Part 11
Unsuspected Help
Kurz flackerte Kazukas Schutzschild und er sog die Luft ein.
Einen tiefen Schmerz hatte er gespürt, aber nicht seinen eigenen. Kazuka hatte den Link zu Conle offen gelassen und durch diesen drangen nun diese Gefühle hindurch.
„Willst du den Namen der Person kennen, die dich ins Grab bringen wird? Ich bin Katherine und mit diesen dummen Elementargeistern kannst du mir gar nichts.
#Conle, alles OK? Du schaffst das schon. #
Das musste reichen, erst musste er die Tussi loswerden, dann konnte er Conle helfen, oder es zumindest versuchen. Diese ging jedoch gerade an immer mehr Elementargeistern vorbei, ohne, dass diese sie zu greifen bekamen.
„Ich bin ein Geist, wenn ich es nicht will, dann machen mir weltliche Dinge, wie Elemente überhaupt nicht aus.
Die wollte also Dinge, die nicht von dieser Welt waren, das konnte sie haben.
Conle konnte kurz nichts sehen und hoffte das der Andere nicht gerade jetzt angriff. Aber er hatte glück.
#Ja. alles wunderbar, Cubling, mach dir mal keine Sorgen um mich. schaffst du die oder kann ich helfen? #, nicht das Conle dazu in der Lage gewesen wäre, aber das musste Kazuka ja nicht wissen.
Erst einmal musste er sich um den hier kümmern. aber wie?
Es war also eine verzauberte Klinge, da musste ebenfalls ein Zauber her, aber welcher?
Und die Schulter blutete auch immer noch.
Kazuka versuchte gerade sich daran zu erinnern, ob ihm jemals jemand erzählt hatte, wie man gegen Geister vorging.
In Gedanken schwor er sich, dass er, am besten noch heute, anfangen würde seine Kräfte zu trainieren, vorausgesetzt er überlebte Katherine. So auf die Schnelle fiel Kazuka nur eine Möglichkeit ein, aber ob er das aktiv hinbekam, bis jetzt hatte er das nur ungewollt vollbracht. Einfach an das letzte Mal denken und konzentrieren.
#Dir machen also weltliche Einflüsse nichts aus? Dann versuche es mal mit deinesgleichen. # Kazukas Augen hatten jetzt ein sehr unnatürliches Violett angenommen und der Körper war von einem hellen Licht umgeben.
Nach einigen Sekunden geschah dann auch das Gewollte, der Geist löste sich vom Körper und Kazuka schickte eine Energiewelle zu Katherine, psychische Energie.
Damit hatte diese nicht gerechnet, entsprechend heftig traf sie der Schlag.
Conle besann sich auf einen Heilzauber und siehe da, es half, leider war nun ein Großteil seiner Energie weg und so konnte er keinen Zauber mehr rufen um die Klinge des Anderen zu sehen. Also musste es wohl so klappen. Schnell schloss er die Augen, denn auch wenn die Klinge unsichtbar war, so war sie doch zu hören.
Da, von rechts, gerade noch rechtzeitig parierte Conle den Schlag und griff nun ebenfalls an.
Ein leichtes Glücksgefühl machte sich in Kazuka breit, da hatte er anscheinend eine effektive Methode gefunden, wie er diesem Rachegeist beikommen konnte.
Allerdings hatte er eines nicht bedacht, Magie konnte zurückschlagen. Ein leichter Ruck ging durch Kazuka, als eine Welle aus Energie ihn traf.
Bilder kamen ihm in den Sinn, es waren Erinnerungen, aber nicht seine eigenen. Er konnte Schreie hören und dunkle Magie spüren, er sah hier Katherines Vergangenheit, den Grund für ihren Tod.
Was sollte er nun damit anfangen?
Conle wich dem nächsten Schlag geschickt aus und schaffte es den Anderen zurück zu drängen als er einen Schrei hörte und Daniel zuckte zurück.
Da stand doch tatsächlich Lochlan und schaute mehr als verärgert. Was hatte er, Conle, den jetzt schon wieder angestellt?
Mit einer raschen Handbewegung schickte Lochlan, Daniel ins Reich der Schlafenden und schnappte sich Katharine.
