Nach einer Weile entzog sich Shawn dem anderen, nestelte stattdessen an dem Gürtel rum, versuchte die Hose zu öffnen. Er wollte Oz endlich ganz sehen. Und als er die Hose schließlich von den langen, muskulösen Beinen zog, fiel sein Blick auf den Unterleib des anderen. Bei diesem Prachtstück lief ihm förmlich das Wasser im Mund zusammen. Er leckte sich über die Lippen, beugte sich runter und nahm das steife Glied in seinen Mund.
Leuoz konnte über so viel Eile nur belustigt schmunzeln, war aber gleichermaßen froh, als er seine Hose endlich los wurde, die doch eng geworden war. Und genüsslich seufzte er auf, als er die feuchte Höhle um seinen Schwanz spürte und die geschickte Zunge, hatte sich dabei auf die Unterarme gestützt, um Shawn zuzusehen, was ihn noch mehr anmachte.
Shawn schob sich die ganze mächtige Erregung in den Mund und zog sie dann wieder zurück. Er wiederholte das ganze, saugte auch ab und zu an der Eichel. Entließ das steife Glied kurz aus seinem Mund und leckte über die prallen Hoden, bis hin zu dem mächtigen Stamm und wieder über die schon leicht feuchte Spitze. Nahm genüsslich die ersten Tropfen auf und wurde nur noch geiler.
Das Französisch des anderen war wirklich gut, musste Leuoz zugeben und schon bald ging sein Atem etwas schwerer, entließ er ab und zu ein leises Keuchen seinen Lippen. Aber so schnell wollte er auch nicht, dass der Spaß endete und so packte er Shawn am Nacken, zog diesen zu sich nach oben und in einen verlangenden Kuss.
Kurzerhand drehte er sich mit dem Jüngeren, trennte sich wieder von den gierigen Lippen und setzte sich auf, begann, den anderen von seinen Sachen zu befreien und ließ lüstern seinen Blick über diesen schweifen, blieb an der Erregung hängen, bevor er wieder nach oben sah. "Nett."
Damit beugte er sich runter und verschlang Shawns Erregung mit seinen Lippen, setzte seine ganze Erfahrung ein, die er auf diesem Gebiet schon gesammelt hatte, um den Kleineren noch etwas wilder zu machen.
Shawn schrie und wand sich auf dem Lacken wie ein Besessener. Er krallte sich in Ozs Haare fest und zog seine Beine an, spreizte sie noch weiter.
„Oh bitte leck mich“, stöhnte er wie von Sinnen.
Na das ließ er sich nicht zweimal sagen und so entließ Leuoz grinsend die Erregung aus seinem Mund, legte eine Hand unter den süßen Arsch des anderen und hob diesen noch etwas an.
Mit seiner Zunge leckte er von den Hoden durch die Spalte, spreizte mit seiner anderen Hand etwas die Arschbacken, so dass er besser an die enge Rosette rankam. Neckend stupste er diese immer wieder mit seiner Zungespitze an, bevor er etwas Speichel sammelte und diesen auf das Loch träufeln ließ, mit seiner Zunge dieses etwas massierte und mit seiner Zunge dann in den heißen Leib stieß.
„Oh Gott“, schluchzte Shawn auf vor Lust. Sein Körper zitterte und bebte unkontrolliert und dabei war das erst der Anfang.
Er spürte die flinke Zunge, die wie ein kleiner Schwanz, in ihn vordrang und fühlte auch wie sich seinen eigenen Muskeln immer wieder leicht zusammen zogen. Oh hoffentlich würde ihn Oz bald ficken. Er wollte diesen prachtvollen Schwanz in sich spüren.
"Oz reicht völlig", grinste der Schwarzhaarige, bevor er sich wieder daran machte, Shawn noch etwas verrückter zu machen. Es machte ihn einfach unheimlich scharf, wie sich dieser in seiner Ekstase auf dem Bett wand und seine Lust hinausschrie.
Aber auch seine Erregung verlangte nach Aufmerksamkeit und so löste er sich von dem geilen Arsch, stand vom Bett auf und ging zu seiner Tasche, die er nicht großartig ausgepackt hatte. Schnell hatte er die Tube Gleitgel und die Kondome gefunden, die er eingepackt hatte und ging wieder zum Bett zurück, ließ sich dabei aber extra viel Zeit, um den Jüngeren etwas hinzuhalten. Er mochte es einfach, diesen betteln zu hören.
„Oh du willst mich absichtlich quälen was?“, keuchte Shawn auf.
„Wie willst du mich“, er sah den anderen keck an.
Leuoz konnte nur grinsen und kniete sich mit einem Bein auf das Bett, legte die Utensilien erstmal zur Seite und strich mit einer Hand über den Schwanz des anderen.
"Präsentier mir deinen hübschen Arsch", raunte er dunkel.
Sofort drehte sich Shawn auf den Bauch, kniete sich hin und reckte Oz willig sein Gesäß entgegen.
Seinen Kopf und Unterkörper betete er bequem auf die Kissen und wartete ungeduldig auf das Kommende.
Grinsend sah Leuoz auf den Kleineren, kniete sich hinter diesen und griff nach einem der Pariser, riss das Tütchen auf und zog sich den Gummi über. Dann griff er nach der Tube und schmierte sich etwas davon auf seine verpackte Erregung, ließ es sich nicht nehmen, noch einmal mit seiner Zunge über die Rosette zu lecken, bevor er etwas des Gels darauf gab und gleich zwei Finger in dem heißen Leib versenkte, gezielt die Prostata traf.
Auch, wenn er nichts lieber tun würde, als sich gleich in dem engen Loch zu versenken, er war niemand, der seinem Sexpartner Schmerzen zufügte.
Shawn stöhnte entrüstete auf. Das war es nicht was er wollte! Er wollte nicht irgendwelche Finger in sich spüren. Nein, sein Körper verlangte nach etwas ganz anderem, weitaus größerem.
„Bitte mach endlich, ich halt es nicht mehr aus“, wimmerte er, denn er war am Ende seiner Geduld
Leise lachend zog Leuoz seine Finger wieder zurück und wischte sie am Bettlaken ab. So viel Ungeduld kannte er nicht mal von Rafael. Aber bitte, ihm sollte es nur recht sein, verlangte seine Erregung doch auch nach Aufmerksamkeit.
So brachte er sich in Position, eine Hand an Shawns Hüfte, mit der anderen führte er sich. Und mit einem einzigen kräftigen schnellen Stoß versenkte er sich in der heißen Enge, grollte leise erregt und schlug gleich einen harten Rhythmus an, sich jetzt auch nicht mehr zurückhalten könnend.
