh mich, wie erbärmlich ich doch bin...versinke in Selbstmitleid - und herrlichkeit." verächtlich sprach er und sah ebenso seine Hände an.
Alec setzte sich im Bett auf und hörte sich das alles an, ohne eine Miene zu verziehen. "Schön..." meinte er nach einer Weile leise. "Es muss unheimlich befreiend sein, im Selbstmitleid zu ertrinken...sich Vorwürfe zu machen, alle Schuld bei sich zu suchen... wirklich erbaulich." Er griff nach seinen Zigaretten, zündete sich eine an und inhalierte tief. "Nach deinen Erlebnissen ist es überhaupt nicht verwunderlich, das du versucht hast, dich umzubringen....ich weiß, wie schnell man an diesem Punkt angelangt ist....und für dein Trauma brauchst du dich nicht zu schämen. Für was du dich wirklich schämen solltest, aus tiefstem Herzen schämen solltest ist die Tatsache, das du bezweifelst, mich glücklich machen zu können und dir die Schuld an meinem Unfall gibst." Alec stand auf und ging hinüber zu Kai, er kniete sich vor ihn und sah ihn an. "Ich war noch nie so glücklich wie mit dir....das ist die Wahrheit. Und an meinem Unfall bin ich ganz und gar selbst schuld....wenn ich bei Kisugi nicht so stur gewesen wäre und gesagt hätte, das ich ein Problem habe, wäre es nicht so weit gekommen....und wer weiß? Der Unfall wäre vielleicht so oder so passiert...und ich lebe. Anstatt hier herumzujammern, musst du etwas dagegen tun. Du hast dein Problem erkannt....dann löse es. Mit mir zusammen, weil ich dich auf keinen Fall mehr gehen lassen werde...ohne dich fehlt mir der wichtigste Teil zum Leben." Alec ging zurück zum Bett, drückte seine Zigarette aus, dann kam er zurück und nahm Kai in den Arm. "Du machst mich glücklich allein durch deine bloße Anwesenheit...ich liebe dich..."
Kye betrachtete ihn und sein tun und seine Augen blitzten für einen kurzen Moment auf. Er griff nach der Decke und zog sie herunter, warf sie ans andere Ende des Bettes. Er leckte sich die Lippen über dem ihm dargebotenen Anblick. So legte er sich neben Yosh ins Bett und fuhr mit seinen Fingerspitzen über dessen Körper, bei seinem Oberschenkel anfangend und seinem Hals endend. Er drängte ihn dazu, sich etwas auf die Seite zu legen und begann seinen Nacken und seine Schultern zu küssen, während er zwei seiner Finger in Yoshs Mund anfeuchtete und sie in ihn eindringen ließ.
Yosh folgte willig Kyes Anweisungen, er stöhnte und legte sich auf die Seite. Er genoss seine Berührungen und schrie leise auf, als er Kyes Finger in sich spürte. Yosh hatte die Hand immer noch an seiner eigenen Erregung, er ließ sie langsam auf und abgleiten, warf den Kopf in den Nacken, um Kye eine bessere Angriffsfläche zu bieten. Seine Lust wuchs von Minute zu Minute, allein schon die Plänkelei vorhin hatte ihn erregt....wie alles, was Kye tat. Yosh sah Kye an, seine Pupillen waren erweitert, einzelne Schweißtropfen sammelten sich auf seiner Stirn. "Du wolltest, das ich bettle, damit du mich befriedigst..." keuchte er. "Du machst mich halb besinnungslos vor Lust....ich flehe dich an, quäl mich nicht...ich will dich spüren, dich in mir spüren...." Yosh brach ab, seine Hand bewegte sich schneller, er keuchte laut.
Kai krallte sich an Alecs Pullover fest und vergrub das Gesicht an dessen Brust, drängte sich ihm entgegen, suchte Schutz und Geborgenheit. Er sank schluchzend und zitternd an ihm hinab auf den Boden. "Als du nicht wiedergekommen bist und dann plötzlich die Polizei vor der Tür stand..." er sah zu ihm hoch und Tränen flossen unaufhörlich über sein Gesicht "da dachte ich, ich würde dich nie wieder sehen...und dann, im Krankenhaus...all diese Geräte die an dir dranhingen, deren Geräusche mich fast wahnsinnig gemacht haben." er starrte auf den Boden und seine Stimme war belegt und fassungslos "Du warst so blass und kalt..." er schniefte kurz und verschlang seine Hände miteinander "Es war wie in einem schlechten Film, du hast gesagt ´Ich bin in einer Stunde wieder da... und klar fahre ich vorsichtig....ich will doch schließlich heute Abend mit dir am Strand sitzen und den Sonnenuntergang betrachten.´ du hast mich geküsst und gesagt ´Ich bin so froh, das alles wieder in Ordnung ist...jetzt können wir unseren Urlaub so richtig genießen.´ und bist gegangen, hast mir gewunken, hast mich angelächelt. Aber du bist nicht wiedergekommen, nicht nach einer Stunde und auch nicht nach zwei." in Kais Augen spiegelten sich Furcht, Traurigkeit, Fassungslosigkeit...als würde er alles noch einmal durchleben. All das, was er die ganze Zeit im Krankenhaus unterdrückt und verdrängt hatte, um an Alecs Seite zu wachen, weil er ihn brauchte, brach sich gewaltsam und unerbittlich ihren Weg an die Oberfläche.
Alec ließ sich neben Kai auf den Boden nieder, zog ihn auf seinen Schoß, hielt ihn fest. "Ssshht...ist okay....lass alles raus, was dich bedrückt, dich quält." murmelte er leise und streichelte ihm den Nacken. "Es tut mir leid....unendlich leid, das ich dir solche Angst gemacht habe. Dieser dämliche Unfall...und alles nur, weil ich so stur war. Aber ich bin froh...Kai, ich bin froh, das du mich nicht begleitet hast....wäre dir etwas zugestoßen, hätte ich mit dieser Schuld nicht weiterleben können." Alec streichelte unaufhörlich Kais Nacken und starrte einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand an. "Als du im Koma lagst, die Geräte anfingen zu piepsen und ich aus dem Zimmer geschmissen wurde....alle hektisch hin und herrannten, ich nicht wusste, ob du überhaupt wieder aufwachen würdest und jeden Moment mit einer entsetzlichen Nachricht rechnete, da war mir sofort klar, was ich tun würde. Ich habe versprochen, dich zu beschützen und bei dir zu sein.....egal wo. Ich lasse dich nicht allein, weder Himmel noch Hölle können mich von dir trennen." Alec küsste Kai zärtlich auf die Schläfe. "Das ich so schnell wieder gesund geworden bin, verdanke ich dir.....als sich der Wagen überschlug, habe ich an dich gedacht....und daran, das ich dich unbedingt wiedersehen muss...das du mich brauchst und das ich dich brauche." Er schlang seine Arme fest um Kai und wiegte ihn sanft hin und her. "Ich bin aufgewacht und habe als erstes dein Gesicht gesehen.....das war das schönste, was ich mir vorstellen konnte." Alec lächelte und Tränen liefen ihm die Wange hinab.