„Jetzt reicht es mir aber, was soll das denn, habt ihr sie noch alle????, Lochlans Stimme überschlug sich. Conle zuckte nur zusammen, ging zu Kazuka und legte vorsichtig den Arm um dessen Schultern.
Er brauchte jetzt eine Stütze. Die Wunde wenn auch am heilen, schmerzte noch immer und schwächte ihn.
Da war doch wirklich Lochlan hier aufgetaucht, und hatte ihre Gegner mit einer Leichtigkeit unschädlich gemacht, dass es Kazuka die Sprache verschlug.
Langsam kehrte Kazukas Geist wieder in seinen Körper zurück, merkte, wie Conle ihm seinen Arm um die Schulter legte und sich leicht abstützte.
#Alles in Ordnung? Kann ich dir irgendwie helfen? #, unsicher schaute er zwischen Conle, Lochlan, Daniel und Katharine hin und her.
„Ich nehme mal an, dass ihr euch kennt? Vielleicht klärt uns mal wer auf, was hier eigentlich Sache ist?
#Vielleicht solltest du dich setzten, ich spiele zwar gerne Stütze, aber ich bin nicht so gut geeignet für so etwas#, forschend sah Kazuka in die Runde.
Conle schaute Lochlan noch immer staunend an. Was wurde denn hier gespielt?
#Nee, Cubling, ich bevorzuge es dich nah bei mir zu haben, dann kannst du nicht auch noch verschwinden oder so! #
Lochlan sah Katharine böse an und weckte Daniel dann wieder auf.
„Wie oft habe ich dir gepredigt, man ruft keine Rachegeister, die nisten sich in einem ein und vergiften den Geist. Aber nein der werte Herr hört ja nicht auf mich. Warum hört eigentlich nie jemand auf mich? Ich bin schließlich nicht umsonst der oberste Druide…und nun darf ich das Chaos wieder beseitigen…nicht wahr Daniel?
Daniel schaute nur betreten zur Seite und sagte gar nichts und Katharine versuchte Lochlan und alle Anwesenden mit ihrem Blicken zu erdolchen.
„Und von dir, Conle, hätte ich ein wenig mehr zugetraut, aber das war ja auch schon immer so. Nur Kazuka hat sich gut geschlagen.
Ich bin stolz auf dich mein Junge. Nun zu dir Katharine, ich war dabei als du gestorben bist und nun werde ich dafür sorgen, das du wirklich für immer verschwindest.
#Wie hat der uns eigentlich hier gefunden? Ich meine, woher wusste dein Meister, was hier los war, so dass er in genau dem richtigen Moment kam? Geht es dir gut, Conle, warum sollte ich verschwinden wollen? #
Kazuka sah Conle leicht skeptisch an, dann blickte er wieder zu Lochlan.
„Wohin willst du Katharine denn schicken, damit sie keinen Schaden mehr anrichten kann? Es schien dem Älteren wirklich nicht allzu gut zu gehen, so wie sich der auf ihn, Kazuka stützte. Katharine schien sich nicht damit abfinden zu können, dass sie nun mehr oder minder untätig in der Luft hing.
Diese Wut konnte man spüren, im ganzen Raum, dieser Rachegeist schien nicht sehr begeistert zu sein, dass der Mensch, den sie besessen hatte nun wieder bei Verstand war.
Conle sah kurz zu Kazuka
#Ich hab keine Ahnung was er hier macht und wie er hier her kommt. Aber das wird er uns bestimmt gleich erklären. Ich bin nur noch ein bisschen schwach auf den Beinen, das ist alles. #
Lochlan sah kurz zu den beiden und konzentrierte sich wieder auf Katharine.
„Ich werde sie endgültig ins Reich der Toten schicken und dort wird sie nie wieder einen Menschen benutzen.
„Nein, dass kannst du nicht tun….Lochlan ich flehe dich an. Ich will da nicht hin. Lass mich hier.
Conle spürte wie seine Beine unter ihm wegsackten und obwohl er versuchte sich an Kazuka fest zuhalten viel er zu Boden, doch bevor er diesen erreichte, verschlang ihn das dunkle Nichts einer Ohnmacht.
Fast schon aus einem Reflex heraus, hatte Kazuka ein wenig seiner Magie gerufen, damit Conle nicht auf den harten Boden aufschlug. Leichte Panik stieg in Kazuka auf.