„Oh ja“, hauchte Shawn, drückte seinen Rücken durch und nahm die Erregung des anderen noch tiefer in sich auf. Er schob seine Gesäß den harten Stößen entgegne. Stöhnte und keuchte. Sein ganzer Körper brannte lichterloh.
Leuoz genoss den Fick in vollen Zügen, war es doch mal eine geile Abwechslung zu Rafaels Arsch. Dabei keuchte er immer wieder leise auf, war ansonsten aber sehr viel ruhiger als Shawn.
Seine Hände lagen dabei an dessen Hüfte, hielten den süßen Hintern damit etwas und seine Stöße waren immer noch kraftvoll und schnell, erregte ihn der Anblick, zu sehen, wie sein Schwanz immer wieder in dem heißen Loch verschwand.
Doch dann löste der Schwarzhaarige eine seiner Hände und strich mit damit zu Shawns Erregung, umschloss diese fest und pumpte sie im Takt seiner Stöße, immer wieder über die empfindliche Spitze dabei reibend.
Shawn hatte das Gefühl, dass er jeden Augenblick seinen Verstand verlieren würde und dieses Gefühl bestätigte sich noch mehr, als er die fremde Hand an seinem Glied spürte. Dieser Mann war atemberaubend! Dieser Mann war ein Gott! Oz war einfach nur purer Sex! Er japste verzweifelt nach Luft, stöhnte und schrie. Sein ganzer Körper war angespannt und wartet auf die bevorstehende Erlösung.
Und dann schoss sein heißer Samen aus ihm raus. Seine Ringmuskeln zogen sich rhythmisch zusammen, versuchten Ozs mächtigen Schwanz leer zusaugen.
Rau keuchte Leuoz auf, als sich die Muskeln fast schmerzhaft um ihn zusammenzogen und noch einmal versenkte er sich hart in der heißen Enge, bevor er sich gehen ließ und seinen heißen Samen in den Gummi spritzte, dunkel dabei aufgrollend.
Sein Atem ging schwer und sein Körper war mit einem feinen Schweißfilm überzogen, während sich ein befriedigtes Grinsen auf seine Lippen schlich und er sich aus Shawn zurückzog. Schnell hatte er sich des Kondoms entledigt, das gut verschnürt einfach auf dem Boden landete, bevor er sich neben den anderen legte und diesen leicht den Hintern tätschelte.
"Du hast wirklich nen verdammt geilen Arsch."
Ermattend schmiss Shawn seinen ganzen erschöpften und doch so herrlich befriedigten Körper auf die Matratze.
„Wow, das war wahrscheinlich der beste Sex in meinem ganzen Leben“, keuchte er und blinzelte Oz träge an.
Leise lachte Oz und schob sich halb auf den anderen, rieb sich leicht an diesem. "Die Nacht ist noch lang", raunte er Shawn leise ins Ohr, ließ eine Hand über dessen Hintern und durch die feuchte Spalte streichen.
Shawn lachte auf. „Ja das stimmt aber gib mir bitte etwas Zeit, damit ich neue Energie tanken kann.“
Er kuschelte sich in die Kissen.
Grinsend drehte sich Leuoz auf den Rücken und entspannte sich, ließ seinen Körper wieder zur Ruhe kommen und genoss das leichte Nachglühen in sich. Ja, das hatte er wirklich gebraucht und die Nacht schien noch sehr vielversprechend zu werden. Hatten sich dieser Trip hierher also doch auf ganzer Linie gelohnt.
Am nächsten Morgen wachte Dion auf und fühlte sich nicht besonders gut. Er hatte die ganze Nacht über kaum geschlafen, weil er ständig an Oz und Shawn denken musste. Ob sie wohl miteinander geschlafen haben? Er hoffte nicht. Aber daran glaubte er nicht wirklich. So wie er die beiden kannte, hatten es die beiden kaum erwarten können, endlich alleine zu sein um sich ihrer Begierde hinzugeben. Dion stellte sich vor wie Oz den anderen küsste und es schmerzte ihn. Dabei hatte er noch vor ein paar Tagen ihn, Dion, geküsst.
Müde stand er auf und stakste ins Bad, duschte sich ausgiebig. Danach zog er sich an und packte noch schnell seinen Rucksack. Ging runter, wartet auf Oz. Die Zeit zurück zufahren war gekommen.
Am nächsten Morgen musste sich Leuoz wirklich erstmal orientieren, wo er war, aber als sein Blick auf Shawn fiel, der neben ihm noch schlief, grinste er schon wieder. Er hatte nicht mitgezählt, wie oft sie übereinander hergefallen waren, aber zwei Dinge standen fesT: es war sehr oft gewesen und sie hatten kaum Schlaf bekommen. Aber trotzdem fühlte er sich großartig.
So stand er relativ beschwingt auf und ging Duschen, die seine Lebensgeister weckte, bevor er mit noch feuchten Haaren wieder ins Zimmer trat und den Jüngeren angrinste, der ihn schon wieder mit seinen Blicken ausgezogen hätte, wenn er nicht schon nackt wäre.
So aber zog er sich nur in aller Ruhe an, bevor er auf Shawn noch einmal zutrat. "Das sollten wir bei Gelegenheit mal wiederholen."
„Oh das hoffe ich doch“, kicherte Shawn, beugte sich dann vor und küsste Oz noch einmal leidenschaftlich.
„Meine Nummer hast du ja. Und jetzt solltest du besser gehen, die heilige Jungfrau wartet bestimmt schon sennsüchtig auf dich.“ Er zwinkerte Oz schelmisch zu und ging dann selber ins Bad.
Grinsend sah Leuoz dem anderen hinterher, bevor er noch schnell seine Sachen in die Tasche knüllte und seine Sonnenbrille in seine Haare schob. Dann war er auch schon verschwunden, würde aber auf alle Fälle von der Nummer, die in seiner Hosentasche verstaut war, Gebracuh machen. Das würde er sich sicher nicht entgehen lassen.
Grinsend lief er die Treppe nach unten, wo Dion schon wartete. "Morgen."
„Hallo“, grüßte Dion freundlich zurück, doch seine Augen sprühten Funken. Das breite Grinsen war ihm nicht ganz geheuer. Da stimmte doch etwas nicht. „Ich will mich noch von Jeff verabschieden.“
"Okay." Damit ging Leuoz nach draußen und steckte sich eine Zigarette an. DIe brauchte er jetzt wirklich. Was Dion vielleicht von ihm hielt, war ihm egal. Schließlich war es seine Sache, mit wem er vögelte und der Kleine sträubte sich ja so dagegen.