Kyes Blut pulsierte stetig durch ihn hindurch, manifestierte sich in seinem Unterleib. Yosh Worte und sein Handeln erregten ihn bis aufs äußerste. Während er seine Finger spielen ließ, küsste er Yoshs Schultern, biss zärtlich in den ihm dargebotenen Hals, fuhr mit der Zungenspitze seine Ohrform nach und knabberte an seinem Ohrläppchen. Er zog seine Finger zurück, denn seine eigene warme Härte rief sich ihm in Erinnerung. Er drängte sich näher an Yosh und begann sich leicht an seinem Hintern zu reiben. Er stöhnte leise, begann Yoshs Brustwarzen zu reizen, wanderte mit seiner Hand hinab zwischen seine Beine, umfasste seinen Oberschenkel und stellte ihn auf, ganz vorsichtig und langsam schob er sich in ihn, verharrte und biss ihm sanft in die Schulter, streichelte ihm über den Arm, mit dem er sich selbst Lust verschaffte. "Hör nicht auf..." flüsterte er ihm heiser ins Ohr "...ich begehre dich, ich will dich, ich liebe dich." säuselte er ihm, einer Beschwörungsformel gleich, ins Ohr und begann sich zu bewegen. Zog sich langsam aus ihm zurück um genauso so langsam wieder in ihn hineinzustoßen.
Yosh keuchte enttäuscht, als Kye seine Finger zurückzog, er warf den Kopf in den Nacken und biss sich auf die Unterlippe. Als Kye sich an ihm rieb, er ihn stöhnen hörte und seine Berührungen spürte, stöhnte er laut...seine Haut reagierte auf jede Berührung besonders intensiv...seine Lust wuchs ins Unermessliche...er drängte sich ihm entgegen, wollte ihn spüren, wollte Kye in sich spüren. Sein Eindringen begrüßte er mit einem leisen, lustvollen Schrei.....sein bewegungsloses Verharren ließ Yosh unwillig den Kopf schütteln....er drängte sich ihm noch weiter entgegen, wollte ihn auffordern, zu stoßen, seine Lust zu befriedigen...seine Hand, mit der er seine eigene Erregung gestreichelt hatte, wollte sich zurückziehen. Kyes Flüstern jedoch erzeugte eine Gänsehaut am ganzen Körper...ein Schauer durchlief ihn, er stöhnte und fuhr fort, sich lustvoll und langsam selbst zu streicheln...zu erregen...Yosh liefen Schweißperlen die Schläfen hinab, er beantwortete jeden Stoß von Kye mit Intensität und Lust. Yosh war über alle Maßen erregt...seine Hand bewegte sich schneller, härter....jeder Stoß von Kye schien seine Lust noch mal zu erhöhen, so sehr, das es beinahe schmerzhaft war. " Kami-sama....Kye....hör nicht auf...hör nicht auf...HÖR NICHT AUF!!" Den letzten Teil schrie er hinaus, seine Lust hatte ihren Zenit erreicht und Yosh ergoss sich zitternd in seine eigene Hand, spürte die warme Nässe auf seinem Oberschenkel. Er atmete schwer, er hatte Punkte vor den Augen....er hatte sich vor Kye selbst befriedigt und jede Minute genossen.
Kai schmiegte sich wie ein kleines Kind in Alecs Umarmung, schloss die Augen und genoss die sanften Berührungen. Er legte ihm eine Hand auf sein Herz und meinte leise: "Und ich habe dir versprochen da zu sein, wenn du aufwachst...auch ich habe nicht vor meine Versprechen zu brechen." er hob den Kopf um ihn ansehen zu können. "Du hättest...du wärst mir gefolgt?" fragte er und schlang seine Arme um Alecs Hals.
Alec wischte sich mit dem Handrücken die Tränen weg und nickte. Er sah Kai an und flüsterte: "Was sollte ich hier ohne dich? Das Leben wäre wertlos für mich...schmerzvoll, öde und leer. Ich brauche dich, wie ich die Luft zum atmen brauche. Entziehst du mir das, werde ich sterben..." Alec küsste Kai auf die Stirn. "So einfach ist das...." murmelte er mit einem kleinen Lächeln. Alec wiegte ihn noch immer sanft hin und her und hatte Kai fest umschlungen. "Besser?" fragte er ihn nach einer Weile leise.
Yoshs lustvoller Aufschrei durchfuhr ihn heiß und kalt, ließ ihn sich schneller und härter bewegen. Er hatte eine Hand auf dessen Hüfte liegen um sich besser halten zu können, lehnte seine Stirn an Yoshs Nacken, schloss die Augen und stöhnte laut um mit einem letzten harten Stoß ebenfalls zum Höhepunkt zu kommen. Nach Luft schnappend umschlang er ihn und drückte ihn an sich, die Augen noch immer geschlossen und sich in ihm befindend. "Du machst mich wahnsinnig vor Lust." keuchte er ihm abgehackt ins Ohr.
Yosh atmete immer noch schnell, als er gespürt hatte, wie sich Kye in ihn ergoss, durchlief ein Kribbeln seinen gesamten Körper und er stöhnte leise. Kyes Flüstern an seinem Ohr ließ ihn genussvoll die Augen schließen. "Das kann ich nur zurückgeben...." schnurrte er leise und drückte sich fester in Kyes Umarmung. Nach eine Weile löste er sich von ihm und drehte sich in seinem Arm, um ihn ansehen zu können. Vorsichtig strich er mit seinem Zeigefinger über Kyes Lippen, küsste ihn innig und schmeckte sich selbst. "Ich habe mich vor dir selbst befriedigt..." murmelte er leise, wie in Gedanken. "Ich hätte nie gedacht, das noch mal zu tun.....aber vor dir ist es mir nicht peinlich..." Yosh hob seine Hand, spreizte sie und betrachtete seine Finger, die von der hellen Flüssigkeit benetzt waren. "Ich liebe dich...Kye..." murmelte er versonnen.
Kai war immer wieder erstaunt, das ihn jemand so sehr liebte, war für ihn unfassbar...unerklärlich. Es jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Er hob den Kopf, wischte sich ein paar Tränen weg und nickte. Noch immer die Arme um Alecs Hals geschlungen, zog er sich dicht an ihn heran, küsste ihn sanft und schob forschend seine Zunge in seinen Mund. Er schloss die Augen und versank in seinem Geschmack, seinen Empfindungen und Gefühlen für ihn.
Alec erwiderte den Kuss zärtlich, er spielte mit Kais Zunge, genoss seinen Geschmack und drückte ihn dabei fest an sich. Er löste sich von ihm, sah ihm tief in die Augen und gab ihm einen Kuss auf die Nasenspitze. "Lass uns ins Bett gehen, Tenshi....wir sollten schlafen. Morgen werden wir endlich wieder zu Hause sein....ich freu mich schon sehr darauf....und auf Weihnachten." Alec stand auf, zog Kai mit sich und hob ihn hoch. Sanft legte er ihn ins Bett und deckte ihn zu, dann schlüpfte er zu ihm unter die Decke und zog ihn in seinen Arm. "Schlaf gut, Tenshi....träume süß....gute Nacht." Alec küsste Kai zärtlich auf die Lippen, vergrub die Nase in seinem Haar und schloss die Augen.