#Conle? Das kannst du doch nicht machen. Sag doch was. #
Das durfte gerade ein göttliches Bild abgeben. Kazuka hatte Conles Kopf auf seinen Schoß gebettet und strich diesem nun einige Haarsträhnen aus dem Gesicht.
Kurz suchte er noch die Gedanken des Anderen ab, stellte dann aber fest, dass dieser nur Bewusstlos und erschöpft war, dieser magische Heilspruch hatte es wohl in sich gehabt.
„Und so etwas wie den lässt du auf die Menschheit los, das ist ja gemeingefährlich. Und dann Conle vorwerfen, er könnte das besser, ohne zu wissen, was hier eigentlich vorgefallen ist, das ist auch nicht sehr nett.
Erst hatte Kazuka auf Daniel gezeigt und sich dann an Lochlan gewandt.
Conle schwebte durch die Nacht, oder so schien es ihm. Er konnte nichts sehen und nichts spüren, aber er wusste, dass er was vermisste nur nicht was, aber es war wichtig.
Lochlan sah zu Kazuka und wurde blass, als er erkannte, das Conle nicht einfach nur in Ohnmacht gefallen war, aber zu erst musste er den Geist loswerden und so sprach er eine leise Beschwörung, die das Tor ins Totenreich öffnete und Katharine einsaugte.
Von dieser Plage würde sie auf immer verschont bleiben.
„Daniel, kann ich dich jetzt wieder frei lassen? Oder bist du noch immer der Ansicht, all diese Leute töten zu wollen?
„Nein, Meister Lochlan, es tut mir leid. Bitte verzeiht. Mit einer Handbewegung ließ Lochlan ihn frei und wand sich zu Kazuka.
„Kannst du Conles Geist spüren? Ich nicht und es scheint, als wenn er sich immer weiter entfernen würde und das ist sehr gefährlich.
Bitte was?
Kazuka tastete Conle gedanklich noch ein weiteres Mal ab, wie hatte er das bloß übersehen können? Aber viel wichtiger war, wie konnte er es wieder richten?
#Conle? Conle, bleib gefälligst hier, du kannst dich nicht so einfach aus dem Staub machen, das lasse ich nicht zu, ich lasse dich nicht so einfach gehen.#
Mit leichter Panik im Gesicht sah Kazuka zu Lochlan.
„Wie können wir ihm helfen, dass sein Geist zu uns zurück findet? Tu gefälligst etwas!, auch wenn das hier jetzt stark nach Panik schieben aussah, es war genau das Gefühl, welches in Kazuka gerade überhand gewann.
Er vermochte den Gedanken, dass er Conle verlieren könnte, nicht einmal zu Ende denken. Wenn Kazuka nur wissen würde, wie er Conle helfen konnte.
Conle spürte das da etwas nach ihm suchte, aber es war so weit weg, das er nicht wusste wie er dahin kommen sollte, aber er wollte da so gerne hin…es schien ihm so unendlich viel zu bedeuten und so strengte er sich an, aber so sehr er sich auch bemühte er schien nicht näher zu kommen.
Conle verlor langsam die Hoffnung und es wurde noch etwas dunkler um ihn.
Lochlan schaute Kazuka an
„Und was soll ich machen? Niemand kann dort hin, Conles Seele hat sich in sich selbst zurückgezogen und wenn er nicht will, dann kommt er nicht zurück. Und ich weiß nicht wie wir ihn wieder holen sollen…
Lochlan seufzte, er verstand nicht warum Conle gerade jetzt nicht wiederkommen wollte. Nach dem Tod seiner ganzen Familie hätte er es verstehen können, aber jetzt mit Kazuka, dieser Mensch war ihm ein Rätsel.
Gut, Lochlan würde hier also nicht weiterhelfen können.
Dann musste Kazuka logisch an die Sache herangehen. Conle hatte sich in sich selbst zurückgezogen, aber vielleicht war es unabsichtlich passiert und er kam alleine nicht wieder zurück.
Dann musste sich Kazuka etwas einfallen lassen, denn schließlich war er hier der, der eine Emotionale Verbindung zu Conle pflegte.
Das musste doch zu schaffen sein. Vorsichtig nahm Kazuka, Conles Kopf zwischen seine Hände und konzentrierte sich, vielleicht konnte er dem Anderen zumindest den Weg weisen, auf dem er wieder zurück zu ihnen kam.