Schnell verabschiedet sich Dion von Jeff und ging nach draußen. „Ok, wir können.“ Er wollte gerade in ein Taxi steigen als Shawnan ihnen vorbei ging.
„Noch mal danke für die heiße Nacht Oz“, hauchte er, bevor er sich abwandte und in ein Taxi stieg.
„Was denn für eine heiße Nach“, zischte Dion, seine Augen wurden zu schmalen Schlitzen. „Ich glaub das einfach nicht, du hast mit ihm geschlafen.“
Sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Und bestimmt hatte Oz seine berühmberüchtigte Zungenakrobatik angewandt und auch Preis gekrönt durchgeführt. Bei dieser Vorstellung wurde ihm schlecht.
"Ich hab zu danken", hatte Leuoz noch geschnurrt, bevor er noch mal an seiner Kippe zog und diesen dann austrat, zu dem Blonden blickend.
"Hat sich doch angeboten", grinste er nur auf Dions Worte und ging zum nächsten Taxi. Er musste sich vor diesem sicher nicht rechtfertigen, schließlich waren sie noch nicht mal richtig Freunde.
So stieg er ins Taxi und sah abwartend zu dem anderen, dass dieser endlich aus der Hufe kam.
Dion riss die Tür auf und setzte sich auf den Beifahrersitz. Er würde jetzt ganz sicher nicht neben Oz sitzen. Neben diesem verdammten Verräter! Sollte er doch solange mit Shawn ficken, bis ihm der Schwanz abfiel.
Stur starrte Dion aus dem Fenster.
Leuoz zuckte nur mit den Schultern und zog die Tür zu, bevor das Taxi auch schon anfuhr, um sie zum Schiff zu bringen. Er wusste zwar absolut nicht, was der Kleine nun schon wieder hatte, aber es war ihm auch egal. Er hatte eine geile Nacht hinter sich und fühlte sich richtig befriedigt und zufrieden und das würde er sich nicht wegen Dion vermiesen lassen.
Leuoz zuckte nur mit den Schultern und zog die Tür zu, bevor das Taxi auch schon anfuhr, um sie zum Schiff zu bringen. Er wusste zwar absolut nicht, was der Kleine nun schon wieder hatte, aber es war ihm auch egal. Er hatte eine geile Nacht hinter sich und fühlte sich richtig befriedigt und zufrieden und das würde er sich nicht wegen Dion vermiesen lassen.
Etwas später hielt das Taxi an. Sofort sprang Dion raus, beachtet Oz aber weiterhin nicht, sondern ging beharrlich zum Schiff. Reichte dem Matrosen die Karten und wurde durchgelassen.
Er wollte mit Oz nichts mehr zutun haben, sobald sie wieder zu Hause waren, würden sie getrennter Wege gehen.
Leuoz folgte dem Kleinen nur langsam, nachdem er das Taxi bezahlt hatte und ging an Bord, grinste dem Matrosen leicht zu, mit dem er sich gestern Mittag schon so gut unterhalten hatte.
Aber erstmal suchte er sich ein ruhiges Plätzchen, um wieder in Ruhe eine zu rauchen und möglichst weit weg von Dion, der ihm jetzt wirklich gestohlen bleiben konnte.
Dion verzog sich sofort ins Cafe, setzte sich dort in die hinterste Ecke.
Am liebsten hätte er Oz für diesen großen Vertrauensbruch verprügelt, wenn er denn die gleichen Kräfte gehabt hätte. Er verstand sich ja selbst nicht mehr. Warum zerbrach er sich überhaupt seinen Kopf darüber? Es ging in doch wirklich nichts an was Oz tat. Sie waren ja nicht mal zusammen, geschweige denn überhaupt erst Freunde.
Aber trotzdem die Sache passte ihm einfach nicht! Er wollte nicht, dass Oz mit einem anderen Mann schlief. Vor allem nicht mit Shawn.
Dieser hatte gerade ganz andere Sorgen. Nicht nur, dass sich der bisher schön blaue Himmel langsam zu verdunkeln begann, es kam auch gard die Lautsprecherdurchsage, dass das Schiff einen Motorschaden hatte und sich die Abfahrt um einiges verschob, auch wenn man sich schnell um dass Problem kümmern wollte.
So schnippte der Schwarzhaarige seine Kippe über die Reling ins Wasser und ging in das BordCafé. Er hatte sicher nicht noch Lust, nass zu werden und so ließ er sich in einer ruhigen Ecke nieder und bestellte sich einen Kaffee. Na hoffentlich dauerte die Verzögerung nicht lange.
Dion verzog unwillig das Gesicht als er sah wie Oz das Cafe betrat. Sein düsterer Blick hing an dem anderen. Und heimlich wünschte er Oz die Pest an den Hals. Erschreckte sich dann über sich selbst. Was war denn in ihn gefahren? So bösartig war er doch sonst nie.
Die Beine lange ausgestreckt, lümmelte sich Leuoz richtig auf den Stuhl und nippte immer mal wieder an seinem Kaffee, während er aus einem der Fenster sah, wie sich der Himmel immer mehr verdunkelte. Aber noch regnete es nicht und vielleicht hatten sie ja Glück und das Unwetter zog weiter.
War natürlich jetzt ein totaler Reinfall, dass die Rückfahrt nicht reibungslos klappte. Aber leider ja auch nicht zu ändern.
Dion konnte es einfach nicht fassen, da tat dieser verdammte Mistkerl so, als würde er ihn überhaupt nicht sehen, nicht wahrnehme. Das machte in rasend vor Wut. War er etwa so leicht zu übersehen? Gut, vielleicht war er nicht so aufgetakelt und freizügig wie Shawn aber er war nicht hässlich.
Langsam gingen Leuoz die Blicke des anderena auf die Nerven, die er nicht nur spüren konnte, sondern auch aus den Augenwinkeln sah. Er verstand einfach nicht, was es den Kleinen anging, was er machte und warum ihn dieser jetzt mit Blicken geradezu attackierte.
So wandte er seinen Blick dann doch zu diesem, starrte einfach in die grünen Augen, während er richtig spüren konnte, wie seine gute Laune den Bach runterging. Echt klasse.
Dion wandte den Blick nicht ab. Ganz im Gegenteil seine Augen wurden noch dunkler, durchdringender.