Kye leckte sich kurz über die Lippen und erwiderte Yoshs Kuss, schwelgte in seinem Geschmack, nahm seine Hand und leckte über dessen Zeigefinger. "Das macht mich stolz." meinte er lächelnd und küsste ihn auf die Stirn. "Es muss dir auch nicht peinlich sein, es ist ein sehr erregender Anblick." schnurrte er.
Yosh sah ihn an und bekam rote Ohren. "Hmm.....früher hat man das heimlich unter der Bettdecke oder der Dusche getan...." murmelte er. Dann lächelte er leicht und strich Kye eine Strähne aus der Stirn. "Aber du machst mich beinahe besinnungslos vor Lust, die kleinste Berührung von dir und ich rede und reagiere völlig hemmungslos.....ich kann nichts dagegen tun. Ich warte nur auf den Tag, an dem unsere Nachbarn mich anzeigen...wegen Lärmbelästigung." Yosh gluckste leise, strich über Kyes Brust und schloss die Augen.
Kai lag auf dem Rücken und sah an die Decke, er liebkoste mit seinen Fingerspitzen Alecs Arm, den er über ihn gelegt hatte und lauschte seinen gleichmäßigen Atemzügen, der heiß seinen Hals streifte und ihm eine dünne Gänsehaut bescherte. Schlafen konnte er nicht, dafür war er viel zu aufgewühlt. Er wandte den Kopf um durch die Terrassentür zu sehen und beobachtete die dicke Wolkendecke, die sich bedrohlich durch den das fahle Mondlicht von der schwärze der Nacht abhob.
Alec war eingeschlafen, als ihn ein lauter Donnerschlag aus seinem Schlummer riss. Verschlafen riss er die Augen auf und sah sich um, im ersten Moment nicht wissend, wo er war. Er sah Kai neben sich liegen und erkannte, das er wach war. "Bist du auch wegen dem Donner aufgewacht? Da scheint sich ein ganz schöner Sturm zusammenzubrauen." Alec schwang die Beine aus dem Bett und trat an die Terrassentür. Er sah hinaus, hörte das Toben des Meeres und beobachtete die Blitze, die über den Himmel zuckten. Die Donnerschläge folgten kurz drauf, also war das Gewitter ganz in der Nähe. Alec schauderte und rieb sich unwohl die Oberarme, die sich mit einer leichten Gänsehaut überzogen hatten. Da draußen tobte die Natur....und er war sehr froh, drin zu sein und auch alle, die er liebte, im Haus zu wissen. Das Meer, das er so liebte, wirkte in diesem Moment wie ein Feind...bereit, alles zu verschlingen und zu töten, was ihm im Weg war. Er hing seinen Gedanken nach, hörte sich wieder rufen und schreien...am Strand entlanglaufen... er schüttelte den Kopf, um seine Gedanken zu vertreiben und ging zurück ins Bett.
Kye suchte nach der Decke und zog sie über sich beide, legte seine Arme um Yosh und drückte ihn an sich. "Wenn du so reagierst, dann kann ich mein Vorhaben ja in die Tat umsetzen." lachte er leise und küsste ihn sanft auf die Stirn.
Yosh öffnete die Augen wieder und sah ihn stirnrunzelnd an. "Welches Vorhaben? Hm....verrate es mir doch..." gurrte er leise und strich Kye über den Arm. "ich bin doch so neugierig...." Yosh lächelte entwaffnend und küsste Kye auf die Brust.
Kai hatte ihm nachgesehen, aber nichts gesagt, er hatte ihn beobachtet und sah wie er zurück ins Bett kam, er setzte sich auf, lehnte sich an das Kopfteile. Grelle Blitze zuckten am Himmel und tauchte das Schlafzimmer in unregelmäßigen Abständen in ein unheilvolles Licht. Kai wandte den Kopf und fuhr Alec mit einer hand durchs Haar, zog ihn zu sich, bettete seinen Kopf auf seinem Schoß und streichelte seinen Nacken. "Die Gedanken malen Bilder, doch ich finde keinen Rahmen; der Wind spricht zu mir, wünscht mir Glück, er flüstert meinen Namen, er sagt: Ich bin in dir, wohin du gehst..." flüsterte er und fuhr ihm durchs Haar. "Woran denkst du?"
Alec schloss die Augen und genoss Kais Spiel mit seinen Haaren. "Das war schön..." murmelte er leise. Als er Kais Frage hörte, öffnete er die Augen wieder und seufzte leise. "ich werde es dir erzählen.." Alec holte tief Luft, suchte Kais Hand und verschlang seine Finger mit den seinen. "Ich hatte dir doch erzählt, das ich kurz vor Studienbeginn mit meinem Großvater hier war. Er hatte Personal mitgenommen...eine Köchin und eine Haushälterin, sowie seinen persönlichen Diener. Wir ließen es uns richtig gut gehen, führten lange Gespräche....was ich dir nicht erzählt habe war, das wir meinen kleinen Cousin dabeihatten....den jüngsten Sohn des Bruders meiner Mutter. Takuto. Er war damals zehn und ein kleiner Sonnenschein...er sah mir sehr ähnlich....mein Opa lachte immer und meinte, wir könnten Brüder sein. Wir beide waren seine Lieblinge....nun ja, wie dem auch sei...eines Abends tobte das Meer so wie heute....ein Sturm war weit draußen über dem Wasser aufgezogen. Taku ist nach dem Abendessen noch mal nach draußen gegangen....er wollte Ball spielen. Großvater und ich spielten Schach. Taku war ein sehr vernünftiges Kind, er war nicht risikofreudig...ich sah immer mal wieder nach unten und schaute nach ihm...als er auf einmal verschwunden war." Alec brach ab und räusperte sich, seine Stimme klang belegt, als er weitersprach. "Er war wahrscheinlich seinem Ball hinterher gegangen und die Wellen haben ihn aufs offene Meer hinausgetragen. Er konnte schwimmen, aber die Unterströmung war zu stark....ich bin eine ganze Stunde suchend und rufend am Strand entlanggerannt....zwei Kilometer weiter unten wurde er an Land gespült...er war ertrunken. Alle sagten es war ein Unfall, niemand hatte Schuld...aber wenn ich vielleicht früher geguckt hätte, wenn ich gesehen hätte, wie er in Richtung Meer geht. Und seither verbindet mich eine Art Hassliebe mit dem Meer...ich liebe es und gleichzeitig verabscheue ich es, wenn es so tobt wie heute." Alec schloss die Augen und schluckte mühsam den Kloß hinunter, der sich in seinem Hals gebildet hatte. Selbst nach fast 10 Jahren tat es immer noch weh, davon zu sprechen.
Kye seufzte wohlig und lächelte: "Soso,...ich soll es dir verraten?" er rollte sich auf den Rücken und sah zum Fenster hinaus und runzelte kurz die Stirn, ein Gewitter zog auf, so umarmte er Yosh enger. "Zum Beispiel werde ich dich irgendwann mal in freier Natur verführen..." schnurrte er und strich mit den Fingerspitzen über seinen Arm.
