Silver stand schon eine ganze Weile an der Reling und betrachtet das Wasser. Er wusste das sein Kapitän mit ihm sprechen würde wenn er mit dem Kleinen fertig war. Deshalb drehte er sich bei dem Ruf auch sofort um und antwortete etwas leiser. „Ich bin hier Kapitano.“ Der Ältere drehte sich um und sah Morgan entgegen. Als dieser vor ihm stand grinste er. „Haben sie jetzt Zeit für mich… tut mir leid ich wollte vorhin nicht stören, wusste ja nicht das sie gerade mit so was Süßem beschäftigt waren.“
Auf die Entschuldigung ging Morgan nicht mehr näher ein, sondern kam gleich zum Thema.
„Wo hat sich Roderick niedergelassen?“, wollte er wissen. Denn vielleicht bot sich die Möglichkeit unauffällig einzubrechen und den kostbaren Schatz an sich zu reißen. Mann musste alles abwägen, bevor man zuschlug.
„Im Goldenen Engel… er hat das ganze oberste Stockwerk. Wir haben keine Möglichkeit an ihn ranzukommen.. der alte Geldsack hat aus der Vergangenheit gelernt. Er lässt niemanden an sich ran, selbst seine Geschäftspartner empfängt er nur mit Wachen. Das einzige Mal das er ohne Wachhunde ist, ist wenn er mal wieder eine Hübsche junge Dame in sein Bett holt… vielleicht sollten wir uns mal an eine von denen ranhängen.“ Silver sah seinen Kapitän forschend an, er wusste wie sehr dieser Roderick leiden konnte… etwa so wie die Beulenpest. Aber der Ältere sah keine Möglichkeit an den Alten und somit an dessen Gold heranzukommen.
„Mhh nicht gerade schöne Neuigkeiten“, Morgan runzelte grübelnd die Stirn.
Was konnte man da machen, ohne dass es auffallen würde. Vielleicht eine Hure engagieren. Aber er vertraute nur ungern fremden Personen. Nein, das war ihm zu riskant. Schade das sie keine Frau in ihrer Bande hatten. Ein nerviges Frauenzimmer könnten sie jetzt verdammt gut gebrauchen.
„Wir brauchen eine Frau… der wir vertrauen können“, faste Morgan seine Gedanken zusammen.
Silver lachte kalt. „Ein Weibstück dem man vertrauen kann… Kapitano… so ein Weib gibt es nicht. Egal was du ihr auch sagst, sie wird versuchen dich zu betrügen, wenn das Frauenzimmer herausbekommt um was es geht.“ Der ältere Pirat lehnte sich an die Rehling und seufzte. „Wenn er auf Knaben stehen würde… na dann hätten wir unseren Schiffsjungen… der wäre recht schnucklig… aber der Alte steht nur auf Weiber. Und selbst unser Kleiner Nick macht in Weiberklamotten keine gute Figur.“
Noch immer dachte Morgan scharf nach. Doch ihm wollte einfach Gescheites einfallen.
Silver hatte schon Recht, wenn Roderick wenigstens auf Knaben stehen würde, dann wäre das Problem schnellstens gelöst. Aber so…
Vielleicht einen Knaben der wie eine Frau aussah… nur leider hatten sie so was nicht an Bord, …oder etwa doch.
Morgan stutze.
Seth sah gewiss wie eine Frau aus, noch besser sogar, er war kein ganzer Mann. Das könnte die Lösung sein.
Seine Augen funkelten euphorisch und sofort machte er sich auf, Richtung seiner Kabine. Er würde seiner Geisel einen Handel anbieten.
Silver sah seinem Kapitän kopfschüttelnd nach. Aber er macht sich keine Gedanken, Morgan würde schon eine Lösung für das Problem einfallen.
Seth träumte immer noch wirre Bilder, er wimmert, hatte sich zu einem kleinen Ball zusammen gerollt und zitterte. Er war mit kaltem Schweiß bedeckt. Gerade als die Tür zu der Kabine aufging schrie er leise auf und wisperte unverständliche Worte.
Stirnrunzelnd schaute Morgan auf den anderen runter, der wohl gerade einen Alptraum zu haben schien. Aber damit konnte er sich jetzt nicht befassen, ihnen blieb keine Zeit mehr, schließlich gab es wichtigeres zu erledigen.