Conle schwebte weiter und versuchte immer noch näher an dieses Etwas zu kommen, dass ihn so magisch anzog und es schien als wolle das ‚Ding auch näher zu ihm kommen und so strengte er ein letztes Mal alles an.
Lochlan beobachtete Kazuka und betete zu allen Göttern, das sie ihm helfen mögen. Und es schien als hätte Kazuka erfolg, Lochlan konnte Conles Geist wieder näher spüren und war darüber mehr als glücklich.
Man mochte es zwar nicht glauben, aber er mochte seinen ehemaligen Schüler sehr.
Auch Kazuka konnte Conles Geist wieder näher bei ihnen spüren, darum legte er sich noch einmal kräftig ins Zeug, legte all seine Energie in die Übertragung positiver Gedanken, die dem Anderen zeigen würden, dass er hier hin gehörte, dass er hier gebraucht wurde.
#Ich weiß, dass du das schaffst, das du stark genug bist, um diese Dunkelheit zu bezwingen, außerdem warten hier noch Leute auf dich, die auf dich zählen. Ich warte auf dich, Conle#, gedanklich streckte Kazuka seine Hand nach dem Älteren aus, nun konnte er nur noch warten, ob Conle sie ergreifen würde, ob der Andere zurückkommen wollte.
Conle spürte wie sehr der andere ihn brauchte und ihm wurde klar, das dort das auf ihn wartete was ER mehr als alles andere brauchte und so ergriff er die dargeboten Hand und war frei. Tief atmete er ein und wurde sich der Arme die ihn hielten bewusst.
Wieder einmal schien Kazuka sein rettender Hafen zu sein. Leicht errötend sah Conle zu Kazuka auf und lächelte diesen an.
#Danke Cubling, ich stehe in deiner Schuld. Du hast einen Wunsch frei…#
Lochlan lächelte und ließ die beiden mit den Worten, ich warte draußen, lasst euch Zeit, allein. Nun war keiner mehr im Saal außer den beiden.
Erleichterung durchflutete Kazuka, seine Augen waren feu
ht geworden.
Ohne weiter darüber nachzudenken, schlangen sich seine Arme um Conle und seine Lippen legten sich auf die des Anderen.
#Wenn ich einen Wunsch frei habe, dann wünsche ich mir, dass du so etwas nicht noch einmal machst. Da ist mir beinahe das Herz stehen geblieben, ich will dich nicht verlieren. #
Jetzt waren doch einige Tränen gefallen und Kazuka hatte den Kuss intensiviert. Dann musste Kazuka aber daran denken, dass ihr klärendes Gespräch noch immer ausstand.
Schnell beendete er den Kuss und sah Conle nun nur an.
#Tschuldigung.#
Conle spürte plötzlich zwei Lippen auf den seinen und einen kurzen aber intensiven Kuss. Dann war dieser Moment auch schon wieder vorbei und Kazuka sah ihn entschuldigen an.
#Schon in Ordnung…ich gebe mir Mühe….und jetzt komm her#, und mit diesen Worten zog Conle Kazuka wieder näher und küsste ihn. Langsam ließ er seine Zunge über die Lippen gleiten und verlor sich im Geschmack von Kazuka, dieser war einzigartig und Conle wurde bewusst, dass er von diesem Geschmack abhängig war.
Er hoffte, das Kazuka nicht gleich wieder abrechen würde.
Wieder einmal war Kazuka von Conles Verhalten leicht irritiert, aber er wehrte sich nicht gegen den Kuss, der jetzt von Conle begonnen wurde.
Das Bild, welches die beiden gerade abgaben musste sehr lustig sein. Kazuka lag nun halb auf Conle, da dieser noch immer mit seinem Rücken auf dem Boden war.
#Du machst vielleicht Sachen#, Kazukas Stimme hatte einen leicht amüsierten Ton angenommen, während er sich durch den Link noch einmal vergewisserte, dass der andere wirklich in Ordnung war und auch hier bleiben würde.
Dann wurde sich die, nun heilende Wunde, etwas genauer angeschaut.
#Das Mistding von einem Schwert hat dich ja ganz schön erwischt. Tut es noch weh? #
#Nur wenn ich sie bewege…mach dir keine Sorgen, wird schon wieder. # Conle zuckte kurz zusammen, riss sich dann aber zusammen.