Yosh hatte den Kopf auf Kyes Brust gebettet und grinste leicht. "Das hört sich sehr verlockend an....aber ein möglichst einsames Plätzchen muss es sein, sonst haben wir Probleme....du weißt, wie laut ich bin." Er gluckste leise und malte mit dem Finger kleine Kreise auf Kyes Bauch. "Da frage ich mich schon die ganze Zeit, was wohl die Leute im Hotel gedacht hätten....der Fahrstuhl bleibt stecken und man hört Schreie....die hätten bestimmt gedacht, ich würde vor Panik schreien..." Yosh schloss die Augen und seufzte wohlig...Kye strahlte eine angenehme Wärme aus und er begann, leicht einzudösen. Beim ersten Donnerschlag, war er allerdings wieder hellwach...er begann zu zittern und drängte sich eng an Kye. "So ein Mist..." murmelte er, kniff die Augen zusammen zog sich die Decke über den Kopf. "Tut mir leid...ich..." Yosh klapperte mit den Zähnen und bemühte sich, die aufsteigende Panik zu unterdrücken, was ihm neben Kye eigentlich recht gut gelang. Yosh fühlte sich beschützt und das machte es leichter. "Ich bin froh, das du da bist."
Kai sah zum weiter zur Terrassentür hinaus und spielte mit einer Strähne von Alecs Haar, hörte ihm zu und wandte den Kopf als er geendet hatte. "Alles hat seine Bestimmung, Alec; alles hat einen Sinn...sie haben Recht, es war ein Unfall, du trägst keine Schuld." er drückte seine Hand und lächelte leicht, liebevoll. "Du bist ein Dummkopf, Hisamoto Alec." meinte er leise, sah erneut zum Fenster hinaus und drückte ihn an sich, begann seinen Nacken zu streicheln: "Schlaf ein wenig."
"Trotzdem....es tut immer noch weh, darüber nachzudenken.." murmelte Alec und entspannte sich, Kais Finger auf seinem Nacken fühlten sich einfach gut an. "Du solltest auch schlafen, Kai....es ist schon spät." Er zog sich von ihm zurück und legte sich neben ihn, klopfte mit der Hand auf das Kissen neben ihm. "Komm, leg dich zu mir...ich möchte dich im Arm halten, damit ich besser schlafen kann." Liebevoll lächelte Alec Kai an.
Kye hatte die Augen geschlossen und hörte den Donner, bemerkte wie Yosh anfing zu zittern. Er drehte sich auf die Seite, legte einen Arm über Yoshs Kopf, seinen anderen um dessen Taille und zog ihn dicht an sich heran, vergrub das Gesicht in seinen Haaren. "Ich bin bei dir." flüsterte er und küsste ihn aufs Haar, fragte sich im stillen, welche Angst er ausgestanden haben musste, wenn er allein war. So zog er ihn noch dichter an sich, schützte ihn mit seinem Körper und strich ihm beruhigend und liebevoll über den Rücken.
Yosh begann, sich zu entspannen, das Zittern ließ nach. Ein bisschen fuhr er zwar noch bei jedem Donnerschlag zusammen, aber es hielt sich in Grenzen. "Du tust mir gut...ich habe kaum noch Angst..." murmelte Yosh und drückte sich eng an Kye. Er atmete ruhiger, fühlte die Wärme, die liebevollen Berührungen und schlief trotz des Gewitters ein.
Kai sah ihn an und schüttelte den Kopf. "Ich möchte noch nicht schlafen." meinte er leise und sah wieder zur Terrasse hinaus, beobachtete die Blitze und lauschte dem tosen des Meeres.
Alec zog seine Hand zurück und zerknautschte sein Kopfkissen. "Wie du möchtest.....ich bin müde. Gute Nacht, Tenshi..." murmelte er schlaftrunken vor sich hin und schloss die Augen. Keine zwei Minuten später war Alec eingeschlafen....eine Hand hatte er auf Kais Oberschenkel liegen.
Kai lauschte Alecs gleichmäßigen Atemzügen und wandte den Kopf, sah ihn liebevoll an. Er strich ihm durchs Haar, küsste ihn auf die Stirn und entzog sich ihm. Kai schlüpfte leise durch die Tür und ging nach unten, das Kaminfeuer war fast verglommen, er biss die Zähne zusammen und fachte das Feuer wieder an, dann ging er in die Küche und suchte in den Schränken nach etwas zu essen. Schließlich setzte er sich Wasser auf und machte sich ein paar Nudeln. Auf der Couch sitzend, in die Decke gemummelt, genüsslich kauend, sah er hinaus aufs Meer. Er stellte den leeren Teller auf den Couchtisch und nahm sich seinen Discman, stöpselte ihn ein und lauschte Klaviermusik, die trotz ihrer romantischen ruhigen Klänge, zu dem tosenden Meer passte.
Alec schlief tief und traumlos. Im Schlaf griff er hinüber auf die andere Bettseite und wurde wach, als er bemerkte, das Kai fehlte. Alec setzte sich auf, schwang grummelnd die Beine aus dem Bett und zog sich einen Pullover über. Er tapste nach unten ins Wohnzimmer...auf der Schwelle blieb er stehen. Kai sah mit dem Rücken zu ihm auf dem Sofa und hörte Musik. Liebevoll betrachtete er ihn eine Weile, dann drehte er sich um und ging zurück ins Bett. Alec kuschelte sich in die Decke, schloss die Augen und schlief bald darauf wieder ein.
Es dämmerte bereits als Kai sich erhob um nach oben zu gehen. Er schlüpfte neben Alec, sah ihn an und küsste ihn auf die Stirn. Er hatte sein Kissen geknautscht und schlief friedlich, so drehte er sich um, auf die Seite und schloss ebenfalls die Augen.
Als Alec die Augen aufschlug, war es draußen bereits hell. Er sah Kai neben sich, der friedlich schlief, er lächelte und strich ihm vorsichtig übers Haar. Dann sah er auf die Uhr, es war halb neun. Vorsichtig schlüpfte er aus dem Bett, nahm sich frische Sachen und ging ins Bad. Er duschte, zog sich an und lauschte...von den anderen zwei war ebenfalls noch kein Ton zu hören. Alec grinste und ging hinunter in die Küche...er setzte sich einen Kaffee auf, öffnete die Terrassentür und trat hinaus. Von dem Gewitter war nichts mehr zu spüren...nur eine leichte frische Schneedecke überzog die Landschaft und sah ein wenig wie Puderzucker aus. Alec ging zurück in die Küche, schenkte sich eine Tasse Kaffee ein und nahm seine Zigaretten. Er setzte sich an den Esstisch, sah hinaus, trank in kleinen Schlucken und rauchte dabei gemütlich seinen Glimmstengel.
Kye schlief ebenfalls tief und fest ein, nachdem er gemerkt hatte das Yosh keine Angst mehr hatte und sogar schon schlief. Er erwachte grummelnd, draußen war es bereits hell. Die Decke höher ziehend, vergrub er das Gesicht in Yoshs Haar und schlief weiter.