Er würde sich von Oz ganz sicher nicht ins Boxhorn jagen lassen, das konnte er vergessen.
Innerlich schüttelte Leuoz nur den Kopf über den Kleineren und dessen Verhalten, was ihm grad mehr als nur etwas auf die Eier ging. Dennoch wandte er den Blick nicht ab.
"Was ist eigentlich dein Problem?" rang er sich dann aber doch zu dieser Frage durch, die er sich schon die ganze Zeit stellte. Dass er wuer durch das Café sprach und die anderen Gäste ihn somit wunderbar hörten, war ihm egal. Er wollte das nur endlich geklärt haben und dann gut.
„Du bist mein Problem“, fauchte Dion zurück.
„Damit das klar ist, wir sind geschiedene Leute.“ Eingeschnappt drehte er den Kopf weg.
Oz war auch bloß eine weitere Schlampe, mehr nicht.
Okay, jetzt hatte er auf alle Fälle was verpasst. Etwa nur, weil er mit Shawn eine heiße Nacht verbracht hatte? Warum machte der Kleine darum nur so einen Aufstand? Das war ja nicht mehr auszuhalten!
Doch dann schlich sich ein Grinsen auf seine Lippen und der Schwarzhaarige erhob sich, schlenderte langsam zu Dion und blieb vor diesem stehen, beugte sich zu diesem runter.
"Du hättest nur ein Wörtchen sagen müssen, dann hätten wir dich mitmachen lassen", raunte er diesem leise ins Ohr, leckte leicht über die Ohrmuschel, bevor er wieder in die grünen Augen sah.
„Du Arschloch“, schluchzte Dion auf. Holte aus und schlug zu, so fest er nur konnte. Stand dann auf und verließ geschwind das Cafe. Oz machte sich also die ganze Zeit über ihn lustig. Bestimmt hatte er mit Shawn zusammen über ihn gelästert und gelacht. Na klar über ihn konnte man ja tolle Witze reißen. Aber an seine Gefühle dachte wieder mal keiner.
Leuoz rieb sich nur leicht über die Wange, wobei es nicht sonderlich wehtat. Gegen die Gegner, die er sonst hatte, war Dion wirklich schwächlich. Aber das einzige, was er rausgefunden hatte, war eigentlich nur, dass er dem Kleinen damit wehgetan hatte, dass er mit Shawn abgerauscht ist, auch wenn er das nicht verstehen konnte.
Bis vor einer Woche hatte Dion ihn doch noch nicht mal leiden können und nun so was. Aber er ließ sich sicher kein schlechtes Gewissen machen, wäre ja noch schöner!
So schlenderte der Schwarzhaarige wieder zu seinem Tisch, wo noch sein Kaffee stand und lehnte sich wieder entspannt in dem Stuhl zurück.
Dion schaute betrübt in die Ferne, während der Wind mit seinen Haaren spielte und seine Tränen trocknete. Warum machten sich immer alle über ihn und seine Vorsätze lustig? Dachten sie, dass es so einfach war? Aber sie ahnten nicht, wie schwer es wirklich war. Ständig diese Zweifel zu haben. Ob das was man tat wirklich gut war oder ob man nicht vielleicht doch für immer alleine sein würde, weil es so was wie den Traumprinzen überhaupt nicht gab. Aber statt ihm ein bisschen Mut zumachen, trampelten sie auf seinen Vorsätzen herum, nahmen ihm auf diese Weise noch die letzten Hoffnungen.
Leicht missmutig sah Leuoz auf die Zeiger der Uhr in dem Café, die immer weiter voranschritten, ohne dass sich etwas tat. Einige der anderen Passagiere wurden auch schon unruhig, doch immer wieder von dem Personal vertröstet, dass das Problem größer war, als angenommen, sie aber sicher bald würden ablegen können.
Es war jetzt schon früher Nachmittag, aber zumindest hatte sich das Unwetter wieder verzogen und die Sonne lachte.
So erhob sich der Schwarzhaarige, um sich etwas die Beine zu vertreten und eine zu rauchen.
In der zwischen Zeit überlegte Dion ob er sich nicht bei einer Singelbörse anmelden sollte. Es wäre doch möglich, dass er Glück hat und sich ein netter Kerl bei ihm melden würde. Und noch mehr Glück, wenn sich dieser nette Kerl als sein Traumprinz entpuppen würde. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt.
Aber alleine vom Rumsitzen und warten wird sich ganz sicher nichts in seinem Leben ändern. Dann konnte er auch warten bis er alt und schrumpelig wird.
Etwas entfernt hatte sich Leuoz mit dem Rücken an die Reling gelehnt und ließ seinen Blick über den kleinen Blonden schweifen, der ihm wirklich Kopfzerbrechen bereitete. Dabei dachte er eigentlich selten so viel über Leute nach, bei denen er sagte, sie seien höchstens Bekannte.
Aber bei Dion konnte er es auch nicht einfach abschalten, zumal ihm immer noch der verletzte Ausdruck in den grünen Augen nicht aus dem Kopf ging.
Als aber ein leises Brummen erklang und das Schiff etwas stärker zu wanken begann, schob er diese Gedanken kurz beiseite, froh, dass es endlich losging. Hatte ja auch lange genug gedauert.
Dion bemerkte den anderen und er wurde wieder sauer. Was sollte das? Verfolgte er ihn etwa?
„Oz du Arschloch“, formten seine Lippen. Er warf sein Haar zurück und stolzierte, mit hoch erhobenem Haupt, zurück ins Cafe.
Der Schwarzhaarige konnte darüber nur mit dem Kopf schütteln und lehnte sich mit den Unterarmen auf die Reling, zog wieder an seiner Kippe und inhalierte den Rauch tief ein, bevor er ihn wieder ausstieß.
Er würde sicher nicht angekrochen kommen bei Dion und sich für etwas entschuldigen, für das er sich gar nicht rechtfertigen musste.
So blieb er die Fahrt über draußen an der frischen Luft, sah stattdessen zu, wie die Sonne langsam wieder tiefer am Hochrizont sank und langsam den Himmel und die Wolken rot färbte. Der ganze Tag einfach so vergangen, ohne dass er auch nur irgendwas getan hatte. Wie Leuoz so was hasste.
Bald würden sie da sein. Dion nahm seinen Rucksack auf, schulterte ihn und bezahlte noch sein Getränk. Ging dann an Deck und wartet. Er freute schon auf sein zu Hause auch wenn er gerade mal zwei Tage weg war. Und Morgen würde er sich mit Benno verabreden und ihm alles über dieses kleine Abenteuer erzählen.