#Sag mal, Cubling, was hältst du davon wenn wir ein wenig hier bleiben und trainieren. Ich muss mich eh erholen und du brauchst das Training, das hat der heutige Tag ja hinreichend bewiesen. Und dann können wir uns auch endlich unterhalten und alles klären. #
Conle sah Kazuka erwartungsvoll an und strich ihm über den Rücken. Seine Schulter tat ihm zwar mehr weh, als er zugeben wollte, aber nach dem Erlebnis wollte er Kazuka so schnell nicht los lassen.
#Das wird wohl das Beste sein. Außerdem braucht deine Schulter auf jeden Fall etwas Ruhe auch wenn du nicht zugeben willst, dass es mehr als nur ein wenig schmerzt. Ich habe es nämlich gespürt, als Daniel dich mit der Klinge verletzt hat und einen leichten Druck spüre ich immer noch, da ich den Link noch weiter geöffnet habe, um dich wieder hier her zu holen. #
Kazuka schnappte sich Conles rechte Hand und hielt sie mit seiner fest. Dann strich er mit seiner anderen Hand über die Seite des Größeren.
Conle genoss das sanfte Streicheln und fing leise an zu schnurren, von ihm aus mussten sie beide sich nie mehr bewegen und so schloss er die Augen und zog Kazuka nur noch ein wenig näher an sich ran.
#Von mir aus, könnten wir für immer so liegen bleiben…#
Lochlan spürte, dass die Wellen positiver und ruhiger wurden und atmete erleichtert aus. Nun konnte er sich seinen eigenen Problemen widmen.
Langsam ging er zu Daniel und erklärte den leicht verunsicherten Dorfbewohnern, dass ihnen nun keine Gefahr mehr drohte. Daniel sah mehr als unglücklich aus und es würde wohl noch einige Zeit dauern bis diese ihm wieder trauen würden.
Ein wohliges Kribbeln ging gerade durch Kazukas Bauch hindurch. Ein wenig musste er kichern, als er Conle schnurren hörte.
Nach einem weitern Kuss schmiegte sich Kazuka noch etwas näher an den Anderen heran, da der ja nichts dagegen zu haben schien.
Unwillkürlich kamen ihm Alrenas Worte wieder in den Kopf, wahrscheinlich würde sie jetzt lachen, aber nein er wollte Conle ja nicht erobern, er doch nicht.
#Da gebe ich dir vollkommen Recht, ich könnte auch noch länger hier liegen bleiben, allerdings würde ich meinen, das eine weichere Unterlage bestimmt etwas bequemer wäre.
Außerdem schleicht Lochlan da draußen noch herum, von dem wüsste ich auch noch zu gerne, warum der wusste, was hier los ist. #
Allerdings machte Kazuka keine Anstalten sich zu bewegen, hier, in Conles Arm gefiel es ihm einfach viel zu gut.
Conle nickte ergeben, Kazuka hatte Recht, der Boden wurde langsam unbequem und ein Bett wäre viel netter.
# Gute Idee, ich glaub ich brauch ein Bett und etwas schlaf. Und was wirst du tun? Mir Gesellschaft leisten? #, hoffnungsvoll sah Conle Kazuka und grinste dann.
Lochlan stand immer noch mit den Leuten draußen und versuchte ihnen zu erklären, das Daniel nicht böse war, sondern nur besessen.
Was die Sache nicht einfacher machte, aber er würde schon Erfolg haben. Daniel stand einfach nur da und hörte den Leuten zu, er hatte sie enttäuscht und verraten und er wollte eigentlich nur noch weg, aber er konnte sie nicht auch noch im Stich lassen.
Also würde er bleiben und versuchen alles wieder gut zu machen.
#Erst einmal werde ich dir aufhelfen und dich in ein Bett bringen, dann sehen wir weiter. Mal sehen, was Lochlan so zu seiner Verteidigung zu sagen hat. #
Damit zog Kazuka, Conle mit sich in eine aufrechte Position. Wo würden sie wohl am ehesten ein Bett und vielleicht etwas zu essen finden?
#Lochlan, kannst du mich hören? Wir bräuchten hier am besten mal ein Bett, ansonsten kannst du Conle für die nächsten Tage wohl vergessen. # Draußen schien gerade das halbe Dorf versammelt zu sein, dass würde erklären, warum hier drinnen niemand war.