Yosh erwachte, weil ihm die Sonne direkt ins Gesicht schien. Vorsichtig blinzelnd öffnete er die Augen, er sah auf die Uhr...neun. Yosh drehte sich....Kye schlief noch. Leise, um ihn nicht zu wecken, entzog er sich ihm, schnappte seine Sachen und ging ins Bad. Nachdem er sich geduscht und angezogen hatte, kam er zurück ins Schlafzimmer, setzte sich auf die Bettkante und strich Kye sanft über die Wange. "Kye...es ist schon nach neun...willst du nicht aufstehen?" Yosh hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
Kye knurrte nur und vergrub sein Gesicht im Kissen. Er hatte nicht vor jetzt schon aufzustehen, so zog er die Decke höher, fast über den Kopf und schlief selig weiter.
Yosh verkniff sich ein Lachen, zuckte mit den Schultern und stand auf. Er warf noch einen letzten Blick auf Kye und ging hinunter Richtung Küche, da es bereits verführerisch nach Kaffee duftete. Yosh betrat das Wohnzimmer, sah Alec am Tisch sitzen und lächelte freundlich. "Guten Morgen.." dann ging er hinüber in die Küche, goss sich Kaffee ein und setzte sich ebenfalls an den Esstisch.
Kai schlug ein Augen auf und blinzelte in die Sonne, er drehte sich und sah auf die Uhr, die andere Betthälfte war bereits leer. Es war nach neun und er streckte sich genüsslich. Nach fünf Minuten erhob er sich und ging ins Bad, stellte sich unter die Dusche und zog sich frische Sachen an. Er ging die Treppe hinunter, trat hinter Alec, den er am Esstisch ausmachen konnte und küsste ihn aufs Haar. "Morgen." murmelte er und ging in die Küche um sich einen Tee zu machen.
Alec hatte Yosh begrüßt, war aber noch zu wortkarg, um große Unterhaltungen führen zu können. Er nippte an seinem Kaffee, starrte aus dem Fenster hinaus und hing seinen Gedanken nach, als er merkte, das Yosh aufstand, seine Tasse nahm und auf die Terrasse ging. Alec sah ihm nach, trank noch einen Schluck und bemerkte Kai hinter sich. "Guten Morgen, Tenshi..." er blickte ihm hinterher, als dieser in die Küche ging, um sich Tee zu kochen und lächelte liebevoll.
Yosh hatte seine Tasse geschnappt und war auf die Terrasse gegangen, als er merkte, das Alec nicht sehr konversationsfreudig war. Auch er selbst war noch nicht ganz munter. So beschränkte er sich darauf, an der Brüstung zu lehnen und seinen Gedanken nachzuhängen.
Kai goss sich eine Tasse Tee auf und wandte sich um, erspähte Yosh auf der Terrasse und setzte sich auf die Couch. Es lag eine wunderbare Stille über dem Haus, und Kai seufzte wohlig, begann seinen Tee schluckweise zu trinken.
Kye war derweil aufgestanden und hatte sich geduscht, er grummelte vor sich hin als er die Treppe hinunterstieg, ging ohne Morgengruß an Alec vorbei, nahm sich eine Tasse Kaffee und ließ sich dann ebenfalls am Tisch nieder. "Morgen..." nuschelte er zwischen zwei Schlücke aus seiner Tasse.
Yosh kam herein, sah Kye und lächelte. Im Vorbeigehen strich er ihm übers Haar und machte sich in der Küche zu schaffen....schob Brötchen in den Ofen und deckte nebenbei den Tisch. "Ich weiß ja nicht, was mit euch ist...aber ich habe Hunger."
Alec grinste sich eins, als er Kye betrachtete...der Morgenmuffel schlechthin. Und Kai war nicht viel besser. Er beobachtete Yosh und nickte eifrig. "Ich habe auch Hunger....frische Brötchen, Kaffee und Marmelade...danach wär mir jetzt."
Kye seufzte kurz unter Yoshs Berührung und verzog dann das Gesicht. Allein das Wort ´Brötchen´ löste bei ihm Übelkeit aus, so erhob er sich und schlich zum Sessel, um sich dort niederzulassen, er nickte Kai kurz zu und schlürfte weiter seinen Kaffee, sich eine Zigarette anzündend.
Kai sah Kye an und wusste, das er genauso aussah bzw. sich genauso gab. Je mehr die beide von Hunger und Marmeladen sprachen desto kleiner wurde er, bis er schließlich gänzlich auf der Sicht der beiden verschwand. Zusammengekauert trank er seinen Tee, dabei wieder aus dem Fenster schauend.
Yosh grummelte leise vor sich hin, wenn man genau hinhörte, konnte man etwas wie "Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages...immer diese Morgenmuffelei.." der Rest ging in unverständlichem Gemurmel unter. Yosh goss sich und Alec noch mal Kaffee ein und setzte gleich einen neuen auf...er holte nach 10 Minuten die Brötchen aus dem Ofen und setzte sich gegenüber von Alec an den Esstisch: "Wir frühstücken...sollen die Muffel doch machen, was sie wollen" und reichte ihm den Brotkorb hinüber.
Alec sah, wie Kai immer kleiner wurde und hatte schon den Mund geöffnet, als er ihn unverrichteter Dinge wieder zuklappte. Es hatte sowieso keinen Wert, wenn Kai nicht wollte, konnte er ganz schön stur sein. Er sah Yosh an, als sich dieser ihm gegenübersetzte, nahm ein Brötchen und meinte: "Danke....wir lassen uns das Frühstück nicht vermiesen." Er schnitt das Brötchen auf, bestrich es mit Butter und Marmelade und biss genüsslich hinein. Kauend wandte er sich an Yosh: "Wir beide wären eigentlich ein ideales Paar....wir sind nur beschränkt morgenmuffelig, wir frühstücken und ernähren uns morgens nicht nur von Kaffee und Tee und gutaussehend sind wir auch noch...was will man mehr. Überlegs dir, Ken Yoshigawa...wir hätten bestimmt ne Menge Spaß zusammen." Alec grinste und zwinkerte Yosh zu.
"Ja genau, und den Rest des Tages lebst du von Koffein und Nikotin." kam es spottend von der Couch. Kai sah Kye mit hochgezogener Augenbraue an und dieser nickte nur. Erhob sich, goss sich erneut eine Tasse ein und setzte sich wieder. Kai indes hatte sich noch einen Tee gemacht und hatte sich ebenfalls wieder auf die Couch verzogen. "Die zwei brauchen Energie um uns zu nerven, du weißt..." Kye grinste verschwörerisch in Kais Richtung, der ihn ansah und ebenfalls leicht grinsen musste. Er wusste genau worauf Kye anspielte.
"Und von Kohlenhydraten in Form von Nudeln...im Krankenhaus hat man mir einiges beigebracht...Nikotin und Koffein sind meine Drogen, auf die ich nicht verzichten kann. Ich brauche zwar auch noch was anderes, aber das will ich hier jetzt nicht näher ausführen und das kann man rein technisch auch nicht 20 mal am Tag machen...." Alec brach ab und biss erneut genussvoll in sein Brötchen. "Oder wie siehst du das, Ken? Ist es technisch möglich...20 mal am Tag Sex zu haben?" Fragend sah er ihn an, der Schalk blitzte aus seinen Augen.