Auch Leuoz löste sich von seiner Psoition und schulterte seine Tasche, bevor er zum Ausgang ging und sich neben Dion auf die Reling stürzte. Sollte dieser ihn doch mit Blicken erdolchen, das war er ja schon gewohnt.
Kaum hatten sie angelegt stieg Dion vom Schiff. Er drehte sich noch mal zu Oz um.
„Also dann Lebwohl, ich wüsche dir noch ein schönes und angenehmes Leben und viel Sex“, verabschiedet er sich sarkastisch.
/Und möge dein Schwanz abfaulen/ Dieser gemeine Gedanke ließ sich nicht vermeiden.
"Ebenso", grinste Leuoz nur zurück und stieg gemächlichen Schrittes von Bord. Die Sonne war nun schon fast untergegangen und langsam wurde es immer dunkler und er vermisste seine Harley. Vielleicht würde er noch jetzt am Abend eine Runde drehen, das brauchte er einfach.
So ging der Schwarzhaarige zu einer der Taxen, die zahlreich an der Anlegestelle warteten.
Unzufrieden und stirnrunzelnd sah Dion dem letzten davonfahrenden Taxi nach. Was soll’s er wollte sowie laufen, so konnte er wenigstens wieder einen klaren Kopf bekommen. Nur die Dunkelheit gefiel ihm ganz und gar nicht.
Seufzend machte er sich also auf den Rückweg, dabei blieb er immer in der Nähe der Straßenlaternen.
Nur mit einem Schulterzucken für sich hatte Leuoz festgestellt, dass er ja denselben Heimweg wie der Kleine hatte, überlegte kurz, ob er nicht Greg anrief, damit dieser ihn abholen kam.
Ließ das dann aber, schließlich konnte er gehen, wo er wollte und genoss die frische Nachtluft und die sich leerenden Straßen.
„Hallo Püppy.“ Ein paar finstere Gestalten versperrten Dion den Weg.
„Hast du etwas Taschengeld für uns?“
Dion schluckte ängstlich, schüttelte energisch den Kopf und wollte sich an den Typen vorbei drücken aber einer von denen packte Dions zierlichen Arm.
„Du willst uns doch nicht etwa schon verlassen?“
Leuoz hielt mitten im Schritt inne, als er sah, wie sich ein paar finstere Gestalten aus dem Schatten einer Seitengasse lösten und sich dem Kleinen in den Weg stellten.
Er war ein paar Meter hinter Dion gegangen, um nicht schon wieder von dessen Blicken erdolcht zu werden oder irgendwas an den Kopf geworfen zu bekommen, denn das war er allmählich leid.
Aber nun knurrte er leise auf und legte die kurze Distanz mit ein par ausholenden Schritten zurück. "Ihr solltest euch besser verkrümmeln, eure Mama macht sich sicher Sorgen um euch", meinte er in herablassenden Tonfall und packte das Handgelenk des Mannes, der Dion festhielt, löste dessen Hand von diesem und zog den Kleinen hinter sich.
Erleichtert versteckte sich Dion hinter Ozs breitem Rücken.
„Oh hallo Zyklop.“ Einer der Kerle kam noch etwas näher an Oz ran und warf diesem einen angewiderten Blick zu. „Du hast hier nichts in unserem Viertel verloren. Wenn du uns aber die kleinen Zuckerpuppe gibst, lassen wir dich gehen.“
Dion riss die Augen auf. Nein, das würde Oz doch niemals machen. Wimmernd krallte er sich in dessen schwarze Weste fest. Das durfte er einfach nicht!
Irgendwie war Leuoz über die unangenehme Störung gar nicht so böse, hatte er doch damit die Chance, etwas von dem Frust abzubauen, der sich den Tag über wieder bei ihm eingenistet hatte.
"Ich kann sein, wo ich will und wenn's mir passt, reiß ich mir auch euer Viertel unter den Nagel. Und das Babe gehört mir."
Der Schwarzhaarige hatte ruhig gesprochen, eigentlich viel zu ruhig und grinste den Kerl vor sich überlegen an. Eigentlich mischte er sich nicht andere Gangs und ihre Reviere, hatte er mit den "Firebirds" doch noch genug zu tun. Aber, was viele nicht wussten, sein Beschützerinstinkt kam durch und außerdem mochte er Dion ja irgendwo.
So fing er wieder die Hand ein, die nach dem Kleinen greifen wollte, drehte das Handgelenk zur Seite, bis dieser sich notgedrungen mit dem Rücken zu ihm wenden musste, wenn er ihm nicht das Gelenk brechen wollte und schubste den Kerl kräftig von sich, so dass dieser einige Schritte taumelte.
Ein anderer zog ein Messer aus der Tasche und stieß es blitzschnell in Ozs Arm.
Dion schrie auf. Oz würde sterben und dann würde er auch sterben, sie würden gemeinsam sterben. Waren die konfusen Gedanken die durch sein gelähmtes Hirn schossen. Er zitterte am ganzen Körper. Er hatte Angst! Und dann war er auch noch so gemein zu Oz gewesen, jetzt tat es ihm furchtbar leid, aber er würde sich wahrscheinlich nicht einmal mehr dafür entschuldigen können.
Leise schmerzhaft knurrte Leuoz auf, hatte er damit doch nun wirklich nicht gerechnet, auch wenn er es hätte wissen müssen. Aber lange konnte er nicht überlegen, rammte stattdessen dem Kerl mit dem Messer seine andere Faust ins Gesicht, so dass es eklig knackte und dieser schmerzhaft aufschrie, sich die blutende Nase hielt.
Der Schwarzhaarige wollte grad versuchen, sich das Messer aus dem Arm zu ziehen, in dem es immer noch steckte, als er aber von den weiteren zwei Gestalten angegriffen wurde. Blitzschnell duckte er sich unter der Faust des einen durch, drehte sich etwas in der Hocke und rammte diesen seinen Ellenbogen in die Weichteile, so dass dieser wimmernd zu Boden ging.
Dem anderen entkam er aber nicht schnell genug, der ihn mit der Faust an der Schläfe traf und Leuoz kurz schwarz vor Augen werden ließ. Aber so leicht war mit ihm nicht der Boden zu wischen und schnell richtete er sich wieder auf, packte die Fäuste des Angreifers mit seinen Händen, hielt sie fest und schlug mit seiner Stirn gezielt gegen den Nasenrücken und die Augen des anderen, was diesen leicht taumeln ließ, so dass er ihm mit den Fäusten den Rest geben konnte.