Deshalb rüttelte er vorsichtig an Seth Schulter, versuchte ihn zu wecken.
„Wach auf“, wisperte er bestimmt.
Durch dsa sanfte Schütteln wachte Seth langsam auf. Im ersten Moment wusste er nicht wo er isch befand, dann aber fiel es ihm wieder ein und er biss sich auf die Lippen. Er sah in die Augen seines Gegenübers, senkte dann den Blick. "Ich werde mich nicht wehren... aber bitte wenn sie mich zu ihrem Freund bringen, sagen sie ihm das ich Angst habe... bitte." Seth schloss die Augen und lies den Kopf hängen.
„Darum geht es jetzt nicht“, Morgan setze sich neben Seth und blickte ihm ernst in die Augen.
„Ich möchte dir einen Handel vorschlagen“, begann er sein Anliegen darzulegen.
„Es hängt ganz von deiner Entscheidung ab, ob ich dich ins Bordell schicken werde oder nicht.“
Er würde den anderen nicht zwingen, ihnen zu helfen. Denn würde es unfreiwillig geschehen könnte dieser seine Mannschaft in Gefahr bringen und das wollte Morgan auf gar keinen Fall riskieren. Aber sollte Seth ablehnen, dann bliebe ihm außer dem Bordell, keine andere Möglichkeit mehr.
Langsam hob er den Kopf und sah zu Morgan. Er biss sich leicht auf die Lippen. "Was soll das bedeuten... einen Vorschlag... welchen?" Er sah Morgan unsicher an, wusste nicht was der Ältere wollte. Aber er war schon fast versucht ja zu sagen auch wenn er noch nicht wusste um was es ging... er wollte nur nicht in das Bordell.
„Die Wahl liegt ganz bei dir“, fuhr Morgan fort. „Wenn du bereit bist für mich zu arbeiten, dann darfst du weiterhin auf meine Schiff bleiben und musste nicht ins Bordell. Au0erdem würdest du dann unter meinem persönlichen Schutz stehen.“
Seth sah Morgan etwas irritiert an. "Was soll ich denn für dich arbeiten?" Dabei beobachtete er den Piraten genau, er hoffte das es etwas war das er fertig bringen würde, denn auch wenn dieser Mann ihm gesagt hatte das sein Freund ihm ncihts tun würde, so fühlte er sich bei der Aussicht in einem Bordell anschaffen zu müssen nicht gerade wohl.
Tief blickte Morgan dem anderen in die Augen, fixierte ihn.
„Ich brauch dich als Lockvogel“, sagte er schließlich freiheraus und wartete gespannt auf Seths Reaktion.
"Als Lockvogel..." wiederholte Seth und sah den Piraten an. "Wenn soll ich locken? Und warum... ich verstehe nicht?"
„Einen Mann namens Roderick Miles“, erklärte Morgan. „Ein sehr reicher Mann…, nur ist es nicht gerade leicht unbemerkt an seinen Geldbeutel heranzukommen und aus diesem Grund sollst du uns dabei behilflich sein. Du wirst dich als Dirne verkleiden und versuchen ihm den Kopf zu verdrehen sodass seine Wachsamkeit früher oder später nachlassen wird. Erst dann kann meine Bande zuschlagen“
Morgan wusste genau, Seth würde keine andere Wahl bleiben. Entweder er half ihnen oder er musste ins Bordell.
Bei den Worten würde Seth kreidebleich, zog die Decke enger um sich und senkte dann den Kopf. „Als Dirne… muss ich dann auch… bitte ich möchte das nicht.“ Die letzten Worte waren leiser und Seth senkte den Blick, dicke Tränen liefen über seine Wangen. „Ich werde mein bestes geben das Ihr an ihn herankommt.. aber bitte..“ Seth brach ab und sah flehend zu Morgan. Auch wenn ihm das mit Morgan gefallen hatte, so hatte er doch Angst davor, das war auch ein Grund warum er Angst hatte in das Bordel zu müssen. „Ich werde Kleider brauchen… meines ist wahrscheinlich nicht mehr zu gebrauchen oder?“
Trotz dem Ernst dieser Situation musste Morgan schmunzeln. „Nein alles was du zu tun hast, ist es ihn zu verführen und ihm unauffällig starkes Schlafmittel einzuflössen.“
Damit hatten sie bis jetzt viel Erfolg gehabt und bestimmt wird dieses kleine Mittelchen auch weiterhin seinen Zweck erfüllen. Das war die Hauptsache.