Yosh sah ihn an und platzte heraus: "Woher soll ich das wissen? Ich kann nur mit Bestimmtheit sagen, das drei Mal locker geht..." er brach ab, als er merkte, was er da grade eben von sich gegeben hatte und wurde feuerrot. Verlegen goss er sich noch eine Tasse Kaffee ein und schob sich den Rest seines Brötchens in den Mund. "Was fragst du mich auch für einen Scheiß am hellen Morgen.." nuschelte er zwischen den Zähnen hervor.
Kye wandte den Kopf und sah die beiden an, musste über Yoshs hochroten Kopf grinsen, dann wandte er sich seinem Kaffee wieder zu.
Kai schüttelte nur den Kopf über Alec tiefphilosophierende Frage und trank seinen Tee aus, erhob sich und meinte: "Ich geh packen." "Umm, gute Idee." meinte Kye, trank seine Tasse ebenfalls aus und verschwand mit Kai nach oben.
Alec sah den beiden nach, trank seinen Kaffee und zündete sich eine Zigarette an. "Immer diese Hektik.." Er inhalierte tief und betrachtete Yosh, grinste insgeheim über dessen rote Ohren. "Immer locker bleiben, Ken.....drei Mal also...das ist ja sehr interessant...und dabei klingt deine Stimme heute ganz normal....wenn man viel schreit, wird man doch normalerweise heiser?" Fragend sah er ihn an, seine Augen blitzten amüsiert.
"Ich bin halt gut bei Stimme...Training ist alles..." meinte Yosh lapidar und trank den letzten Schluck seines Kaffees. "Und außerdem, wer sagt dir, das drei Mal gestern war? Im Übrigen geht dich das gar nichts an..." Yosh versuchte cool, zu bleiben, konnte aber nicht verhindern, das seine Ohren immer roter wurden. Er erhob sich: "Ich geh auch packen!" und verschwand nach oben. Yosh betrat das Schlafzimmer, kramte seine Tasche heraus und begann, seine Klamotten wahllos hineinzustopfen. Seine Ohren fühlten sich heiß an, er vermied es Kye anzusehen und war ungewöhnlich schweigsam.
Kai packte wohlwissentlich Alecs Sachen ebenfalls, nachdem er seinen Koffer zusammen hatte, legte beide auf das Bett und trat auf den Balkon hinaus, lehnte sich an die Brüstung, umarmte sich selbst und sah aufs Meer hinaus. Im Sommer würden sie noch einmal wiederkommen und dann würde er im Meer baden gehen, Alec würde ihm das Schwimmen beibringen und er würde seinen Wunsch wahr werden lassen. Als er daran dachte bekam er rote Ohren und Wangen, sowie ein aufregendes kribbeln im seinem Körper.
Alec hatte Yosh nachgesehen und begann zu lachen...es machte ihm tierisch Spaß, ihn aufzuziehen. Er drückte seine Zigarette aus, erhob sich und begann, das Geschirr zu spülen. Nachdem er fertig war, ging er nach oben ins Schlafzimmer. Alec sah Kai auf dem Balkon, trat leise hinter ihn und schlang ihm die Arme um die Taille. "Du hast für mich gepackt? Ich danke dir, Tenshi.." murmelte er leise in sein Ohr und küsste ihn auf den Nacken, Dann legte er sein Kinn auf Kais Kopf und sah aufs Wasser hinaus. "Woran denkst du?"
Kye packte seine Sachen und betrachtete Yosh eingehend, er schloss den Reißverschluss seiner Reisetasche und trat hinter ihn, legte seine Arme um seine Taille und küsste seinen Nacken. "Was hast du?" fragte er leise an seinem Ohr und legte sein Kinn auf dessen Schulter ab, während er ihn an sich drückte.
Yosh schloss mit Müh und Not seine Tasche und seufzte leise. "Es ist nichts...mir war nur peinlich, das ich so herausgeplatzt bin und Alec damit unfreiwillig Munition geliefert habe...die er dann auch zum Abschuss gebracht hat. Schließlich geht es keinen was an, wie oft wir am Tag miteinander schlafen....und wie laut ich dabei schreie. Ich sollte vielleicht öfter vorher nachdenken, bevor ich rede...ich bin immer so spontan." Yosh fuhr sich durch die Haare und streichelte mit den Fingerspitzen über Kyes Arme.
"An den Sommer." meinte er leise und drehte sich dann in Alecs Umarmung, schmiegte sich an ihn und seufzte wohlig. "Du kannst es nicht lassen, oder?" meinte er leise lachend "Ken immer wieder aufzuziehen, meine ich."
"Hm...ich muss zugeben, es macht mir tierisch Spaß....ich kann ihn verlegen machen, das hätte ich nie für möglich gehalten." grinste Alec. "Aber ich halte mich zurück....ich mag Ken, er tut Kye gut...und dir." Er küsste Kai auf die Stirn und lächelte ihn liebevoll an. "Hmm...der Sommer...ich freue mich schon sehr darauf."
Kye lachte leise und vergrub seine Nase in Yoshs Haaren. "Oh bitte nicht,...ich würde das vermissen." er drückte ihn an sich, küsste ihn nochmals auf den Nacken und löste sich dann von ihm, nahm seine Tasche und öffnete die Tür. "So schön es hier auch ist, aber ich möchte gern wieder nach Hause, was meinst du?"
Yosh nahm seine Tasche und folgte ihm. "Hm...zu Hause klingt gut. Und nächste Woche ist dein Geburtstag und Weihnachten...Kais Geburtstag....uns wird sicher nicht langweilig werden." Er lächelte verschmitzt. "Ich bin schon sehr gespannt, was du zu meinem Geschenk sagen wirst...mir ist da nämlich eine Idee gekommen..." Yosh ging an ihm vorbei, auf die Treppe zu.
"Du magst ihn also, weil er mir und Kye gut tut...hmm,...wie war das, ihr würdet gut zusammenpassen, kaum morgenmuffelig und so weiter." meinte Kai, löste sich von ihm und ging zurück ins Schlafzimmer, griff dort nach seinem Koffer und sah ihn an. "Lass uns nach Hause gehen, ja?" und lächelte ihn an.
"Hm...du bringst mich da auf was....meinst du, Kye wäre sehr sauer, wenn ich mich an Ken ranschmeiße?" Alec sah Kai an und lachte. "Ich mag ihn...aber dich liebe ich...egal, wie muffelig du morgens bist." Er folgte ihm, nahm seinen Koffer und nickte: " Wir gehen nach Hause...ich kann es kaum erwarten, dich Klavier spielen zu hören." Alec öffnete die Tür und deutete mit einer Handbewegung Kai den Vortritt. "Nach ihnen, Monsieur.."
Kye sah ihn groß an, schloss die Tür und folgte ihm. "Soso...da bin ich aber ebenfalls gespannt." und schmunzelte, fuhr ihm kurz mit dem Zeigefinger über den Rücken und lief an ihm vorbei, nahm ihm die Tasche aus der Hand und ging hinaus, das Gepäck im Wagen zu verstauen. Er kam wieder, sich die Hände anhauchend und warmrubbelnd: "Wie gut das es Scheibenenteiser gibt, das ist schweinekalt draußen."