Und dann waren nur noch er und der Anführer dieser möchtegern Truppe da und ein Straßenkampf nach allen Regeln der Kunst -nämlich es gab keine Regeln- begann. Leuoz musste selber etwas einstecken, aber das Grinsen, das sich auf seine Lippen gelegt hatte, verschwand nicht und mit ein paar gezielten Tritten und Schlägen beförderte er auch noch diesen zu Boden, sich schwer atmend aufrichtend.
Erst jetzt wurde sich der Schwarzhaarige auch wieder dem Messer bewusst und er biss die Lippen zusammen, als er es ganz vorsichtig aus seinem Arm zog. Er wusste, dass das eigentlich ein Arzt hätte machen müssen, aber da würden ihn keine zehn Pferde hinkriegen. Schließlich wollte er nicht noch mehr Ärger haben.
Aber zum Glück ging alles gut und Leuoz trat zu seiner Tasche, aus dem er das schon eingesaute Shirt zog und sich den Stoff gegen die blutende Wunde drückte. Erst dann wurde er sich wieder Dion bewusst und trat auf diesen zu. "Hey, alles okay?"
Er selber hatte neben der Wunde im Arm noch eine Platzwunde an der Schläfe, seine Augenbraue war aufgeplatzt, genauso wie seine Nase leicht blutete und auf der anderen Wange prankte jetzt schon ein blauer Fleck. Aber trotzdem fühlte sich der Biker grad wirklich gut.
Panisch trat Dion einen Schritt zurück. Das was er eben mit ansehen musste, hatte ihm einen kalten Schauer über den Rücken gejagt.
Er war ein Nichts im Vergleich zu Oz. Der hätte ihn jederzeit überwältigen können, das wurde Dion jetzt erst klar. Hätte er das gewusst, hätte er wohl nie eine dicke Lippe riskiert. Und als er das Blut sah, das viele, viele Blut wurde ihm schlecht und er fiel fast in Ohnmacht.
In was war er da nur reingeraten? Und vor allem wann?!
"Klapp mir jetzt bloß nicht zusammen", knurrte Leuoz leicht, denn er hatte sicher keine Lust, den Kleinen auch noch vom Bordstein aufsammeln zu müssen.
Doch dann wandte er sich leise seufzend ab. Er musste dringend die Wunde versorgen, ansonsten entzündete sie sich vielleicht noch und das wollte er vermeiden.
So griff der Schwarzhaarige mit seiner anderen Hand nach seiner Tasche, die verletzte an seine Brust gedrückt. "Geh lieber Heim und vergiss das hier. Ist besser für dich."
Damit setzte er sich in Bewegung, hoffend, dass er es noch bis zu sich schaffte, ohne alles vollzubluten.
Dion sah Oz nach und sein Gewissen regte sich. Er konnte den anderen doch nicht einfach so gehen lassen. Was ist wenn er einfach umkippte? Er war schwer verletzt und die Wunde musste schnellstens verbunden werden. Und außerdem hatte er ihn doch beschütz, nur wegen ihm war er so schwer verletzt worden.
„Warte“, rief Dion ihm nach. „Meine Wohnung ist nicht mehr weit, gehen wir zu mir, dort werde ich dich verarzten.“
Etwas verwundert blieb Leuoz stehen und sah den Kleinen an. Noch fühlte er sich eigentlich ganz gut, aber er wusste auch, dass das töuschen konnte. Das Adrenalin puschte ihn immer noch etwas und außerdem hörte die Blutung so schnell sicher nicht auf.
"Aber wehe, ich krieg Beschwerden zu hören, dass ich dir was vollblute", meinte er dann aber doch skeptisch. Er hatte sicher keine Lust, bei dem Sauberkeitsfimmel, den der Kleine hatte, dafür grade zu stehen, weil die Wunde Dreck gemacht hatte.
„Werd ich nicht“, versprach Dion. Entriss Oz dann noch die Tasche. Er würde ganz sicher nicht zu lassen das dieser jetzt was schweres trug.
„Komm.“ Er ging voraus.
In Dions Wohnung angekommen, schickte er Oz sofort ins Wohnzimmer, während er kurz im Bad verschwand um den Erstehilfekasten zuholen. Dann setzte er sich neben Oz, zog ihm die Weste und das Shirt aus und begann die Wunde mit Jod zu desinfizieren. Er tupfte ganz behutsam mit einem Wattebausch über Verletzung und um diese herum, drauf achtend Oz nicht allzu viele zusätzliche Schmerzen zuzufügen, auch wenn sich das Brennen nicht vermeiden ließ.
Erst grinste Leuoz über so viel Bemutterung, wo er noch vor einer Stunde von dem kleinen selber mit Blicken aufgespiest worden war, dann aber rollte er mit den Augen.
"Mach es gefälligst richtig, ist nicht das erste Mal", meinte er nur.
Das Brennen störte ihn eigentlich schon gar nicht mehr, schließlich benutzte er oft genug Jod und mit der Zeit konnte man sich an so was gewinnen.
Zwischenzeitlich hatte sich der Schwarzhaarige einge der Kompressen aus dem Kasten gegriffen und presste sie unter dem Shirt auf die tiefe Wunde, die zum Glück nicht durchging. Dann hätte er wirklich ein Problem gehabt.
"Hast du ne dünne Nadel und Garn da?"
Verwirrt schaute Dion auf. „Was?“, krächzte er überrasch. „Wieso? Wozu brachst du denn Garn?“
Aber trotzdem stand er auf wühlte in einer Schublade und brachte Oz Nadel und Garn.
Leuoz grinste nur und nahm dem Kleinen das Zeug ab. "Ich bin kurz im Bad."
Damit erhob er sich und steuerte das Badezimmer an. Wenn er wartete, bis die Wunde mit Bluten aufhörte, konnte das noch ne Ewigkeit dauern. Stattdessen spühlte er diesen unter klaren kalten Wasser gründlich aus, verzog nur etwas das Gesicht, da es wirklich schmerzte, nach einem kurzen Anspannen der Muskeln stellte der Schwarzhaarige aber zum Glück fest, dass diese soweit unversehrt waren. Er hatte wirklich Glück gehabt.
So begann er, unter dem fließenden Wasser die Wunde zu nähen. Tja, war schon erstaunlich, was man so alles lernen konnte, wenn es nötig war.