Erleichtert nickte Seth. „Das schaffe ich… musste ich schließlich für Rave auch schon machen. Aber vielleicht wäre es ganz gut wenn ich wüsste auf welche Art „Frau“ er steht… das ich auch wirklich interessant für ihn bin.“ Seth kuschelte sich in die Decke. „Und ich muss dann nicht in das Bordell?“ Seth sah Morgan hoffnungsvoll an. Denn er würde lieber als Gefangener hier bleiben als in dieses Haus zu müssen.
„Ich sagte doch schon.. eine gewöhnliche Dirne“, sprach Morgan und lachte dann amüsiert auf.
„Das hab ich dir doch versichert, wenn du für mich arbeitest kannst du hier bleiben.“
Wie ängstlich der andere doch war, so was hatte er wahrlich noch nie zu Gesicht bekommen. Seth war wirklich ganz anders als seine einstigen Bekanntschaften.
Bei der erneuten Versicherung entspannte sich Seth etwas und wiegte dann den Kopf. „Ja gut … aber was mag er rot, blond oder braun? Soll ich mich scheu verhalten oder mich ihm anbieten? Verstehst du ich meine auf welche Art Frau er abfährt, denn schließlich muss ich ja nah genug an ihn ran.“ Auch wenn er sich eben noch fürchterlich gefürchtet hatte, das was Morgan verlangte war eigentlich nichts anderes als eine Rolle die er spielen sollte und das konnte er. Er hatte auch schon für Rave das leichte Mädchen gespielt und solange es nur dabei blieb hatte er auch keine direkten Probleme damit. „Wann willst du es machen?“
Daraufhin zuckte Morgan ratlos die Schulter. „Ich muss gestehen, danach habe ich mich noch nicht erkundigt. Kannst du dich nicht einfach seinem Verhalten anpassen?“
So intensiv hatte er sich nun doch noch nicht mit Roderick und dessen Vorlieben beschäftigt.
„Übermorgen wird ein kleines Fest stattfinden. Alle werden so angeheitert von dem ganzen Schnaps sein, sodass sie auf nichts mehr achten werden. Genau dann werden wir zuschlagen.“
„Vom Verhalten her ist das kein Problem… das kann ich je nachdem wir er ist. Aber von Aussehen her ist es schon schwieriger… meine Haare sind schwarzblau… wenn er aber auf blonde Frauen steht dann bräuchte ich ein Perücke… das ist es was ich meinte.“ Seth sah Morgan mit schief gelegtem Kopf an. „Aber ich bekomme es schon hin.“ Seth sah dann kurz an sich hinunter, er saß immer noch nur in die Decke gewickelt auf dem Bett. „Könnte… könnte ich etwas zum Anziehen bekommen… bitte.“ Bei der Bitte wurde Seth rot und senkte beschämt den Blick, würde ihm doch gerade erst wieder bewusst was dieser Mann mit ihm getan hatte.
„Ich glaube so genau achtet er nicht darauf. Hauptsache schön und willig“, vermutete Morgan und hoffte dass er recht behielt.
Auf die leise Bitte hin nickte er und kramte in seiner alten Truhe, holte ein altes Hemd und Hosen hervor und warf sie rüber aufs Bett.
„Dürfte dir zwar ein bisschen zu groß sein… aber ich denke das ist das kleinste Übel. Wir müssen dir eh noch passende Kleider, Schmuck und Schminke besorgen, damit du dich zu Recht machen kannst.“
Rasch find Seth die Kleider auf und schlüpfte hineine, nicht ohne rot zu werden. Denn er konnte die Blicke von Morgan auf sich fühlen. „Vielen Dank…. wie soll ich Euch denn anreden?“ Seth sah Morgan etwas scheu an, er hatte mit diesem Mann geschlafen, aber er wusste nicht wie er hieß. „Und wegen der Kleider… im Hafen gibt es einen Laden der Theaterbedarf verkauft.. da dürften wir alles finden… und es fällt nicht auf wenn ich die Kleider probiere.“ Seth sah etwas unsicher zu Morgan, denn er wusste nicht was sich der Pirat vorgestellt hatte… an Kleidung. Er hoffe nur das es nicht zu aufreizend sein würde.