Yosh schauderte unter der Berührung und grinste. "Da kannst du auch gespannt sein...ich werde den morgigen Tag wohl mit Shopping verbringen...Shizuka und die Kinder, Alec, Kai was zu Weihnachten.....und du natürlich....Weihnachten und Geburtstag, das ist mein Ruin. Wie gut, das ich, seit ich dich kenne, jeden Pfennig gespart habe." Yosh sah ihm nach, als er die Taschen nach draußen brachte und schauderte unter dem kalten Luftzug von der offenen Eingangstür zusammen. Als Kye wiederkam, nickte er. "Du hast recht...schweinekalt. Das mag ich nicht am Winter....Wärme ist mir lieber."
Kai runzelte die Stirn und sah ihn an: "Warum nennst mich eigentlich immer ´Monsieur´?" und schüttelte den Kopf, trat auf den Flur hinaus und blieb kurz darauf erneut stehen. "Das bringt mich auf die Frage, wärst du sehr sauer, wenn ich mich an Kye ranschmeiße?" und sah ihn ernsthaft fragend an.
"Weil ich dieses Wort einfach genial finde...so hat der Leibdiener meines Opas ihn immer genannt...der war Franzose....dieser Akzent, einfach sagenhaft." Alec lächelte und folgte Kai, er schloss die Tür und hätte ihn beinahe umgerannt, als er stehen blieb. Alec hörte seine Frage und runzelte beinahe unmerklich die Stirn. "Nö, überhaupt nicht...Kye und ich sind die besten Freunde und teilen alles.....warum nicht auch dich? Er könnte es zwar nur einmal tun und dann nie wieder, weil ich ihm dafür etwas strategisch wichtiges abschneiden würde...aber sauer? Nein....nie!" Alec lächelte zuckersüß, seine Augen blitzten.
"Mir auch." meinte er grinsend und schob seine kalten Hände unter Yoshs Pullover. "Du wärmst mich doch, oder?" fragte er mit seinem besten Hundeblick. "Außerdem, was heißt hier, seit du mich kennst." er runzelte die Stirn. "Das klingt gerade komplementär."
Yosh zuckte zusammen, als Kyes kalte Hände seine Haut berührten. "Wah, ist das kalt..." klapperte er und hielt unwillkürlich die Luft an. "Nur, weil du es bist.." Er sah ihn an und grinste. "Klar, seit ich dich kenne. Immer, wenn ich dich besucht habe, hast du für mich gekocht...was glaubst du, was ich da alles sparen konnte? Und außerdem...ich mache gerne Leuten, die ich mag, kleine Geschenke....ich liebe es, wenn sie sich freuen, das ist das größte für mich." Yosh beugte sich vor und küsste Kye auf die Lippen.
Kai sah ihn an, zuckte die Schultern: "Okay, gut zu wissen." Meinte er, wandte sich um und trat auf die Treppe zu.
Alec schnappte Kai am Arm, wirbelte ihn herum und küsste ihn innig. "Ich würde platzen vor Eifersucht...wag es ja nicht..." murmelte er an Kais Ohr, als er sich von ihm gelöst hatte. "Ich würde ihn umbringen, ohne mit der Wimper zu zucken.....ich lasse nicht zu, das jemand anderer diesen Körper so berührt....wie ich das tue." Alec drückte Kai fest an sich, dann ließ er ihn los und sah ihn an. "Gehen wir jetzt nach Hause?" Unsicher lächelnd strich er Kai durchs Haar.
"Ich will aber nichts von dir, das habe ich dir schon mal gesagt." meinte Kye Kopf schüttelnd. "Und Alec,...dem musst du erst recht nichts schenken, das hat der überhaupt nicht verdient." und zog die Stirn in Falten, beugte sich dann aber vor und gab Yosh ebenfalls einen Kuss.
"Alec? Dem schenke ich Ohrenstöpsel...damit er, falls wir im Sommer wirklich gemeinsam Urlaub machen sollten, schlafen kann. Und du? Ich bin zwar bereit, alles zu machen, was du willst.....aber nicht in jeder Hinsicht. Und aus diesem Grund wirst du in dieser Sache auch nicht gefragt....ich mache, was ich will!" Yosh grinste ihn frech an und pokte ihn auf die Stirn. "Guck nicht so...das macht hässlich und gibt Falten." Yosh gluckste und entzog sich ihm, schnappte seine Jacke und ging in Richtung Eingangstür.
Noch ein wenig atemlos sah Kai ihn verwirrt an, das einzige was er herausbrachte war ein ´Wow!´. Er sah ihn an, umfasste seinen Nacken mit einer Hand und zog ihn zu sich herunter, um ihn nochmals zu küssen, dann löste er sich von ihm: "Hmm,...krieg ich immer solche Reaktionen, wenn ich so etwas sage? Dann werd ich der Versuchung kaum widerstehen können das öfters zu tun." und grinste.
"Das kann gut sein...du weißt, das ich wahnsinnig eifersüchtig bin." murmelte Alec, als sie sich voneinander lösten. "Wobei ich mich frage, was alle immer an Kye finden...ich sehe besser aus als er.." Alec lachte leise über Kais Gesicht. "Gomen...ich konnte nicht widerstehen...der alte, arrogante Alec musste mal wieder zum Vorschein kommen. Ich hab es nicht ernst gemeint....Kye ist wirklich eine beeindruckende Erscheinung." Alec lief ein Stück die Treppe hinunter und streckte Kai die Hand entgegen. "Komm, gehen wir...die anderen werden schon warten."
"Hmpf,...ich sehe auch mit Falten gut aus." meinte Kye und sah ihn an. "Außerdem, meine Hände sind noch ganz kalt." er grummelte, und nahm sich seinen Mantel, legte ihn sich über den Arm und rief die Treppe hoch: "Alle, die nach Hause wollen, sollten die Möglichkeit jetzt ergreifen, denn es gibt nur eine Fuhre."
Yosh kicherte vor sich hin: "Wenn du meinst...ich finde ja, du siehst 10 Jahre älter aus, wenn du so guckst.....aber das ist Ansichtssache." Er sah Kye an und lächelte, dann öffnete er die Eingangstür und trat hinaus. Yosh hob die Nase in den Wind und schauderte...es war wirklich eiskalt. Er zog seine Handschuhe aus der Manteltasche, ging hinüber zum Auto und wartete, von einem Bein auf das andere hüpfend, um warm zu werden.
Kai ergriff Alecs Hand und lächelte. Er ging mit ihm die Treppe hinunter und folgte dann Kye, der das Auto aufschloss und den Motor zum heizen startete. Er verstaute das restliche Gepäck im Kofferraum und stieg dann ebenfalls ein. Kai hatte sich derweil auf den Rücksitz bequemt und nahm Kyes Mantel an sich, zum wärmen.
Kye sah die drei an: "Fertig für zu Hause?" und fuhr los.
Yosh nickte nur und sah zum Fenster hinaus, die Arme um sich geschlungen, um sich zu wärmen. Er sah hinüber zu Kai, der neben ihm saß und lächelte...er schien genauso zu frieren wie er selbst. Nach einer Weile wurde es wärmer, Yosh zog seine Jacke aus, legte sie neben sich und betrachtete die Landschaft...er lauschte der Musik aus dem Radio und war in Gedanken versunken.