Angespannt wartet Dion auf den anderen. Was wollte der im Bad? Duschen? Aber mit Nadel und Garn? Er konnte sich nicht vorstellen, dass Oz im Bad saß und an seiner Hose nähte, denn das zerrissene Shirt lag immer noch hier auf der Couch.
Leuoz ging extra gründlich vor, nähte mit vielen kleinen Stichen, so dass keine große Narbe zurückbleiben würde und das Fleisch auch schneller heilte. Nachdem er endlich fertig war, war sein Arm fast taub von dem kalten Wasser, aber das war nur gut so und so wischte er sich das Wasser vorsichtig an einem Handtuch ab, zufrieden, kein Blut daran zu sehen.
Dann ging der Schwarzhaarige wieder zurück ins Wohnzimmer und grinste etwas fies. Mal sehen, ob er Dion etwas erschrecken konnte. So hielt er diesem den Arm mit dem Faden hin, an dem noch immer die Nadel hing. "Hättest du ne Schere?"
„Oh Gott!“, laut kreischend sprang Dion zurück. „Bis du verrückt geworden das muss ein Arzt machen. Was ist, wenn es sich entzündet.“
Wie konnte Oz so etwas nur machen. Das war doch gefährlich. Er sollte jetzt wohl besser einen Krankenwagen rufen.
„Ich glaube ich rufe einen Krankenwagen“, verkündete er auch dem anderen.
Leuoz musste wirklich lachen, als der Kleine genau wie erwartet reagierte, verzog auf dessen Worte aber nur den Mund und hielt ihn an einem Arm fest, wenn auch nur ganz leicht, da er diesem ja nicht wehtun wollte oder gar richtig Angst einjagen.
"Lass das bleiben, ich weiß schon, was ich mache. Außerdem ist die Wunde sauber, da passiert nichts mehr. Also gibst du mir nun bitte ne Schere?" fragte er noch einmal nach, ruhig in die grünen Augen blickend.
Mit Ärzten und Krankenhäusern stand er auf Kriegsfuß und nicht nur, weil die dort sehr unliebsame Fragen stellten.
Dion atmete tief durch. „Ja hab ich“, sagte und holte die Schere, reichte sie ihm.
Blickte aber weg als Oz sich den Faden durchschnitt. „Ich geh glaub ich geh mich erstmal waschen.“
Er holte sich frische Klamotten zum wechseln und verschwand im Bad. Er brauchte jetzt dringend eine Dusche!
Schmunzelnd sah Leuoz dem Kleinen nach, bevor er sich wieder das Jod schnappte und zu dem Spiegel im Flur ging, die Platzwunde an seiner Schläfe und der Augenbraue säuberte. Erst dann ging er wieder zurück ins Wohnzimmer und ließ sich leise seufzend auf der Couch nieder.
Morgen würde ihm sicher noch mehr wie jetzt wehtun, aber irgendwie war der leichte Schmerz beinahe angenehm, der durch seinen Körper zog, ein leichtes Prickeln hinterließ. Das sagte ihm, dass es nicht so schlimm werden würde.
Dion genoss das kühle Wasser auf seiner Haut. Es wischte alle Gedanken fort und für einen Augenblick vergaß er alles. Er dachte nicht mehr an Oz, der verletzt in seinem Wohnzimmer saß. Er grübelte nicht mehr, über den Sex den Shawn und Oz zusammen gehabt hatte nach. Für einen kleinen Moment hatte er keine Probleme mehr.
Sobald das Wasser noch kälter würde, stellte er es ab und trat aus der Dusche. Trocknete seinen Körper und seine Haare gründlich ab, bevor er sich anzog. Zuerst schlüpfte er in seinen weißen Slip und dann in den kurzen, luftigen Rock, zog er sich danach noch ein einfaches Shirt über.
Er war kein Transvestit. Er trug eigentlich kaum Röcke oder Kleider, um genau zu ein, besaß er nur diesen einzigen Rock. Er zog in sich auch nur zu Hause an, wenn er es bequem haben wollte, denn das war diese Kleidungsstück eindeutig.
Er kämmte sich noch schnell seine feuchten Locken und ging dann zurück ins Wohnzimmer.
Leuoz hatte sich etwas tiefer in die Polster gleiten lassen, nachdem er zumindest seine Weste wieder angezogen hatte, die so gut wie nichts abbekommen hatte. Schließlich wollte er ungern die ganze Einrichtung des Kleinen verdrecken, das war ja doch nicht die Englisch feine.
Seine Augen hatte er geschlossen, öffnete sie aber wieder, als er die leisen Schritte hörte, zog eine Augenbraue nach oben, als er den Rock erkannte.
Also langsam kam er wirklich nicht mehr mit, wie Dio eigentlich rum lief. Mit Anzug war dieser ja noch halbwegs ordentlich gekleidet gewesen, aber der Rpck war ja doch was ganz anderes.
Aber der Schwarzhaarige schloss nur wieder seine Augen, entspannte sich noch etwas mehr. War hier ja doch bequemer, als jetzt immer noch durch die Gegend zu laufen.
Dion strich sich die feuchten locken aus der Stirn, musterte Oz flüchtig.
„Ich mach uns dann mal was zu Essen“, murmelte er noch, bevor er sich in die Küche begab.
Er holte eine Gurke aus dem Kühlschrank, fang an sie in dünne Scheiben zu schneiden. Es würde auch ein bisschen Salat machen. Nur winzigen Mometn gab er nicht Acht und schnitt sich.
„Scheiße“, er ließ von dem scharfen Messer ab, hielt sich den stark blutenden Finger unter den fließenden Wasserhahn.
„Oje, jetzt haben wir zwei Verletzte hier“, rief er belustigt.
Leuoz hatte nur leise zustimmend gebrummt, etwas zu essen konnte nicht schaden. Als er aber den leisen Fluch hörte und dann die belustigten Worte, runzelte er leicht die Stirn und erhob sich. Wollte er doch mal sehen, wie Dion das meinte.
Und als er in der Küche stand und das Missgeschick des Kleinen sah, grinste er leicht. Na okay, Kratzer war Kratzer. Doch dann schlich sich ein undeutsamer Ausdruck in sein Auge und er trat auf den anderen zu, zog dessen Finger von dem Wasserhahn weg, den er mit der anderen Hand nebenbei zudrehte.
"Schussel", grinste er leicht, leckte mit seiner Zunge etwas das Blut auf, das noch ganz leicht floss, bevor er den Finger zwischen seinen Lippen verschwinden ließ, diesen mit seiner Zunge umgarnte. Dabei hielt sein Blick den der grünen Augen gefangen.