#Ich denke ich werde dir Gesellschaft leisten, sobald ich etwas zu essen für uns gefunden haben, ist das dem Herrn genehm? #
#Wunderbar. Da freu ich mich ja jetzt schon drauf. # Conle stand mühsam auf Kazuka gestützt, als Lochlan rein kam.
„Ihr könnt im Haus gleich neben an schlafen. Du, Kazuka, scheinst auch eine ruhige Nacht zu brauchen. Schlaft euch aus und wir sehen uns dann morgen früh. Und damit verließ Lochlan die beiden. Conle nickte Lochlan zu und wankte dann Richtung Ausgang.
Dort stand bereits Daniel und erwartete sie.
„Ich werde euch euer Zimmer zeigen und euch etwas zu essen bringen. Das mit der Wunde tut mir wirklich leid, wenn ich das irgendwie wieder gut machen kann, dann sagt es nur…
Conle würdigte den Anderen keines Blickes und schlich an ihm vorbei.
Kazuka beobachtete den Anderen genau, dieser Daniel war ihm suspekt.
Jeder, der Conle etwas antat, war ihm suspekt, wer wusste schon, was der als nächstes vorhatte. Dann wurde ihnen ihr Raum gezeigt und schon beim Anblick des Bettes konnte man Conles Erleichterung sehr deutlich spüren, da freute sich jemand auf eine Runde Schlaf.
„Ich werde euch dann gleich das Essen bringen, fühlt euch wie zu hause, damit verschwand Daniel aus dem Zimmer.
#Na dann mal ab ins Bett mit dir#, fröhlich grinsend zog Kazuka, Conle auf das Bett, nachdem er die Decke zurückgezogen hatte.
Conle ließ sich dankend aufs Bett sinken und legte sich hin. Dann zog er Kazuka mit einer Hand zu sich.
#Du hast versprochen dich zu mir zu legen, also komm! #, bittend sah Conle Kazuka an, ihm war egal was die Anderen dachten.
Er brauchte die Nähe des Anderen jetzt. Daniel brachte etwas zu essen und verschwand dann wieder und ließ die beiden allein. Conle fielen schon fast die Augen zu, aber er wollte sicher gehen, das Kazuka bei ihm blieb im Bett.
Lochlan wartete draußen auf Daniel und sah ihn fragend an, „Und sind sie gut untergebracht? Und haben sie etwas zu essen bekommen? Ich denke das wir jetzt über deine Fehler reden sollten.
Daniel nickte nur ergeben. Das hatte er schon erwartet.
Kazuka ließ sich von Conle auf das Bett ziehen.
#Ja, ich lege mich schon zu dir, ich laufe dir nicht weg#, so nah er nur konnte, legte sich Kazuka an Conle heran und schloss seine Arme um die Brust des Andere und legte seinen Kopf auf Conles linke Schulter.
#Jetzt zufrieden? Mach die Augen zu, schlaf ein paar Stunden und dann ist auch die Schulter ein bisschen besser. #
Damit schloss auch Kazuka die Augen um ein wenig Ruhe zu finden.
Conle schlang die Arme fest um Kazuka und fiel in einen tiefen Schlaf, endlich war er glücklich und zufrieden.
Als Conle das nächste Mal aufwachte, schien die Sonne schon nicht mehr ins Zimmer und er hatte sich nicht bewegt.
Langsam öffnete er die Augen und schaute auf den jungen Mann in seinen Armen. Eigentlich sollte er irritiert und böse sein, irritiert weil er glücklich war, dass Kazuka in seinen Armen lag und böse weil dieser Daniel ihn verletzt hatte, aber er war dankbar.
Endlich hatte er erkannt, dass er für Kazuka mehr empfand als nur Freundschaft und dieses Gefühl war ein gutes.
Und er hatte ein Recht auf ein wenig Glück, jetzt war nur noch die Frage wie Kazuka fühlte, doch irgendwie konnte Conle das Gefühl nicht abschütteln, dass Kazuka ihn ebenfalls mochte.
Wieder einmal von Wärme umgeben wachte Kazuka auf. Seufzend kuschelte er sich noch ein wenig enger an Conle, der offensichtlich noch neben ihm lag.