Alec quälte sich auf den Beifahrersitz und knirschte mit den Zähnen. "Ich bin froh, wenn dieses Scheißteil endlich von mir genommen wird, damit ich mich wieder normal bewegen kann....es ist unwürdig!" Er sah zu Kye hinüber und nickte. "Ja, lass uns nach Hause fahren.....ich habe die Nase vorerst voll von diesem Ort." Er öffnete Fenster einen kleinen Spalt und zündete sich eine Zigarette an.
Als Kye die Stadtgrenze ihres Zu Hauses erreichte, schickte er ein Stoßgebet zum Himmel, denn seine Nerven lagen blank. Er umkrampfte das Lenkrad und knirschte unverhohlen mit den Zähnen. Alec, machte ihn WAHNSINNIG. Er versuchte ruhig zu bleiben und parkte vor dem Haus in dem er und Kai lebten, er hielt den Wagen an, stellte den Motor ab und wandte langsam den Kopf, musterte Alec von der Seite und meinte ruhig: "Tu mir einen Gefallen,...STEIG AUS." die letzten zwei Worte wurden etwas lauter und mit Nachdruck ausgesprochen.
Alec sah Kye mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Du brauchst nicht laut zu werden...ich steige gern freiwillig aus." Er öffnete die Beifahrertür, mühte sich hinaus und lief nach hinten zum Kofferraum. Er holte das Gepäck heraus, stellte es auf den Bürgersteig und ging wieder nach vorne. Er steckte den Kopf zur Seite herein. "Komm Kai, wir sind zu Hause...was an ein Wunder grenzt." Alec sah Kye an: "Danke fürs heimbringen....wir sehen uns spätestens an deinem Geburtstag." Er knallte die Tür mit Wucht ins Schloss, schnappte seinen Koffer und hinkte auf die Haustüre zu.
Kai war während der Fahrt eingeschlafen und bekam so nichts großartig mit, der Schlaf forderte sein Recht und so wachte er erst auf als sie bereits vor ihrem Haus standen. Kyes Worte ließen ihn leicht erschrecken, er rieb sich die Augen und blinzelte.
Yosh hatte beinahe die ganze Fahrt geschwiegen, aus dem Fenster gesehen und dem Radio und insbesondere Alecs Monologen gelauscht. Der Mann war anstrengend....zickig und offensichtlich genervt. Yosh bewunderte Kye grenzenlos, an seiner Stelle hätte er ihn schon längst rausgeschmissen...irgendwo angehalten und an die frische Luft gesetzt. Er atmete erleichtert auf, als Alec ausgestiegen war, er verabschiedete sich von Kai und setzte sich seufzend zu Kye auf den Beifahrersitz. "Ich frage mich nur, warum die Leute mich für nervend halten..." murmelte er und lächelte Kye an. "Lass uns nach Hause fahren."
Kai war ausgestiegen und hatte sich bedankt und verabschiedet. Er streckte sich nochmals und lief hinter Alec her. Er wollte etwas sagen, unterließ es in Anbetracht seiner Gesamtverfassung allerdings und begnügte sich damit, ihm stillschweigend nach oben zu folgen.
Alec grummelte auf dem Weg nach oben permanent vor sich hin. An der Wohnungstür drehte er sich herum, sah Kai an und lächelte leicht: "Tut mir leid...." Er öffnete die Tür mit Schwung, stellte sich hinter Kai und schob ihn leicht über die Schwelle. "Willkommen zu Hause, Tenshi.." und küsste ihn auf den Nacken. Er schloss die Tür mit dem Absatz und sah sich suchend nach Klara um, die bereits um die Ecke gelaufen kam und sich anscheinend freute, das sie wieder da waren.
Kye seufzte hörbar und fuhr weiter. "Gott, er kann so richtig zickig sein." er schüttelte leicht den Kopf, dann sah er Yosh an und lächelte: "Und du? Wie gehts dir?" es war nicht weit bis zu ihrer Wohnung, er parkte und holte das Gepäck heraus, warf Yosh den Wohnungsschlüssel zu und folgte ihm hinauf.
"Bis auf einen Hörschaden ganz gut..." grinste Yosh. Als Kye parkte, stieg er aus, fing den Schlüssel und machte sich auf den Weg nach oben. Er schloss die Türe auf, ließ Kye den Vortritt und warf den Schlüssel auf das Garderobenschränkchen. "Endlich zu Hause..." Er streckte sich und sah Kye begeistert an.
Kai trat ins Wohnzimmer und blieb wie angewurzelt stehen. Er hielt die Luft an und bekam große Augen, in denen sich kurz darauf Tränen sammelten. Ganz langsam ging er auf das schwarz-glänzende Musikinstrument zu, fuhr ganz sanft mit den Fingerspitzen darüber, unfähig etwas zu sagen.
Alec beobachtete ihn und ein Lächeln glitt über sein Gesicht. "Ich geh auspacken....deinen Koffer auch. Mach du dich doch inzwischen ein bisschen mit deinem Klavier vertraut....ich hoffe, es gefällt dir." Er trat hinter Kai und wuschelte ihm durchs Haar, dann verließ er das Wohnzimmer, um ins Schlafzimmer zu gehen und dort die Koffer auszupacken.
Kye ließ das Gepäck an Ort und Stelle fallen, was in diesem Moment der Flur war, schlurfte ins Wohnzimmer und ließ sich rücklings auf die Couch fallen, einen Arm über den Augen stöhnte er leise erschöpft auf, und schloss die Augen. "Endlich zu Hause..." murmelte er.
Yosh zog seine Jacke aus, schnappte das Gepäck und machte sich auf den Weg ins Badezimmer. Dort stellte er die Taschen ab, ging in die Küche und kochte Kye einen Cappuccino. Yosh brachte ihm die Tasse und meinte: "Bleib sitzen und ruh dich aus...die Fahrt war anstrengend genug. Ich packe aus und fülle gleich eine Waschmaschine." Er lächelte Kye an, küsste ihn sanft auf die Lippen und ging ins Badezimmer. Dort fing er an auszuräumen.
Kai stand davor und betrachtete es, lange, ausgiebig...ungläubig. Strich sanft mit den Fingerspitzen darüber, setzte sich auf die hölzerne, bepolsterte Bank. Ganz langsam öffnete er es und betrachtete die weiß und schwarzen Tasten. Zögernd streckte er einen Finger aus und berührte eine Taste, drückte sie und zuckte unter den Klang zusammen. "Es muss gestimmt werden." meinte er leise und begann zu zittern, nun liefen ihm die Tränen heiß die Wangen herunter. Viel zu unfassbar war es, das er hier, vor seinem Lieblingsinstrument saß.
Alec war im Schlafzimmer und kramte in den Koffern....er zuckte zusammen, als er den Ton vernahm. "Muss dringend gestimmt werden...das hört sogar ein Laie wie ich." Alec ließ Koffer Koffer sein, ging hinüber ins Wohnzimmer und trat hinter Kai. Er legte ihm die Hände auf die Schultern: "Es muss gestimmt werden....." und küsste ihn auf den Nacken, strich ihm beruhigend über den Rücken. "Gefällt es dir?" murmelte Alec leise.