Was genau er hier tat, konnte er auch nicht sagen, aber ihm war grad danach.
Dion blickte den anderen mit großen Augen an. Was tat er da? Ein wohliges Kribbeln erfasste seinen gesamten Körper. Er schloss die Augen, seufzte leise, den Mund leicht geöffnet. Diese Berührung tat so gut. Seine Augenlieder flatterten leicht.
Leicht schmunzelnd verfolgte Leuoz die Reaktion des Kleinen, hatte er insgeheim mit dieser gehofft und noch einmal leckte er leicht über die Fingerkuppe, bevor er den Finger entließ und sich stattdessen runterbeugte.
Leicht fuhr er mit seinen Lippen über die Dions, strich mit seiner Zunge über die Unterlippe, bevor er sich mit ihr in die feuchte Höhle dahinter vortastete, nach ihrem Pendant suchte. Dabei presste er seine Lippen mit einer Sanftheit, die ihm wohl keiner so schnell zutrauen würde, auf die des Blonden, verführte diesen langsam zu einem tiefen Kuss.
Dion seufze als er die fremden Lippen auf den seinen spürte. Stromschläge jagten über seinen ganzen Körper. Er drängte sich noch näher an Oz. Der andere war so groß, dass es ihm nicht mal besonders viel half, wenn er sich auf die Zehnspitzen stellte.
Sein Verstand schaltete sich aus. Er wollte nur noch Oz. Und endlich gestand er sich ein, dass er es schon die ganze Zeit gewollte hatte, eigentlich schon seit ihrer ersten Begegnung.
Auch Leuoz wurde die Position etwas unangenehm, weil Dion ja doch recht klein war und kurzerhand legte er seine Hände um die schmale Hüfte, hob diesen hoch und setzte ihn auf der Arbeitsplatte neben dem Waschbecken ab, schob sich zwischen die geöffneten Beine und kam so endlich ganz an die süße Versuchung ran.
Ausgiebig erkundete die geschickte Zunge die feuchte Höhle, die sich die letzten zweimal davor gewehrt hatte und nun anscheinend gar nicht genug bekommen konnte. So stupste seine Zunge immer wieder ihren Pendant an, forderte diesen zum Spielen auf, bevor sie ihn zu sich lockte.
Die Hände des Schwarzhaarigen lagen dabei immer noch auf Dions Hüfte, strichen nur langsam höher und unter das Shirt des Blonden, die weiche Haut liebkosend.
Dion umschlang Oz mit seinen Armen. Hieß die fremde Zunge willkommen und drang danach auch gleich in Ozs Mund vor.
Diesmal nahm er den ekligen Zigaretten Geschmack nicht wahr, nein, jetzt war da nur noch dieser herbe männliche Geschmack.
Er verstand sich einfach nicht, er verstand überhaupt nichts mehr. Gestern noch hatte Oz mit Shawn geschlafen und jetzt machte er mit ihm rum, trotz der Verletzungen. Tja er ließ sich wohl keine Gelegenheit entgehen.
Und er begriff auch nicht warum er sich nicht wehrte. Warum machte er mit? Aber er wollte auch gar nicht widerstehen. Er wollte sich fallen lassen an nichts mehr denken. Er gab dem Überfall die Schuld. Ja, dadurch war ihr beider Verstand vollkommen verwirrt, so dass sie nicht mal wussten was sie gerade taten. Eine Art Schockreaktion. Ein großer Schock. Verdammt großer Schock. Er saugte die fremde Zunge wieder gierig in seinen Mund.
Dions Gewissen mischte sich ein. /Halt endlich an, mach Schluss, sei nicht so naiv. Er ist doch nicht der erste Typ, der dich mal knacken will. Sobald er alles von dir bekommen hat, wird er abhauen, auf Nimmerwiedersehen./
Aber er wollte auch gar nicht mit Oz schlafen. So versuchte er jedenfalls sein Gewissen zu besänftigen. Er wollte einfach nur ein bisschen küssen. Der anderen hatte in sowieso schon zweimal geküsste. Warum also kein drittes Mal? Er wollte, dass diese starken Arme ich festhielte. Wenn auch nur für einen winzig kleinen Moment. Er fühlte sich so geborgen. So gut.
Das ist nur der Schock. Aber das glaubte er schon lange nicht mehr.
Sachte schmunzelte Leuoz an die Lippen des Kleineren, als dieser ihm so bereitwillig näher kam und sich ihm noch etwas mehr öffnete, auf das Spiel ihrer Zunge einging. Seine Händen legten sich etwas fester auf den schmalen Rücken, pressten Dion an sich, während er dessen Drängen folgte und wieder die feuchte Höhle erkundete, die außer ihm noch nie jemand hatte kosten dürfen, mit der noch so unschuldigen Zunge einen kleinen Kampf ausfocht.
Es stimmte, Dion war wirklich noch total unschuldig und der Gedanke, dass dieser ihm vielleicht mit Haut und Haaren gehören könnte, ein Körper, an dem sich noch nie jemand ausgetobt hatte, der noch völlig unberührt und rein war, ließ den Schwarzhaarigen nicht kalt.
Aber gleichzeitig verdrängte er diesen Gedanken wieder. Der Kleine hatte seine Prinzipien, genau wie er auch, sich nämlich niemals an jemanden ernsthaft zu vergreifen, der das nicht wollte.
So genoss Leuoz lieber diesen Kuss, wie die freche Zunge nicht genug bekommen konnte und sie sich doch wegen Luftmangels lösen mussten. Tief atmete er durch, leckte noch einmal über die vollen Lippen, die irgendwie nach Erdbeer zu schmecken schienen oder er bildete sich das nur ein.
War ja auch egal. Viel mehr war Leuoz auf die Reaktion des Kleinen gespannt und so öffnete er seine Augen, ließ seinen Blick über das jungenhafte ebenmäßige Gesicht streifen.
Wann hatte er eigentlich jemanden mal so geküsst gehabt... ohne jeglichen großartigen Hintergedanken dabei...?
Dions Gesicht war ganz erhitzt, seine sonst schon üppigen Lippen noch mehr geschwollen und dunkelrot vom vielen küssen. Er konnte Oz nicht in die Augen blicken. Wie konnte das nur passieren? Für den anderen war er doch eh nur einer von vielen. Aber das wollte Dion nicht! Deswegen suchte er ja nach seinem Traumprinzen, einem Menschen für den er etwas ganz Besonderes und Wertvolles war. Und Oz war nun mal nicht dieser eine Mensch!