Nur widerwillig wurden die Augen geöffnet. Conle schien schon wach und ein wenig in Gedanken versunken.
#Na, probierst du gerade aus, ob dein Hirn noch funktioniert? #
Ein wenig frech wurde gegrinst und dann weitergekuschelt.
#Wie gehts nach dem Mittagsschlaf? Ich hoffe doch besser als vorher#, dann schaute Kazuka kurz auf den kleinen Tisch neben dem Bett, auf dem Daniel das Essen abgestellt hatte.
#Hunger? #, damit hatte sich Kazuka schon aufgemacht um das Essen zu erkunden.
#Mmh? Ja danke und du? Iß nicht alles alleine, ich bin schließlich schwer verletzt und brauche viel Energie…#, Conle lächelte Kazuka an und zwinkerte ihm liebevoll zu.
„Los her damit… sonst knabbere ich dich an… schnappte sich etwas von dem Brot und fing an daran zu knabbern.
#Kommst du wieder ins Bett, ist so einsam und kalt ohne dich. #
Das ließ sich Kazuka natürlich nicht zweimal sagen, mit dem Teller in der Hand hüpfte er zu Conle zurück, stellte den Teller auf dem Bett ab und setzte sich auf die Beine des Anderen. Dann wurden die Hände in die Hüften gestemmt und Conle böse angefunkelt.
„So, wer bist du und was hast du in den paar Stunden mit Conle gemacht?, Kazuka nahm sich ein weiteres Stück Brot und wollte es sich in den Mund stecken, überlegte es sich im letzten Moment aber anders und hielt Conle das Stück vor die Nase, so dass nur einige Finger breit zu seinem Mund fehlten.
Conle schnappte nach dem Brot und den Fingern und umschloss beide sanft mit seinem Mund. Leicht saugte er daran und knabberte leicht an den Fingerkuppen bevor er diese aus seinem Mund entließ. Dann sah er Kazuka in die Augen.
„Ich hab gar nichts mit Conle gemacht, ich bin nur wieder etwas fitter. Stört dich das etwa? neckend streichelte Conle über Kazukas Seiten.
Leicht lachte Kazuka auf, da Conles Hände ihn kitzelten.
#Warum sollte mich das stören? Ich meine, schließlich freue ich mich, wenn du wieder fitter bist, dann kannst du auch alleine essen#, genüsslich steckte sich Kazuka ein weiteres Stück Brot in den Mund und kaute.
Er saß immer noch auf Conles Beinen und hatte somit die beste Aussicht. Ein Grinsen schlich sich wieder auf Kazukas Gesicht, er schnappte sich den Teller und stellte ihn außer Reichweite von Conle.
#Da, jetzt kannst du mal zusehen, wie du an dein Essen kommst. #
„Hey, das ist unfair, immerhin bin ich noch nicht wieder ganz gesund und du willst mich hungern lassen…was hab ich dir den getan? Hab doch Mitleid mit einem alten, verletzten Mann.
Mit einem Schmollmund sah Conle zu Kazuka.
Dabei schlang er seine Arme fester um Kazukas Hüften und hielt ihn fest, nicht das der ihn noch allein im Bett liegen ließ.
„Na wenn du meinst. Da meine Mutter mich gut erzogen hat, bin ich dann auch mal nett zu Älteren Leuten, so langsam es ging griff Kazuka erneut ein Stück Brot vom Teller und begann Conle damit zu füttern.
#Schließlich wollen wir ja nicht, dass du uns verhungerst, dann müsste ich das Lochlan erklären und dass würde ich wohl nicht überleben. #
Mit seinem Gesicht kam Kazuka, Conle nun etwas näher.
#Essen willst du? Dafür gehen deine Hände aber ganz schön auf Wanderschaft#, meine Güte, da musste etwas in dem Brot sein oder so, anders konnte sich Kazuka sein Benehmen gerade nicht erklären.
„Stört es dich? Dann sag es, ich werde es dir nicht übel nehmen oder so. Aber ich möchte deine ehrliche Meinung. Und außerdem wollten wir eh noch reden, warum dann nicht jetzt? Oder hast du etwas Besseres vor?, Conle sah Kazuka fragend an und zog seine Hände zurück.
Er wollte Kazuka zu nichts zwingen oder ihm das Gefühl geben keine Rechte zu haben, was ihr Zusammenleben betraf.