Morgans Augen loderten regelrecht auf als Seth so völlig unbekleidet vor ihm stand. Gierig leckte er sich über die Lippen. Der andere war wirklich wunderschön. Er würde gewiss nicht lange brauchen um Roderick, diesen elenden schmierigen Kerl, um den Finger zu wickeln.
„Wenn wir alleine sind kannst du mich Morgan nennen und unter Leuten bin ich der Kapitän für dich.“
Es wäre nicht gut wenn sie vor seiner Mannschaft allzu vertraut taten. So etwas weckte nur Eifersucht und so was konnte er nicht gebrauchen.
Seth schloss die letzten Knöpfe und nickte. „Ich werde es mir merken.“ Dann sah er Morgan fragend an. „Wann willst du die Sachen besorgen… und soll ich mit?“ Irgendwie fühlte sich Seth ein bisschen unwohl bei dem Gedanken was Morgan von ihm verlangte, aber es war besser den Lockvogel und die Dirne zu spielen, als wirklich eine zu sein. Und er hoffte das Morgan sein Wort hielt und ihn nicht doch noch in dieses Bordell brachte.
„Es wäre wohl am besten wenn du mitkommen würdest, schließlich müssen sie dir passen“, gab Morgan zu bedenken.
„Ich habe zwar ein recht gutes Augenmaß… aber wir vordern das Schicksal lieber nicht heraus.“
In Gedanken zählte Morgan schon das Geld, welches für die edle Kleidung benötig wurde. Er hoffte sehr das Seth durch seine Arbeit ihre Kassen wieder reichlich fühlen würde. Ansonsten wäre das Bordell eine erneute Überlegung wert.
„Ja sie müssen mir passen, aber ich weis das es in dem Geschäft sehr gute und auch nicht so teure Kleidung gibt. Rave hat auch oft in solchen Läden gekauft… sie kaufen abgelegte Kleidung von Reichen und arbeiten sie um, so das man sie als Theaterkostüme verwenden kann.“ Auch wenn Seth sich jetzt ein bisschen besser fühlte, er mochte die Männerkleidung die er jetzt trug lieber als die Frauenkleider, so hatte er doch Angst was mit ihm passieren würde wenn Morgan diesen Kerl ausgenommen hätte. Würde er ihn dann noch brauchen. Er biss sich auf die Lippen und sah Morgan an, watete was dieser ihm jetzt sagen würde.
Schließlich nickte Morgan und strich seine wilden Haare zurück.
„Also gut dann werden wir dir heute Nachmittag ein paar Kleider besorgen…. Du solltest dich vielleicht noch ein bisschen schlafen legen “, schlug er dann großzügig vor und deutete auf sein Bett.
Schließlich war es noch immer Nacht und auch er fühlte eine leichte Müdigkeit in sich, obwohl er eher nachtaktiv war.
Seth sah aus dem Fenster und nickte. „Ja vielleicht sollten wir das.“ Langsam kroch er in das Bett und schloss die Augen. Er hatte eigentlich Angst davor einzuschlafen, denn immer wenn er nicht völlig erschöpft schlief quälten ihn Träume aus der Vergangenheit. Aber er wollte Morgan auch nicht widersprechen und schließlich hatte dieser ja recht. Er würde morgen seine Kraft brauchen.
Morgan wünschte dem anderen noch eine angenehme Nachtruhe, bevor er wieder ans Deck ging um seinen Plan mit Silver zu besprechen.
Er war sich absolut sicher dass es ein voller Erfolg werden würde.
Nervös stand Seth an der Rehling und sah auf das Wasser hinunter. Er hatte wieder erwarten, recht gut geschlafen, war nur einmal kurz aufgewacht aber auch gleich wieder eingeschlafen. Jetzt wartete er auf Morgan, der mit ihm die Kleider kaufen gehen wollte. Irgendwie hatte er Angst davor, er mochte es nicht sich in Frauenkleider zu zwängen, aber es schien gerade so als wenn es einfach sein Schicksal sein würde. Als er das dachte lies er den Kopf hängen, wie gerne wäre er ein normaler junger Mann und nicht dieses Wesen das er jetzt war. Rasch wischte er sich eine Träne aus dem Gesicht und wartete auf Morgan.
Der Geldbeutel wurde achtsam in Morgans Tasche verstaut und erst dann machte er sich auf die Suche nach Seth. Den er auch daraufhin, alleine an der Rehling stehend, vorfand.
„Wollen wir aufbrechen?“, fragte er und bot höfflich seinen Arm an.
Er musste darauf achten den anderen wieder wie eine Frau zu behandeln, schließlich würde er später eine verkörpern.
Zitternd legte Seth eine Hand auf den Arm von Morgan und nickte. Dann lies er sich die Gangway hinunterführen und von dort zu dem Geschäft. Als sie es betraten, schloss Seth kurz die Augen und konzentrierte sich. Innerhalb von Augenblicken verwandelte sich der schüchterne, unsichere Junge in eine zwar ebenso schüchterne, aber sehr anziehend wirkende Frau. Sein Gesichtszüge veränderten sich leicht und er war wieder das Mädchen das Morgan an dem Abend angesprochen hatte. Der Verkäufer kam und schüttelte entsetzt den Kopf als er die angebliche junge Frau in den Männerkleidern sah. „Guten Tag, die Herrschaften… mit was kann ich dienen.“ Dabei musterte er Seth eingehend, der scheu seinen Blick senkte und genau wie ein sittsames Mädchen wartete das sein Begleiter zu sprechen begann.
Morgan neigte leicht seinen Kopf, als kleine Geste der Höfflichkeit.
„Wir hätten gerne ein paar passende Kleider für die Lady hier. Können sie uns da weiter helfen?“
Er ließ seinen Blick durch das ganze Geschäft schweifen und nickte zufrieden. Die Kleider sahen edel und doch bezahlbar aus. Hier würde sich bestimmt etwas finden lassen, dessen war er sich sicher.
Der Verkäufer lächelte und betrachtete Seth einige Augenblicke, dann verschwand er zwischen den Ständern und kam mit vier Kleidern auf dem Arm zurück, er legte sie auf den Tresen und sah Morgan lächelnd an. „Ich denke diese hier dürften den jungen Lady sehr gut stehen.“ Seth kam auch näher und sah die Kleider an, dann blickte er zu Morgan und wartete ab was dieser sagte. Er war sich eigentlich sicher das ihm alle vier passen würden und sie waren auch für den Zweck geeignet, sie ließen Einblicke zu, aber nicht zu tief. So das der Mann nur erahnen konnte was ihn erwartete oder besser nicht erwartete. Vorsichtig strich er über ein waldgrünes Samtkleid, es war so ähnlich wie das das er getragen hatte als Morgan ihn entführte.
Prüfend tastet Morgan über die verschiedenen Stoffe.
„Gefallen dir die Kleider?“, fragte er an Seth gewandt. „Sollen wir sie kaufen? “
Ihm war es egal. Er kannte sich damit eh nicht allzu gut aus, deshalb würde er die Entscheidung und die Wahl ganz dem anderen überlassen. Schließlich würde er sie auch tragen müssen.
Dann beugte er sich verschwörerisch zu Seth runter und senkte seine Stimme zum einem Flüstern.
„Wir bräuchten noch Korsagen… mit so was kennst du dich gewiss besser aus.“
„Sie sind alle vier sehr schön.“ Man konnte in Seth Stimme hören das sie ihm gefielen, er aber eigentlich lieber das weiterhin tragen würde das er gerade anhatte. Und als Morgan jetzt die Korsagen ansprach lächelte er etwas gepresst, nickte aber und suchte sich mit Hilfe es Verkäufers zwei Stück aus die genau das vorspiegeln würden das Seth nicht hatte.. nämlich einen Busen. Dann suchte er auch noch rasch etwas Schminke heraus und nickte dann zu Morgan. „Ich denke wir haben alles.“